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Ratgeber: HDD, SSD, NVMe – wer braucht welchen Speicher?

Magnetplatten gegen Flash-Speicher, SATA gegen PCIe. Wir zeigen, welcher Datenspeicher wann punktet und warum man im PC eine SSD verbauen sollte.

Drei verschiedene Arten buhlen um Kunden: klassische Festplatten und SSDs mit SATA-Anschluss sowie NVMe-Speicher, der wie die SSD auf Flash-Speicher basiert, aber per PCI-Express angebunden wird. Alle drei sind inzwischen preislich interessant, für alle drei gibt Plus- und Minuspunkte. In diesem Ratgeber stellen wir die drei Typen vor und zeigen, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen.

Vorab eine kurze Definition: Der Lesbarkeit halber nutzen wir in diesem Artikel den Begriff SSD für alle per SATA angeschlossenen Flash-Speicher. Flash-Speicher mit PCI-Express-Schnittstelle (egal ob M.2 oder PCIe) bezeichnen wir als NVMe (Nonvolatile Memory Express), auch wenn das eigentlich nur für den Protokollstandard des Flash-Speichers steht und er technisch gesehen ebenfalls eine SSD ist. Zudem gehen wir in diesem Artikel auf Consumer-Geräte ein, sprich auf Speicher für Desktop-PCs und Notebooks. Um eine preisliche Einschätzung zu geben, verlinken wir im Beitrag jeweils die fünf beliebtesten Speichermedien unserer Partnerseite Geizhals.

Der Anschluss des Datenspeichers an das Mainboard ist ein wichtiger Maßstab für die Geschwindigkeit. Festplatten und SSDs werden inzwischen nur noch per SATA angeschlossen, die ATA/ATAPI-Steckplätze sind fast komplett verschwunden. Kein Wunder, denn wo ATA/ATAPI in Version 7 eine maximale Datenrate von theoretischen 133 MByte/s erreicht, liegt der maximale theoretische Durchsatz aktueller SATA-3-Schnittstellen bei 600 MByte/s. Hier setzen NVMe-basierte Systeme eins drauf. Sie sind direkt in den PCI-Express-Bus des Mainboards eingebunden und nutzen eine oder mehrere Lanes zur Datenübertragung. Damit fällt die Limitierung der SATA-Schnittstelle weg. Eine NVMe in einem M.2-Anschluss schafft in unseren Benchmarks bis zu 3400 MByte/s – ein deutlicher Sprung nach oben.

Bei den Formfaktoren ist es wenig kompliziert. Festplatten kommen weiterhin in 3,5 Zoll, 2,5 Zoll und, meist in mobilen Systemen, 1,8 Zoll. SSDs sind fast ausschließlich im 2,5-Zoll-Formfaktor im Handel, die Formate 1,8 Zoll und 3,5 Zoll sind Ausnahmen.

NVMes gibt es dagegen in unterschiedlich Ausführungen, die M.2-Speicher teilen sich auf fünf Gruppen auf: 2230, 2242, 2260, 2280, 22110. Das klingt kryptisch, steht aber einfach für die Abmessungen in Millimeter: Die ersten beiden Zahlen sind die Breite (22mm), die letzten Zahlen die Länge (etwa 80mm). Die meisten Produkte (und damit die größte Auswahl) gibt es für die Formate 2242 und 2280.

Alternativ gibt es NVMes im Format Solid State Card (SSC). Das ist nichts anderes als ein Flash-Speicher, der mit einem PCIe-x4-Anschluss kommt. Damit lässt sich der Speicher in Systemen nachrüsten, die keinen M.2-Anschluss haben. Preislich liegen diese Karten aber deutlich über vergleichbaren Speichern mit M.2-Formfaktor.

In den Benchmarks bestätigt sich der klare Vorteil von NVMe und SSD gegenüber der klassischen Festplatte. Das zeigt sich schön im Crystal Disk Mark, einem einfach zu nutzenden Benchmark. Die einzelnen Begriffe zu den Werten erklären wir im Test zur WD Black NVMe im Detail.

