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Vergleichstest: Smartwatches von 200 bis 2000 Euro

Die Preisunterschiede bei Smartwatches sind extrem hoch. Wir zeigen, wieviel Geld man wirklich für ein gutes Modell ausgeben sollte.

Die Watch 2 von Huawei (Testbericht) ist die günstigste Smartwatch im Vergleichstest. Obwohl das Display kleiner ist als beim Vorgängermodell, punktet die Uhr mit schneller Hardware, üppiger Ausstattung und einer vernünftigen Akkulaufzeit von zwei bis zweieinhalb Tagen.

Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen zählen GPS- und Glonass-Empfänger, Kompass, Herzfrequenz-Sensor und Barometer. Somit eignet sich die Uhr als Fitness-Tracker. Auch die NFC-Schnittstelle und der verbaute Lautsprecher gehören nicht zur Standardausstattung. Als Betriebssystem kommt Google Wear OS zum Einsatz. Die Bedienung ist problemlos und intuitiv. Der Google-Sprachassistent funktioniert gut und zuverlässig.

Weniger gut gefallen hat uns die mittelmäßige Verarbeitung und das Gehäuse sowie das Armband aus einfachem Kunststoff. Der GPS-Empfang ist außerdem ungenau. Das Aufladen über die Ladekontakte ist nicht mehr zeitgemäß.

Da der Preis mittlerweile deutlich unter 300 Euro gefallen ist, stimmt jetzt zumindest das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Watch 2 eignet sich sowohl für Technik-Begeisterte, als auch für Sportler, die ihr Training überwachen wollen.

Die Fossil Q Explorist (Testbericht) richtet sich aufgrund des gelungenen Designs und der technischen Ausstattung vor allem an modebewusste Träger. Die Verarbeitung von Edelstahlgehäuse und Armband mit Schnellwechsel-Funktion ist hochwertig. Neben dem standardmäßig in den meisten Uhren verbauten Mikrofon ist ein kleiner Lautsprecher integriert. Die Fossil-Uhr eignet sich so als Freisprechanlage, genau wie die Watch 2 von Huawei. Das Aufladen der Uhr per Induktion gefällt uns gut. Die intuitive Bedienung und das scharfe und helle Display fallen positiv auf.

Weniger schön ist die kurze Akkulaufzeit. Spätestens nach einem Tag ist der Akku, selbst bei moderater Nutzung, leer. NFC, GPS, Herzschlagsensor und Kompass sind nicht verbaut, weshalb sich die Uhr nicht für Sport und Trainingsüberwachung eignet.

Der Preis von knapp 220 Euro ist aufgrund der guten Verarbeitung trotz fehlendem GPS, Herzschlagsensor, NFC und Kompass gerechtfertigt. Die Q Explorist sieht klasse aus und eignet sich so auch für Liebhaber schöner und klassischer Analoguhren.

Die einzige Uhr mit Samsungs Betriebssystem Tizen punktet neben der einfachen Bedienung vor allem mit der üppigen technischen Ausstattung und gelungenem Design. Neben GPS- und Glonass-Empfänger sind auch Barometer, Herzfrequenz-Sensor und NFC an Bord. Musikdateien spielt die Gear Sport (Testbericht) auch unabhängig vom Smartphone ab.

Die Verarbeitung ist gut und die Bedienung der Tizen-Uhr ist einfacher und intuitiver als bei Systemen mit Wear OS. Zur Bedienung dienen zwei Tasten, das helle Touch-Display und die drehbare Lünette. Zum Laden kommt die Gear Sport auf eine magnetische, drahtlose Ladestation. Der Akku hält, je nach Intensität der Nutzung, zwischen drei und sechs Tagen lang durch.

Einzig der unübersichtliche Tizen-App-Shop und die Auswahl der App-Titel gegenüber Wear OS gefallen uns nicht so gut.

Für einen Preis von unter 250 Euro bietet die Gear Sport alles was man sich von einer vernünftigen Smartwatch erwartet. Das moderne Design und Tizen sind allerdings nicht jedermanns Sache.

Wer seine Uhr gleichzeitig als Fitness-Tracker nutzen möchte, sollte zur Gear Sport von Samsung greifen. Wer eine Uhr mit Wear OS vorzieht, muss sich mit der einfachen Verarbeitung der Wear 2 von Huawei zufrieden geben.