Während die SSD in einem Wert sogar an die NVMe herankommt, ist die HDD weit abgeschlagen. Wichtig für alle, die aufrüsten wollen: Essenziell für die maximale Geschwindigkeit ist, wie der jeweilige Steckplatz am System angebunden ist. In vielen Notebooks etwa gibt es zusätzliche M.2-Steckplätze, die aber nur mit einer PCIe-Lane oder gar als SATA angebunden sind. Das bremst einen verbauten NVMe-Datenspeicher auf SATA-Niveau herunter. In der Praxis kann das so aussehen:

Speicher 1 ist der standardmäßig im Notebook verbaute NVMe, Speicher 2 steckt in einem Erweiterungsslot, der etwa auch eine WWAN-Karte aufnehmen könnte. Man sieht schön, wie der zweite Flash-Speicher limitiert ist und dennoch teilweise den Hauptspeicher übertrifft.

Die Geschwindigkeitstests zeigen es, selbst schnelle HDDs kommen nicht an Flash-Speicher heran. Die Begrenzung durch die mechanischen Vorgänge lässt sich nicht beseitigen. Man kann mit gutem Gewissen sagen, dass es bei klassischen Festplatten keine großen technologischen Sprünge mehr geben wird.

Der große Vorteil der mechanischen Festplatten ist ihre Kapazität. Es gibt sie inzwischen mit bis zu 14 TByte Speicher, davon sind Flash-Systeme noch weit entfernt – und viel zu teuer. Festplatten lohnen sich immer dann, wenn Speicherplatz wichtiger ist als Geschwindigkeit. Das gilt beispielsweise für Backup-Festplatten oder für Netzwerkspeicher. Gerade bei NAS-Systemen ergibt es wenig Sinn, SSDs für die Daten verbauen (Ratgeber: die besten NAS-Festplatten). Der limitierende Faktor ist das Netzwerk selbst, in einem Gigabit-LAN liegt der maximale theoretische Durchsatz bei 125 MByte/s. In der Praxis schaffen NAS-Speicher meist maximal 118 MByte/s, wie unser 2-Bay-NAS Vergleichstest zeigt:

Der aktuelle Spitzenreiter im Bereich Preis-Leistung ist die SSD. Das liegt mit daran, dass die Preise für die notwendigen Chips in den letzten Jahren drastisch gefallen sind. Die Samsung 860 EVO etwa kostete im März 2018 in der 1-TByte-Version um die 300 Euro, jetzt liegt sie bei 135 Euro. Andere Hersteller haben einen ähnlichen Preisverfall hinter sich.

Mit Ausnahme des Speicherplatzes sind SSDs den klassischen Festplatten in allen Belangen überlegen. Sie sind schneller, geräuschlos und verzichten auf mechanische Teile, die kaputt gehen können. Ein häufig genanntes Manko ist die begrenzte Lebenszeit. Diese wird vom Hersteller in TBW (Tera Bytes Written) angegeben. Die Kollegen von heise online haben diese Werte im Dauertest überprüft und mehrere 250 GByte große SSDs einem Dauerlasttest ausgesetzt. Das Ergebnis war überraschend: Selbst das Schlusslicht im Test übertraf die Herstellerangaben um das 2,5-fache.

Unserer Meinung nach sollte eine SSD der Hauptdatenträger in jedem PC oder Notebook sein. Die hohe Geschwindigkeit macht sich bei jeder Nutzung des PCs bemerkbar, unabhängig vom Betriebssystem. SSDs mit 240 GByte Speicherplatz beginnen bei um die 30 Euro. In vielen Desktop-Systemen lohnt es sich, das Betriebssystem auf einer SSD zu installieren und für die Daten notfalls eine große HDD zu installieren.

NVMe-Datenspeicher sind die jüngsten Zugänge im Storage-Bereich. Die Spezifikation wurde zwar bereits 2011 verabschiedet, die Produkte profitieren aber erst jetzt vom Preisverfall der Flash-Speicher. Bei den meisten Produkten hat sich der Preis im letzten Jahr etwa halbiert.

NVMe verbessert SSDs weiter. Die direkte Anbindung an den PCIe-Bus macht die Speichermedien deutlich schneller – 3400 MByte/s sind bei sequenziellen Daten kein Problem.

In Notebooks haben sich NVMe-Speicher bereits weiter verbreitet als in Desktop-Umgebungen. Das liegt vor allem am relativ beschränkten Platz. Die kleinen Speicherriegel der M.2-NVMes benötigen deutlich weniger Platz als eine klassische 2,5-Zoll-SSD.

Ein Problem bei NVMes ist aktuell eher, dass sie kaum ein Programm wirklich ausreizt. Die Stärke der Datenträger liegt im Verarbeiten großer Dateien. Das macht sie ideal für alle, die mit Videodateien hantieren, aber weniger perfekt für die Otto-Normal-Nutzer. Gamern sei gesagt, dass ein schnellerer Datenspeicher nicht zu mehr Frames pro Sekunde führt. Wer allerdings nicht nur spielt, sondern gleichzeitig aufnimmt, etwa für Let’s Plays, der entfernt mit einer NVMe einen potenziellen Flaschenhals im System.

Es kann sich zudem in Spielen lohnen, die viele hochauflösende Dateien nachladen. In Doom von 2016, auf unserem Testsystem in 4K und mit maximaler Grafik eingerichtet, dauerte es vom Start des Spiels bis zum Eintritt ins Level mit einer SSD von Toshiba (OCZ TR200) 1:29 Minuten. Der gleiche Ladevorgang mit einer NVMe von Samsung (970 Evo) nahm 1:10 Minuten in Anspruch. Wer also etwa Skyrim oder Minecraft mit fotorealistischen Mods spielt, der profitiert wahrscheinlich von der NVMe.

Bei den mobilen Datenspeichern greift man entweder zu einem USB-Stick, dann ist sowieso ein Flash-Speicher gesetzt. Wer aber lieber eine Festplatte möchte, sollte auf den Anwendungsfall achten. Externe Speicher, die man etwa täglich mit sich herumträgt, sind hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Hier sollte man lieber zu einem Flash-basierten System als zu klassischen Festplatten greifen, auch wenn letztere billiger sind. Das Risiko eines mechanischen Ausfalls ist zu groß, dem Autor des Textes etwa sind auf diese Art zahlreiche Urlaubsbilder verloren gegangen.

Anders ist es, wenn man einen Datenspeicher für ein externes Backup oder einen relativ stationären Einsatzort sucht. Hier ist eine klassische Festplatte in einem externen Gehäuse eine gute Wahl, passende Produkte stellen wir in unserer Themenwelt und dem Artikel „Fünf externe Festplatten im Test” vor.

Wer es auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis abgesehen hat, kommt an einer SSD nicht vorbei. Die Preise sind dermaßen gefallen, dass es im Desktop oder Notebook kein Argument mehr für eine klassische Festplatte gibt. Das gleiche gilt für alle, die eine mobile Festplatte für den täglichen Einsatz suchen. Der Verzicht auf mechanische Komponenten prädestiniert SSDs als mobilen Datenspeicher.

Die klassische Festplatte spielt ihre Stärken dann aus, wenn viel Speicher benötigt wird. Egal ob NAS oder USB-Backup, wenn die Geschwindigkeit sowieso begrenzt ist und das System wenig mobil ist, lohnt sich der Aufpreis für eine SSD nicht. Mechanische Festplatten besitzen noch immer das beste Preis-pro-MByte-Verhältnis.

NVMes sind gerade erst am Anfang. Sie liefern eine sensationelle Geschwindigkeit, die aber nur von wenigen Programmen wirklich ausgereizt wird. Im Desktop sind sie vor allem etwas für Video-Profis, für Modder, die ein aufgeräumtes System wollen und für alle, die einfach an aktueller Technik interessiert sind.