Wer das klassische Design einer Analoguhr sucht, muss auf GPS und vor allem einen Herzfrequenz-Sensor verzichten und zur Q Explorist greifen. Das größte Manko von Fossils Schmuckstück ist dessen geringe Akkulaufzeit.

Die Skagen Falster (Testbericht) überzeugt vor allem durch das moderne Äußere, die gute Verarbeitung und den hohen Tragekomfort. Die Bedienung und Ausstattung der Uhr sind nahezu identisch zur Q Explorist von Fossil. Das Aufladen der nach IP67 wasserdichten Uhr geschieht per Induktion. Das Wechseln des Armbandes klappt dank Schnellwechsel-Verschluss unkompliziert.

Die Batterielaufzeit der Falster ist mit gut einem Tag knapp bemessen. Für Sportler eignet sich die Uhr vor allem wegen der fehlenden Ausstattung weniger. Weder GPS noch Herzfrequenz-Sensor sind vorhanden.

Wer in erster Linie eine schicke Smartwatch mit schnörkellosem Design sucht, macht mit der Skagen nichts verkehrt.

Die Tommy Hilfiger Smartwatch mit der Bezeichnung TH24/7 you (Testbericht) ist vor allem für Fans der Modemarke geeignet. Das Design ist auffällig und maskulin. Die Bedienung der verhältnismäßig schweren Uhr klappt dank Wear OS problemlos.

Die Ausstattung ist, wie bei Skagen und Fossil, nichts für Sportler. Weder Herzschlag-Sensor noch GPS oder Kompass sind vorhanden. Das Metallarmband ist nicht besonders hochwertig und die Batterielaufzeit mit nur einem Tag kurz. Statt der Aufladung per Induktion setzt der Hersteller auf offenliegende Ladekontakte. Wenn sich nach mehrmonatiger Benutzung Staub absetzt und Korrosion bildet, kann es zu Ladeproblemen kommen.

Wer seiner Marke treu bleiben will, muss mit der TH24/7 you einige Abstriche in Sachen Ausstattung hinnehmen. Wer die Uhr trotzdem kauft, sollte sich für eine Variante mit Lederarmband entscheiden.

Die Connected von Hugo Boss (Testbericht) überzeugt mit gelungenem Design und hochwertiger Verarbeitung. Der Look erinnert, wie beim Modell von Tommy-Hilfiger, an eine klassische Analoguhr. Neben dem edlen Lederarmband mit Schnellwechsel-Verschluss, gehört auch ein einfaches Silikon-Armband zum Lieferumfang.

Die technische Ausstattung ist wie bei Fossil einfach gehalten. Zur Leistungsmessung steht lediglich ein Schrittzähler zur Verfügung. Herzschlag-Sensor, GPS oder Kompass sind nicht vorhanden. Statt moderner Ladetechnik per Induktion setzt Hugo Boss ebenfalls auf offenliegende Ladekontakte. Die Batterielaufzeit ist mit eineinhalb Tagen immerhin etwas besser als bei Fossil oder Tommy Hilfiger.

Wer seine Smartwatch nicht als Sport-Begleitung, sondern als modisches Accessories sieht, bekommt mit der Connected ein edles Schmuckstück mit smartem Innenleben. Der Preis ist für ein Hugo-Boss-Produkt angemessen.

Die Watch 2 P9820 von Porsche Design (Testbericht) ist bis auf wenige Details identisch zur günstigen Variante von Huawei. Lediglich das besser verarbeitete Gehäuse, das hochwertige Armband und der wohlklingende Name machen den Unterschied. Zudem verfügt die Porsche-Design-Uhr über eine gut funktionierende Schnelllade-Funktion. Die gute Ausstattung mit GPS, Herzschlag-Sensor und Kompass hebt sich deutlich von den anderen Mode-Smartwatches ab.

Negativ fallen die offenliegenden Ladekontakte und das ungenaue GPS auf. Auch das verhältnismäßig klobige Gehäuse kann im Test nicht punkten.

Wer unbedingt den Zusatz Porsche Design braucht, zahlt dafür einen satten Aufpreis gegenüber dem Standardmodell von Huawei. Ansonsten ist die Smartwatch zuverlässig und sehr gut ausgestattet.