Übrigens: Wer auf eine größere SSD oder eine NVMe aufrüstet, findet im heise+-Artikel „Windows schnell umziehen“ Hilfen zum Wechsel. Und wer danach Probleme mit der Windows-Aktivierung hat, sollte die FAQ zur Windows-Aktivierung lesen.

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Günstige Bluetooth-Kopfhörer im Test: ifrogz Plugz Wireless

Die Plugz von ifrogz sind sowohl im Elektro-Fachhandel als auch online günstig zu bekommen. Wir testen die 20-Euro-Kopfhörer und verraten, ob sich der Kauf lohnt.

Bluetooth-Kopfhörer sind nicht mehr unbezahlbar teuer, das freut alle, deren Klinkenbuchse zugunsten von USB-C wegrationalisiert wurde. Wir testen in den nächsten Tagen Kopfhörer in unterschiedlichen Bauformen in der Preiskategorie bis 30 Euro. Das Testfeld besteht aus Modellen von Taotronics, Adorer und verschiedenen unbekannteren Herstellern. Den Anfang aber macht ein Modell von ifrogz.

Bei den Plugz Wireless von ifrogz handelt es sich um einfache In-Ear-Kopfhörer mit Mikrofon, Kabelfernbedienung und Bluetooth. Die beiden blauen Ohrstöpsel sind mit einem jeweils 35 cm langen Kabel mit der Bedieneinheit verbunden. Der kleine Kasten mit Mikrofon, Akku, Bedientasten, Status LEDs, Bluetooth-4.1-Modul und Micro-USB-Anschluss besteht aus gummiertem Kunststoff. Das Gewicht des Headsets liegt bei 12g, was etwa vier Zuckerwürfeln entspricht.

Auf der Rückseite des Bedienteils sitzt eine magnetische Gummilippe. Diese hat zwei Aufgaben. Bei Nichtbenutzung halten sie die Kabel der Ohrstöpsel in Position und verhindern, dass sie sich verheddern. Während der Benutzung dient der Magnetverschluss als Klammer, um die Kopfhörer an Hemd oder Jacke zu fixieren.

Die Verarbeitung ist Ordnung und gibt keinerlei Grund zu Beanstandungen. Die dünnen Kabel sind erfahrungsgemäß allerdings nicht besonders langlebig. Zum einen halten sie nur geringe Belastungen aus, zum anderen neiden sie dazu, sich schnell zu verheddern, wenn sie nicht zusammengewickelt in die Tasche kommen.

Die Micro-USB-Ladebuchse ist frei zugänglich und nicht hinter einer Gummikappe versteckt. Die Plugz Wireless sind nur nach IPX2 zertifiziert. Somit sind sie zwar gegen Schweiß und vereinzelte Regentropfen geschützt, für den Betrieb bei strömenden Regen sind sie allerdings ungeeignet.

Neben dem Kopfhörer gehören eine Kurzanleitung, ein kurzes Micro-USB-Ladekabel und insgesamt drei Größen an Silikon-Ohrstöpseln zum Lieferumfang. Diese haben, laut Hersteller, eine lebenslange Garantie. Das bedeutet, ifrogz ersetzt abgenutzte oder beschädigte Silikon-Passstücke kostenlos. Ein zum Aufladen des Akkus notwendige USB-Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang.

Während andere Hersteller bei Ihren In-Ear-Kopfhörern auf zusätzliche Ear-Fin-Halterungen setzen, werden die Plugz Wireless lediglich in den Gehörgang geschoben. Dank der verschieden großen Silikon-Ringe sitzen die Ohrstöpsel trotzdem ausreichend sicher – zumindest im Alltagsbetrieb. Bei sportlichen Aktivitäten lockert sich der Sitz nach einiger Zeit, was sich negativ auf den Klang auswirkt.