Die höherpreisigen Smartwatches punkten vor allem mit gutem Design und wohlklingenden Namen. Bis auf die Watch 2 im Porsche Design ist die Ausstattung allerdings auf das Nötigste reduziert. Wer sich für eine Uhr in dieser Preisklasse entscheidet, zahlt also vor allem für das Gefühl, ein Markenprodukt am Handgelenk zu tragen. Wer die Smartwatch in dieser Preisklasse auch als Fitness-Tracker nutzen will, sollte sich für die Porsche Design P9820 entscheiden.

Die Smartwatch der Luxusmarke Montblanc (Testbericht) setzt auf das Wear-OS-Betriebssystem. Verarbeitung und Haptik sind erstklassig. Bei der Summit kommen hochwertige Komponenten aus Titan und Saphirglas zum Einsatz. Neben integriertem Mikrofon und Kompass gehört ein Herzschlagsensor zur Ausstattung.

Auf NFC und GPS muss man bei dem Luxusmodell allerdings verzichten. Auch die offenliegenden Ladekontakte und die Laufzeit von gerade einmal einem Tag sind für den Preis nicht angemessen.

Wer sich für die Montblanc entscheidet, kann das letztendlich nur mit der guten Verarbeitung und den exklusiven Materialien begründen. Außer dem gelungenen Design und dem wohlklingenden Markennamen bietet die Montblanc Summit technisch gesehen keine Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Die Smartwatch von Tag Heuer (Testbericht) ist ein erstklassig verarbeitetes Schmuckstück mit smartem Innenleben. Die Uhr ist in verschieden Varianten aus Aluminium, Titan oder Keramik erhältlich. Wer Preise bis über 6000 Euro nicht scheut, kann sich auch für 18-karätiges Gold und Diamantbesatz entscheiden. Statt auf Gorilla-Glass setzt Tag Heuer auf edles und hochwertiges Saphirglas. Die Ausstattung umfasst GPS-Sensor, NFC, Schrittzähler und ein integriertes Mikrofon. Die Bedienung ist, wie bei den anderen Wear-OS-Uhren, komfortabel und unkompliziert.

Aber auch bei der hochwertigen Connected Modular 45 gibt es einige Kritikpunkte. Die Akkulaufzeit von knapp einem Tag ist gerade einmal ausreichend. Die Ladetechnik mit offenliegenden Ladekontakten ist für den hohen Preis unangemessen.

Wer sich für die Uhr jenseits der 1000-Euro-Marke entscheidet, bekommt mit der Connected Modular 45 eine hochwertige Smartwatch mit guter Ausstattung. Der Mehrpreis gegenüber anderen Modellen rechtfertigt sich in erster Linie durch die Verwendung teurer und exklusiver Materialien.

Die beiden Luxusuhren unterscheiden sich neben dem Preis und dem Design vor allem durch ihre technische Ausstattung. Während Montblanc einen Herzschlagsensor verbaut, setzt Tag Heuer auf GPS und NFC. Voll ausgestattet ist keines der beiden Modelle. Ob Summit oder Connected Modular 45 ist letztlich eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels.

Gute Smartwatches sind nicht automatisch teuer. Geht es in erster Linie um Funktion und Ausstattung, dann empfehlen wir den Kauf der Samsung Gear Sport. Wer sich lieber mit Wear OS statt mit Tizen arbeiten will, sollte sich die ebenfalls günstige Huawei Watch 2 ansehen. Wer kürzere Akkulaufzeiten in Kauf nimmt und auf GPS und Herzschlagsensor verzichtet, bekommt mit der Fossil Q Explorist, für unter 250 Euro, ein wirklich schickes Modell im Analoguhren-Design.

Wenn Markenname, Design und Materialwahl wichtiger sind als die verbaute Technik, spielen vor allem Markentreue und das Budget eine Rolle. Ob Skagen, Tommy Hilfiger oder Hugo Boss: Von der Ausstattung her hat kein Modell deutliche Vorzüge gegenüber den anderen Uhren. Lediglich die P9820 von Porsche Design stellt eine Ausnahme dar. Allerdings zahlt man auch hier ordentlich für den imageträchtigen Namen. Rein technisch unterscheidet sich die Uhr nicht vom weit günstigeren Pendant von Huawei.