Die Bedienung funktioniert wie bei den meisten Modellen der Einsteigerklasse. Nach dem Einschalten mit der mittleren Taste startet das Headset den Pairing-Modus. Nach dem Verbinden, beispielsweise mit dem Smartphone, ist die Taste für die Play-Pause-Funktion zuständig. Ein langer Druck (etwa drei Sekunden) auf den mittleren Bedientaster schaltet die Kopfhörer aus. Die Leiser- und Lauter-Tasten dienen gleichzeitig zum Überspringen und Zurückspulen eines Musiktitels. Jeder Tastendruck wird mit einem leisen Pieps-Ton quittiert.

Im Test müssen wir die Plugz Wireless jedes Mal neu verbinden, sobald das Headset zwischenzeitlich mit einem anderen Endgerät benutzt wurden. Das Smartphone erkennt die Kopfhörer zwar, verbindet sich allerdings nicht automatisch. Das manuelle Verbinden geht zwar schnell, ist allerdings trotzdem ärgerlich. Wenn die Bluetooth-Verbindung einmal steht, funktioniert sie zuverlässig. Die Reichweite liegt in der Praxis bei fünf bis zehn Metern. Im Test können wir problemlos den Raum wechseln. Das gleichzeitige Verbinden mit mehreren Endgeräten klappt im Test nicht.

Der magnetische Clip ist grundsätzlich eine gute Idee, in der Praxis funktioniert das Befestigen an der Kleidung allerdings nur mäßig gut. Sind die Kopfhörer nicht in Benutzung, ist deren Gewicht schlicht zu hoch, um sicher gehalten zu werden. Im zusammengepackten Zustand ist der magnetische Clip durchaus praktisch, da er zuverlässig vor verknoteten Kabeln schützt.

Korrekt im Ohr eingesetzt, klingen die Plugz Wireless erfreulich gut. Sowohl Hoch-, Mittel- als auch Tieftonbereich sind ausreichend kräftig und überzeichnen nicht. Der Klang ist insgesamt etwas harmonischer als bei den ähnlich günstigen TT-BH26 von Taotronics (Testbericht) – insbesondere bei hoher Lautstärke. Sind die In-Ears nicht weit genug in den Gehörgang eingeschoben, gehen allerdings die Bässe verloren. Das passiert in der Praxis deutlich schneller, als bei Modellen mit Ohrenbügel oder Ear-Flaps, die die Ohrstöpsel in der korrekten Position halten. Mit den warmen Bässen und kristallklaren Klängen von teuren Markenmodellen ist der Sound natürlich nicht vergleichbar.

Eine aktive Geräuschunterdrückung ist nicht verbaut. Der Klang des verbauten Mikrofons ist gut. Die Gesprächspartner hören uns laut und deutlich.

Eine störende Verzögerung zwischen Wiedergabegerät und Kopfhörern stellen wir nicht fest. Bei der Wiedergabe von Videos ist der Ton synchron. Das ist bei günstigen Bluetooth-Kopfhörern nicht immer der Fall.

Der interne Akku der Plugz Wireless soll laut Hersteller rund fünf Stunden lang durchhalten. Diesen Wert erreichen wir in der Praxis allerdings nur, wenn die Lautstärke nicht voll aufgedreht ist. Bei häufiger Nutzung der Kopfhörer, ist die Akkulaufzeit somit sehr knappgehalten. Eine Laufzeit von sechs und mehr Stunden wäre wünschenswert. Das vollständige Aufladen mit einem Standard-Smartphone-Netzteil dauert etwa 90 bis 100 Minuten und somit deutlich länger als die Herstellerangabe von einer Stunde.

Die Plugz Wireless sind in blau und silbern erhältlich.

Der günstige Kopfhörer Plugz Wireless von ifrogz hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Klangqualität ist gut, zumindest wenn die Ohrstöpsel ordentlich sitzen. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass dies bei viel Bewegung nicht immer zuverlässig funktioniert. Hier sind Modelle mit Ohrenbügel oder Ear-Flaps, wie der Taotronics TT-BH26 (Testbericht) deutlich im Vorteil. Mit teuren Marken-Kopfhörern hält die Klangqualität natürlich nicht mit, allerdings ist dies Kritik auf hohem Niveau. Wer günstige In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth sucht, bekommt beim Plugz Wireless ein alltagstaugliches Modell mit ausreichend guter Soundqualität.