Selbst bei den Luxus-Smartwatches von Montblanc und Tag Heuer begründet sich der satte Preis lediglich durch exklusives Material und die Marke.

Wer stattdessen eine Hybrid-Smartwatch sucht, die mit deutlicher längeren Akkulaufzeiten punkten können, findet unsere Tests in der Kaufberatung "Hybrid-Smartwatches – welche kaufen?".

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Intenso Memory Center 8TB im Test: Backups für PC und NAS

Intenso liefert mit dem Memory Center 8T eine simple externe Festplatte zum Sichern von Dateien für PC und NAS. Wir testen die Leistung der Backup-Platte.

Bei Intenso gibt es keinen Schnickschnack: Im Paket stecken die externe Festplatte, das Netzteil und ein USB-3.0-Kabel mit einem Stecker vom Typ B. Eine Backup-Software gibt es nicht. Mac-Nutzer können für eine kostenlose Lösung zu Apples Time Machine greifen, auf Windows 10 gibt es das Pendant „Dateiversionsverlauf“ in den Sicherungseinstellungen. Wer eine kommerzielle Lösung sucht, die der c’t haben im Artikel „Sicherheitsnetze“ mehrere Lösungen getestet.

Um die Leistung der externen Festplatte zu messen, nutzen wir den Benchmark h2benchw. Dieser lässt die externe Festplatte durch eine ganze Reihe an Test laufen und fühlt ihr auf den Zahn.

Die Werte sind für eine Backup-Platte, die nur per USB angeschlossen ist, solide. Applikationen sollte man aber darauf nicht installieren.

Die Detailergebnisse zum Intenso Memory Center 8TB:

Das Memory Center 8TB von Intenso ist eine solide Backup-Lösung. Die Messergebnisse sind in Ordnung für die gesetzte Aufgabe. Die Festplatte ist im Betrieb angenehm leise, stört also auch nicht auf dem Schreibtisch. Die Klavierlackoptik sieht gut aus, zeigt aber jeden Fingerabdruck. Gut gefällt uns der Einsatz des USB-3.0-B-Anschluss, wir finden ihn deutlich stabiler als den die kleinere Variante. Auch der echte Netzschalter ist gut, das spart Strom, wenn die Platte nicht genutzt wird.

Wer eine externe Festplatte ohne viel Tamtam sucht, der ist mit der Intenso Memory Center gut beraten. Kleiner Tipp am Rande: die verbaute Festplatte ist eine Seagate Archive HDD, diese kostet alleine derzeit mehr als das komplette Memory Center.

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Marktübersicht: Powerbanks und Rucksäcke mit Solarzellen

Beim Wandern, auf dem Festival oder am Strand: Powerbanks mit Solarzellen versprechen durchgehend Strom. Wir zeigen passende Produkte und Einschränkungen.

Gleich zu Beginn müssen wir die Erwartungen dämpfen: Nur mit einer kleinen Solarzelle lässt sich eine leere Powerbank mit 10.000 mAh und mehr nicht aufladen – oder zumindest nicht in einer vernünftigen Zeit. Das liegt vor allem an der Leistung der Solarmodule. Diese wird durch Sonneneinstrahlung, Modulart, Ausrichtung, Temperatur und anderen Faktoren beeinflusst – kurz, die von den Herstellern angegebenen Werte zur Ladung sind oft theoretisches Wunschdenken.

Zugleich gilt: Je mehr Fläche, desto besser. Denn der Leistungsgrad einer Solarzelle liegt, je nach Bauart, zwischen 6 und 20 Prozent. Gerade die fest in Powerbanks oder Rucksäcke integrierten Solarzellen sind so klein, dass sie gerade einmal ein Mindestmaß an Strom liefern können. Besser sind da faltbare Solar-Panels, die mehrere Module koppeln. Diese eignen sich vor allem für stationäre Outdoor-Aufenthalte, etwa am Campingplatz oder auf einem Festival.

Unsere Kollegen der c’t haben sich im August 2017 ausführlich mit dem Thema „Strom aus der Natur“ beschäftigt. Im Beitrag stellen sie auch alternative Lösungen zu Solar vor, etwa einen Generator fürs Fahrrad, eine Wasserturbine, eine Brennstoffzelle oder einen Grill, der parallel Strom produziert.