Ein Transportbeutel gehört nicht zum Lieferumfang. Dank der magnetischen Halterung ist dies allerdings auch unnötig. Bei Nichtbenutzung lässt sich der Kopfhörer sehr kompakt zusammenwickeln. Die Akkulaufzeit ist mit vier bis fünf Stunden ausreichend, kommt allerdings nicht an die von Konkurrenzprodukten heran.

Wer sehr hohe Ansprüche an die Soundqualität seiner In-Ears hat, muss deutlich mehr Geld investieren. Hier lohnt sich ein Blick in die Bestenliste der besten fünf Sportkopfhörer mit Bluetooth.

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Vorwerk Kobold VR300 im Test: starke Saugleistung, hoher Preis

Der Vorwerk Kobold VR300 verspricht eine starke Saugleistung, doch mit einem Preis von 949 Euro ist er fast dreimal so teuer wie vergleichbare Produkte. Lohnt sich der Kauf?

Der Kobold VR300 ist ein Staubsauger-Roboter in D-Form. So will er bis zum Anschlag in jede Ecke des Raums fahren. In der Praxis klappt das auch gut und zuverlässig. Die Borsten der links angebrachten Seitenbürste sind qualitativ hochwertig und kehren den Schmutz vor den Sauger. Wegen der Länge und der Feinheit kommen einzelne Borsten sogar unter die Sockelleiste des Fußbodens und holen den Schmutz aus schwer erreichbaren Orten heraus. Nichtsdestotrotz gibt es Verbesserungspotenzial: So hat Vorwerk die Bürste nur auf einer Seite angebracht. Gäbe es links und rechts jeweils eine Seitenbürste, müsste der Roboter in einigen Situationen nicht um Hindernisse herum manövrieren und wäre effizienter unterwegs. Das lösen andere Staubsauger-Roboter besser, wie etwa der Deebot Ozmo Slim 10 (Testbericht) oder der Eufy Robovac 30C (Testbericht).

Vorwerks Staubsauger-Roboter der dritten Generation hat ein Gewicht von 4,2 kg. In der bisherigen Testreihe ist er am schwersten. Sein baugleicher Bruder, der Botvac D7 Connected (Testbericht), der US-amerikanischen Vorwerk-Tochter Neato Robotics ist mit 3,4 kg am zweitschwersten. Der technisch besser ausgestattete und preislich attraktivere S5 Robot Vacuum Cleaner (Testbericht) von Roborock wiegt 3,2 kg – es geht also! Dafür, dass der Nutzer den Kobold VR300 hin- und hertragen und für eine Zonenreinigung freiplatzieren darf, ist das hohe Gewicht nicht vom Vorteil. Der integrierte Tragegriff ist dabei eine Hilfe. Wer viele Möbel zuhause hat und möchte, dass der Roboter auch unter diese fahren und saugen soll, der sollte im Vorfeld prüfen, ob die Möbel nicht zu tief für den 9 cm hohen Kobold VR300 sind. Der Deebot Ozmo Slim 10 mit seinen 5,7 cm meistert diese Disziplin gut – dafür fehlt ihm das Lasermessgerät zur präzisen Navigation.

Die Verarbeitung des Kobold VR300 ist qualitativ hochwertig. Die einzelnen Elemente des Kunststoffgehäuses sind aufeinander abgestimmt und schließen bündig ab. Während der Fahrt klappert nichts am Gehäuse, wie etwa beim Botvac D7 Connected. Um es klar zu sagen: Die gewissen Erwartungen, die die Marke Vorwerk im Vorfeld gesetzt hat, erfüllt unser Testgerät.

Der Kobold VR300 hat eine starke Saugleistung. Je nach Betriebsmodus saugt er mit einer Kraft von bis zu 2000 Pa, damit zählt er zu den leistungsstärksten Staubsauger-Robotern in der Testreihe. Deebot und Eufy kommen auf 1000 respektive 1500 Pa. Rein aus der Leistungsperspektive betrachtet, eignet sich der Vorwerk für nahezu alle Arten von Böden: Teppich, Hartholz, PVC, Fliesen und mehr. In der Praxis sieht das aber oft anders aus.

Auf hohen Teppichen mit langen Fasern, etwa ein Berber- oder ein Hochflorteppich, bleibt der Kobold VR300 des Öfteren stehen, weil die Seitenbürste nicht rotieren kann. Auf einem Shaggyteppich stoppt er sofort und meldet Fehler. Andere Staubsauger-Roboter haben damit seltener Probleme, wie der Roborock S5 mit einer intelligenten Teppicherkennung.

Im Vergleich zum Botvac D7 Connected ist das Reinigungs-Ergebnis des Kobold VR300 besser und auf dem gleichen Niveau wie beim Roborock S5. Alle drei Staubsauger-Roboter verfügen über eine Seiten- und eine Spiralbürste. Beim Vorwerk- und Roborock-Sauger verfangen sich lange Menschen- und Tierhaare seltener, als bei Botvac D7 Connected von Neato.

Die zwei Räder des Vorwerk Kobold VR300 sind groß und stark profiliert. Dadurch kommt der Roboter nahezu überall im Haushalt hin und bleibt selten wegen des Antriebs stehen. Mit hohen Kanten kommt der Kobold VR300 ohne Probleme klar: Genau wie der Roborock S5 klettert er um bis zu 2 cm. Das ist besser als der Durchschnitt von 1,5 cm.

Im Kobold VR300 verbaut Vorwerk einen Akku mit 5833 mAh. Offiziell soll er bis zu 90 Minuten am Stück fahren, bevor er sich selbst auflädt und gegebenenfalls die Arbeit vom gemerkten Punkt fortsetzt. Im Test kommt der Roboter im Schnitt auf eine Laufzeit von 83 Minuten. Damit bietet der Vorwerk-Roboter die geringste Laufzeit in der bisherigen Testreihe an. Selbst die 300-Euro-Staubsauger ohne Navigation von Eufy und Deebot kommen über 90 Minuten. Die längste Betriebsdauer mit 147 Minuten hat der S5 von Robock. Eine Wohnfläche von 75 m2 arbeitet der Vorwerk systematisch in 54 Minuten ab. Die Ladezeit beträgt 3,5 h. Der Behälter des Staubsauger-Roboters ist mit 0,53 l verhältnismäßig nicht sehr groß. Der Neato bietet vergleichsweise 0,7 l. Wie bei allen anderen Staubsauger-Robotern verzichtet auch Vorwerk auf einen hochwertigen HEPA-Filter und setzt stattdessen auf einen Feinstaubfilter, der ähnlich gut für Allergiker und Asthma-Patienten sein soll.

Im Test zeigt sich der Kobold VR300 etwas laute als seine Konkurrenten: Er kommt auf einen Geräuschpegel von 70 dB bei einem Messabstand von einem Meter. Unmittelbar am Gehäuse sind 71 dB messbar. Der leiseste Roboter ist der Eufy Robovac 30C mit 57 dB im gleichen Testszenario.

Der Vorwerk Kobold VR300 hat mitunter die meisten Sensoren an Bord: Ultraschallsensoren für die Erkennung von Hindernissen, Infrarot für Treppen und Fall, Stoßleiste zum vorsichtigen Abtasten von Objekten und rotierendes Lasermessgerät zum Abbilden der Umgebung. Letzteres ermöglicht dem Roboter viele intelligente Funktionen, wie etwa eine Kartendarstellung, eine präzise Positionsbestimmung oder ein Fortsetzungsmodus, falls der Akku zur Neige geht. Der Vorwerk Kobold reinigt nach System und nutzt seine Energie besser, als Roboter ohne Kamera oder Lasermessgerät. In der Automatik arbeitet der Vorwerk nach dem SLAM-Prinzip und fährt seine Bahnen ab, bis die gesamte Wohnfläche mindestens einmal befahren wurde. Zonen und Räume, die er nicht reinigen soll, lassen sich in der App als solche definieren. Die Überschreitet er in der Praxis auch nicht.