Auch wenn die Solarmodule die Powerbanks nicht auf 100 Prozent Ladezustand halten, sorgen sie doch zumindest für ein Grundrauschen und verlängern so im besten Fall die zur Verfügung stehende Ladung. Dazu kommt: Die Powerbanks kosten kaum mehr als ihre Nicht-Solar-Pendants. Außerdem sind sie in den meisten Fällen gegen Wasser, Staub und Stöße geschützt – für Outdoor-Aktivitäten wichtig. Einige Produkte fungieren auch als Taschenlampe, den Strom liefert der integrierte Akku.

Wer stationär ist, vielleicht an Strand, See oder Musikfestival, sollte sich den Kauf einer faltbaren Solaranalge überlegen. Sie sind leicht, bieten eine größere Fläche als die Powerbanks und lassen sich ideal in der Sonne platzieren. Wie gut das klappt, haben wir in unserem Test "Solar-Ladegerät mit 18 Watt" ausprobiert. Wichtig hier: Idealerweise sollten Powerbank und Solamodul vom gleichen Hersteller stammen und aufeinander abgestimmt sein. Sonst kann es zu Problemen mit dem Ladecontroller kommen.

Sind wir realistisch – die in Rucksäcken verbauten Solarzellen sind wenig mehr als Spielerei. Wer aber ohnehin einen passenden Rucksack für sommerliche Ausflüge sucht, sollte trotzdem einen Blick auf diese Produkte werfen. Damit lassen sich zwar keine Miniatur-PCs betreiben, aber die Ladung einer angeschlossenen Powerbank über längere Zeit stabil halten. Wer schon einen Lieblingsrucksack hat, der kann diesen mit den auch nachrüsten. Ein solches Solarladegerät haben wir im Gadget der Woche vorgestellt. Beispiele für solche Produkte sind:

Komplett autark ist man mit diesen kleinen Solarkraftwerken nicht. Wer aber regelmäßig längere Touren unternimmt oder zur Festivalsaison länger ohne Steckdose unterwegs ist, der braucht sowieso eine oder mehrere Powerbanks um Gadgets zu betanken. Da macht es durchaus Sinn, in ein wenig Solar zu investieren; im schlimmsten Fall laden die Reserven nur langsam auf. Allerdings muss man sich auch nicht darum kümmern. Die Panele werden in die Sonne gedraht, liegengelassen und Abends haben die Akkus ein wenig Saft für Smartphone und Co.

Was sind eure Erfahrungen mit Solar-betriebenen Ladegeräten? Oder habt ihr einen Eigenbau, der mehr Leistung für weniger Geld liefert? Wir sind auf eure Kommentare gespannt.

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Microsoft wächst in der Wolke – 7,4 Milliarden Gewinn Dank Cloud


Das Geschäft mit Cloud-Diensten sorgt bei Microsoft weiter für kräftige Zuwächse. Der Gewinn sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar hoch. Der Umsatz wuchs um 16 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar, wie der Software-Riese nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Wall Street deutlich.

Die Sparte mit intelligenten Cloud-Lösungen, bei denen Dienste und Software aus dem Netz bereitgestellt werden, ist inzwischen fast genauso groß wie die Bereiche, in denen das angestammte Microsoft-Geschäft aufging. Im vergangenen Quartal wuchs ihr Umsatz um 17 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar.

Die Erlöse mit der Cloud-Plattform Azure wurden mit einem Sprung von 93 Prozent fast verdoppelt – ihre genaue Höhe nennt Microsoft jedoch weiterhin nicht.

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Taphome: GSM-Alarmanlage mit App-Steuerung im Test

Das Alarmsystem von Taphome zur Selbstmontage macht vieles anders. Es bietet deutlich weniger Funktionen als die Konkurrenz, ist aber günstig und hat seinen Einsatzzweck.

Das Taphome-System ist nach den Alarmanlagen von Abus, Gigaset und Bosch das vierte Modell, das wir ausführlich in der Praxis getestet haben. Es richtet sich an Bastler und Selbstbauer und kommt ohne professionelle Montage aus. Der Hersteller garantiert eine Einrichtung innerhalb von 30 Minuten, ansonsten gibt's das Geld zurück.

Mehr Informationen zu Alarmanlagen im Allgemeinen, zur Planung und den Gründen, warum die Polizei von Technik für den Selbsteinbau nicht viel hält, gibt es in unserem Grundlagen-Artikel Smart-Home-Alarmanlagen selbst planen und einbauen.

Als wir Smart-Home-Alarmanlagen zum Test angefordert hatten, dachten wir an Systeme mit Internet-Anbindung, Push-Mitteilung und Status-Anzeigen per App. So ganz will das System von Taphome nicht dazu passen, obwohl es sich auch per App steuern lässt. Es kommt ohne Internet-Anbindung aus, zur Kommunikation mit dem Rest der Welt setzt es auf das Handy-Netz und eine Prepaid-SIM-Karte.

Auf den ersten Blick hat das viele Nachteile. Ein virtueller Blick in die Wohnung („Sind alle Türen und Fenster geschlossen?“) entfällt ebenso wie Batteriestandsmeldungen der Sensoren in der App. Statt komfortabler, assistenzgeführter Installation, wie wir sie vorbildlich beispielsweise bei Bosch gesehen haben, gibt es hier „nur“ ein gedrucktes Handbuch. Dass dieses ganz hervorragend ist und auf der anderen Seite weder Cloud-Konto noch Internet-Zugang nötig sind, macht einiges wieder wett. So eignet sich das System beispielsweise für abgelegene Ferienhäuser, kleine Geschäfte wie Kiosks, Mobile Homes oder Wohnwagen ohne DSL-Flatrate. Es gibt auch ein passendes Kabel zur Energievrsorgung per Zigarettenanzünder-Stecker.

Im Starter-Set ist enthalten, was man zur grundlegenden Absicherung braucht: Alarmzentrale, zwei Fernbedienungen zum Schärfen und Entschärfen mit Panik-Taste, ein Bewegungsmelder und ein Magnetkontakt zur Überwachung von Türen und Fenstern. Weitere Sensoren kosten vergleichsweise wenig Geld (Bewegungs- oder Rauchmelder ca. 30 Euro, Türkontakt ca. 20 Euro). Außerdem gibt es noch eine Funk-Tastatur zur Code-Eingabe und eine Außensirene. Weitere Gefahrenmelder, die beispielsweise die Gaskonzentration oder Wasserlecks melden, gibt es ebensowenig wie integrierbare Überwachungskameras. Wer von unterwegs einen Blick ins Haus werfen möchte, findet passende Kameras mit Cloud-Speicher in unserem Überwachungskamera-Vergleichstest; dafür ist dann aber eine Internet-Verbindung nötig.SEO

Die Komponenten sehen ansprechend aus und sind hochwertig verarbeitet. Die Alarmzentrale besteht aus einem glänzend-weißen Gehäuse, das Hersteller-Logo leuchtet in verschiedenen Farben und gibt so Feedback. Eine kleine Sirene und ein Puffer-Akku für den Weiterbetrieb bei Stromausfall sind integriert.

Der Bewegungsmelder ist relativ klein und unauffällig, eine passende Wandhalterung mit Kugelgelenk zur optimalen Ausrichtung liegt bei. Der Magnetkontakt ist allerdings vergleichsweise groß und trägt auf Türen und Fenstern dick auf, Smart-Home-Sensoren – etwa von Xiaomi – sind deutlich kleiner. Bei der Montage hatten wir in der Praxis kein Problem, aber unauffällig geht anders.

Zum scharf und unscharf Schalten bieten sich die beiden Funkfernbedienungen an, die allerdings ungeschützte Tasten haben. Bei uns kam es zwar nicht vor, dass sich Funktionen in der Tasche aktiviert haben, aber es ist im Rahmen des Möglichen. Dass die Steuerung per Fernbedienung nicht mit der Einhaltung der Zwangsläufigkeit einhergeht, zeigt, dass es sich bei dem System schlicht nicht um ein professionelles Alarmsystem handelt. Denn dann darf sich das System nicht aktivieren lassen, solange Türen oder Fenster geöffnet sind oder sich jemand in den überwachten Bereichen aufhält. Außerdem muss technisch sichergestellt sein, dass gesicherte Bereiche nicht betreten werden können. Die dafür nötigen Komponenten wie Motor- oder Blockschlösser verkauft Taphome nicht.