Bei der Bedienung setzt Vorwerk hauptsächlich auf die App, die es kostenlos für iPhone und Android-Smartphones gibt. Schade, dass eine Fernbedienung fehlt. In manchen Situationen geht das einfach schneller und intuitiver, als erst das Smartphone herausholen zu müssen. Beim Kobold VR200 gab’s vor vier Jahren noch eine Fernbedienung dazu. Die Smart-Home-Integration mit Google Home oder Amazon Alexa ist vorhanden. So lässt sich die Reinigung mit einem einfachen Sprachbefehl initiieren.

Die App verbindet den Roboter mit dem WLAN und bringt ihn so ins Internet. Wer schon einmal die Produkte von Neato ausprobiert hat, dem wird die App verdächtig ähnlich vorkommen. Kein Wunder auch: Die Silicon-Valley-Tochter nutzt die gleiche Technik. Die App ist übersichtlich und selbstverständlich gestaltet. Mit ihr lassen sich mehrere Vorwerk-Geräte verwalten und steuern. Auf der Startseite stehen unterschiedliche Reinigungs-Modi zur Verfügung: Gesamtreinigung, Zonenreinigung, Intensivreinigung und manuelle Reinigung. In der Applikation lassen sich auch Tage und Uhrzeiten für eine Routinen-Reinigung einplanen. Nach einer abgeschlossenen Reinigung der gesamten Wohnfläche gibt die App eine Übersicht, wo der Roboter gesaugt hat. Die Kartendarstellung ist ziemlich präzise, außerdem zeigt sie die gereinigte Fläche sowie die dafür benötigte Zeit an.

Die Walzbürste des Kobold VR300 lässt sich mit wenigen Handgriffen aus dem Gehäuse entnehmen. Auch die anderen Teile sind nicht fest installiert und vom Anwender selbst gegen Ersatzteile auszutauschen. Je nach Nutzung und Reinigungsintensität sollte der Staubehälter die Mülltonne aufsuchen, um sich dort entleeren zu lassen.

Beim Lieferumfang zeigt sich Vorwerk geizig: Weder Ersatzteile noch irgendwelche Reinigungstools sind dabei. Das lösen nahezu alle anderen Hersteller besser. In der Regel liefern sie mehrere Seitenbürsten, weitere Filter und Bürsten zur Wartung mit. Darüber hinaus gibt zwei Magnetbänder und eine Fernbedienung mit Batterien dazu. All das ist beim fast 1000 Euro teuren Vorwerk nicht dabei. In der Verpackung befinden sich Staubsauger-Roboter, Ladestation mit Kabel, Filter, Seitenbürste und Handbuch.

Der Vorwerk VR300 hat keinerlei Extras, wie eine Wischfunktion oder Teppicherkennung. In einigen Disziplinen schneidet er mittelmäßig bis gut ab, selten mal hinausragend. Positiv hervorzuheben sind seine starke Saugleistung, seine viele Sensoren und seine Qualität. Doch die Laufzeit mit 83 Minuten ist deutlich zu schwach. Am schwierigsten zu begreifen ist der hohe Preis von 949 Euro. Was genau rechtfertigt den Preis? Eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Mittlerweile kostet der fast baugleiche Botvac D7 Connected rund 500 Euro. Es geht noch besser: Der S5 Robot Vacuum Cleaner des chinesischen Herstellers Roborock bietet einen größeren Funktionsumfang, längere Laufzeit, mindestens eine genauso gute Verarbeitung und kostet in etwa ein Drittel. Warum sollte man dann einen Vorwerk Kobold VR300 kaufen?

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