Zu Inbetriebnahme der Alarmzentrale ist eine SIM-Karte zwingend notwendig. Bei uns war eine O2-Free-Prepaidkarte dabei, die wir per Video-Identifizierung mit Personalausweis innerhalb weniger Minuten über die Smartphone-App der Post (Postident) aktivieren konnten. Etwa eine Stunde später war die Karte aktiv. Bevor man sie in die Alarmzentrale einlegt, muss man sie zunächst in ein Smartphone stecken und die PIN-Abfrage deaktivieren. Das ist ein nerviger Zusatzschritt, zumal aktuelle Smartphones das kleine Nano-SIM-Format nutzen, die Alarmanlage aber die größere Mini-SIM aufnimmt. Praktischerweise hat der Hersteller SIM-Adapter samt Öffnungstool beigelegt. So klappt alles auf Anhieb, ohne, dass man noch zusätzliches Werkzeug oder andere Komponenten benötigt.

Danach steckt man das Netzteil in die Steckdose, das Kabelende in die passende Buchse auf der Rückseite der Alarmanlage und stellt den versteckt hinten und per Sabotagekontakt überwachten Schiebeschalter an. Ist die SIM-Karte aktiv, war es das: Das System ist startklar. Die mitgelieferten Komponenten (zwei Fernbedienungen, Bewegungsmelder, Magnetkontakt) sind bereits angelernt. Dank integriertem Puffer-Akku läuft das System auch bei Stromausfall weiter. Geht die eigene Batterie zur Neige, meldet sich das System per SMS.

Da die zugehörige App mangels Internet-Anbindung lediglich per SMS mit dem Taphome-System kommuniziert, gibt es keinen Konfigurations-Wizard. Wie das Anlernen weiterer Sensoren und Aktoren funktioniert, verrät die Anleitung. Es klappt mittels Hardware-Tasten an Sensoren und Zentrale ohne große Probleme. Das Zuordnen verschiedener Alarmzonen mittels Steckbrücken (Jumpern) im Inneren der Sensoren ist aber im Vergleich zu den anderen von uns getesteten Systemen arg antiquiert. Über die Zonen stellt man beispielsweise ein, welche Sensoren auch bei abgeschalteter Anlage noch Alarm auslösen (Rauchmelder), welche bei Anwesenheit der Bewohner nicht aktiv sein sollen (Bewegungsmelder) und welche erst mit Verzögerung Alarm auslösen sollen (Magnetkontakt an der Eingangstür).

Im Vergleich zu unserem bisherigen FavoritenAbus Smartvest (Testbericht) sind Komponenten zum Nachkaufen bei Taphome richtig günstig: Tür- und Fensterkontakte kosten etwa die Hälfte, aber auch Bewegungs- und Rauchmelder sind deutlich günstiger.

Dass es keinen Wasserstands- oder Feuchtigkeitsmelder gibt, ist schade. Gerade für den Einsatzzweck im Ferienhaus machen solche Sensoren Sinn. Dafür gibt es ansonsten aber alles, was man braucht – inklusive Code-Tastatur, um Dritten auch ohne Fernbedienung und App-Zugriff die Möglichkeit zu geben, die Anlage zu deaktivieren.

Wirklich nötig ist die Alarmsirene ab gut 50 Euro. Zwar gibt es einen Lautsprecher in der Alarmzentrale, doch der ist bei weitem nicht laut genug, um Einbrecher ernsthaft abzuschrecken. Zum Test lag uns dieses Produkt nicht vor, weswegen wir keine Einschätzung zu Lautstärke und Montage abgegeben können. Da alle anderen Module aber per Sabotagekontakt gegen Manipulation geschützt sind, gehen wir bei der Sirene auch davon aus.

Wie gesagt: Die App entpuppt sich in der Praxis fast als Mogelpackung. Zur Erstkonfiguration muss man die Telefonnummer der in der Anlage eingelegten SIM-Karte und seine eigene Handy-Nummer (zur Legitimation der Administration) angeben. Die App generiert daraus eine etwas kryptische SMS, die man von Hand noch editieren kann, um weitere Alarm-Telefonnummern hinzuzufügen. Man schickt die Nachricht ab, das war's.

Danach beschränkt sich die App primär auf das Schärfen und Entschärfen des Systems. Die Oberfläche ist übersichtlich, unter iOS ist der Zugriff auf Wunsch komfortabel per TouchID geschützt. Drückt man einen Knopf, generiert die App wieder eine SMS, die man dann an die Anlage schickt. Sehr einfach, sehr rudimentär, aber es funktioniert. Was weitgehend auf der Strecke bleibt, sind Rückmeldungen: Ist die Alarmanlage scharf oder nicht? Welcher Sensor hat Alarm ausgelöst? Sind alle Fenster geschlossen? Gehen bald die Batterien in den Sensoren zur Neige?

Wer möchte, kann in den Einstellungen Bestätigungs-SMS aktivieren. Viele Informationen, die echte Smart-Alarmanlagen anzeigen können, gibt es hier dann trotzdem nicht – aber man hat zumindest den Überblick über den Systemzustand. Der Haken daran sind freilich die entstehenden Kosten: Beim O2-Free-Tarif der mitgelieferten SIM-Karte kostet jede SMS 9 Cent. Keine große Summe, aber es läppert sich – und man muss daran denken, die Prepaid-Karte regelmäßig aufzuladen oder einzustellen, dass die Karte bei Unterschreiten eines gewissen Guthabens selbsttätig per Lastschrift nachlädt.

Die Anbindung an andere Smart-Home-Systeme ist mangels Schnittstellen nur sehr begrenzt möglich, immerhin steht die SMS zur Verfügung.

Wird Alarm ausgelöst, aktiviert sich zunächst die interne Sirene in der Alarmzentrale. Gleichzeitig schickt die Anlage SMS-Nachrichten an die hinterlegten Mobilnummern und informiert über den Grund der Auslösung. Das ist rudimentär, denn es gibt keine Unterscheidung nach einzelnen Sensoren, sondern nur nach Zonen. Wer zusätzlich weitere Rufnummern hinterlegt (unkomfortabel per Konfigurations-SMS), bekommt auch einen Anruf.

Aufschalten auf Sicherheitsdienstleister lässt sich die Anlage nicht. Um so wichtiger ist es, dass man sich bereits vor dem Kauf seine Gedanken macht, was im Alarmfall passieren soll. Ja, eine Sirene kann abschrecken, aber es sollte auch jemand reagieren. Nachbarn oder Verwandte möchte man im Normalfall eher nicht in die Hände potentieller Einbrecher schicken.

Wer keinen Sicherheitsdienstleister will und im Zweifelsfall weit vom Ort des Alarms weg ist, kann für die Erstkontrolle auf eine IP-Kamera setzen. Dann aber braucht es wieder einen Internet-Zugang – und dann könnte man theoretisch auch eine wirklich smarte Alarmanlage verbauen.

Mangels Internet-Zugang ist zumindest die Gefahr von Hacker-Angriffen deutlich reduziert. Die Kommunikation zwischen Smartphone und Taphome per SMS und App läuft aber unverschlüsselt ab. Wer den Inhalt der SMS-Nachrichten ausliest, sieht den PIN-Code. Ganz so gravierend ist das Problem allerdings nicht, da das System nur auf Nachrichten von hinterlegten Handynummern reagiert.

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten erfolgt per Funk im 433-MHz-Band. Die Telegramme sind vermutlich nicht verschlüsselt, wir warten noch auf eine Stellungnahme des Herstellers. Für Hochsicherheitstrakte ist das System daher nicht geeignet, aber da würde es auch schon vorher durchfallen.

So wirklich smart ist die GSM-Alarmanlage von Taphome nicht. Ihre Stärke ist die einfache Konfiguration. Das ist aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass es nur wenige Optionen und Einstellungsmöglichkeiten gibt.

Wer ein kostengünstiges Alarmsystem für ein kleines Objekt sucht, an dem es zwar keinen Internet-Anschluss, aber Handy-Empfang gibt, kann mit der Taphome-Alarmanlage einen guten Deal machen. Anlage und Komponenten sind günstig und ordentlich verarbeitet, der Alarm wurde in unseren Tests zuverlässig ausgelöst.

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