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Nokia Here ab sofort auch für das iPhone

Seit einiger Zeit kann sich Google Maps auf der Android-Plattform warm anziehen und nun bekommt man auch noch unter iOS starke Konkurrenz: ab heute wird man Nokias Navigationslösung Here auch für das iPhone bekommen. Nach eigenen Angaben konnte man auf der Android-Plattform mittlerweile 4 Millionen Downloads generieren, nun folgt der nächste Streich.

Nokia Here für iOS

 

Wie unter Android auch, verfügt die iOS-App von Here über einen großen Vorteil gegenüber den Apple Maps oder den Google Maps, denn man bietet die Karten offline an. Zuhause im heimischen WLAN die Karten herunterladen und unterwegs offline nutzen – vielleicht, weil das Datenvolumen knapp, die Verbindung schlecht oder man im Ausland unterwegs ist.

Nokia Here bietet derzeit 150 Länder für die Offline-Nutzung zum Herunterladen an, in mehr als 118 Ländern steht zudem offline eine Fußgängernavigation für euch bereit. Weiterhin gibt es eine Routenführung für den öffentlichen Personennahverkehr für mehr als 950 Städte in über 50 Ländern, die ebenfalls offline nutzbar sind.

Wer die App online nutzt, der bekommt zudem Echtzeit-Verkehrsinformationen für mehr als 40 Länder, unter anderem Deutschland, Frankreich, die USA, Russland und das Vereinigte Königreich. Ich konnte die App bereits im Vorfeld auf meinem Weg nach Berlin ausprobieren.

Anklicken um

Die Navigation brachte mich zielsicher von meinem Heimatort nach Berlin. Trotz langer Fahrt war der Test als solches kurz, denn sowohl offline als auch online funktionierte die App ohne Probleme und informierte mich zudem über Vorschriften in Sachen Geschwindigkeit, die Sprachausgabe war dabei jederzeit verständlich, die Anleitungen präzise. HiFi-Stimmen lassen sich auf Wunsch aber zusätzlich herunterladen, eine entsprechende Möglichkeit findet man in den Einstellungen der Here App für iOS.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, dem zeigt HERE, wo sich Bahnhöfe, Stationen und Bushaltestellen befinden, wo man umsteigen muss und an welcher Station man aussteigen sollte, dies konnte ich allerdings noch nicht ausprobieren.

Bei eingeschalteter Internetverbindung liefert der “Hybrid Engine” von Here übrigens eine Kombination aus gespeicherten Karten und Online-Informationen – unter anderem eine Echtzeit- Verkehrsanzeige (in 40+ Ländern), Echtzeit-Informationen zum öffentlichem Verkehr (25 Städte) und zahlreiche Informationen wie Reviews und Bilder zu bestimmten Orten, Sehenswürdigkeiten und Restaurants auf der Karte.

Wer mag, der kann sich zudem Sammlungen anlegen. Die Option „Sammlungen“ bietet die Möglichkeit, bestimmte Orte zu speichern, um zu jeder Zeit einfach und schnell darauf zurückgreifen zu können. Sammlungen können mit jeder Here App erstellt und eingesehen werden – auf iOS, Android, Windows Phone oder einfach im Browser auf here.com. Die App bekommt von mir auf jeden Fall den Daumen nach oben und ich finde, ihr solltet sie ruhig einmal ausprobieren. (Anmerkung: Der App Store hat am 11.03.2015 eine Störung, gut möglich, dass ihr die App derzeit nicht laden könnt)

Die App wurde nicht im Store gefunden. 🙁 #wpappbox

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Sicherheitslücke aus den 90ern macht Safari und den Stock-Android Browser anfällig für Hacker-Angriffe

Ein Kryptographen-Team hat eine Sicherheitslücke entdeckt, die Nutzer von Apples Browser Safari für Mac und iOS sowie Googles Stock-Browser für Android anfällig für Hacks macht. Der Knackpunkt bei der Sicherheitslücke ist, dass sie seit den 1990er Jahren besteht.

MacBook

Die Sicherheitslücke wurde von den Kryptographen “Factoring attack on RSA-EXPORT Key” oder kurz “FREAK-Attack” getauft. Diese soll Safari für den Mac und iOS und den Stock-Browser für Android auf bestimmten Seiten  anfällig für fremde Zugriffe machen. Auf einer dedizierten Seite der FREAK-Studie werden die betroffenen Seiten aufgelistet, unter denen sich eine Handvoll deutsche Seiten wie Giga.de, Testberichte.de, Filmstarts.de usw. befinden.

Grund für die Anfälligkeit ist eine Verschlüsselungsmethode der US-amerikanischen Regierung aus den 90er Jahren, die damals Webseitenbetreibern vorschrieb, dass Besucher aus Übersee nur mit einer schwachen 512-bit Verschlüsselung auf die Seiten zugreifen dürfen, wohingegen Amerikaner mit einer sichereren Verschlüsselung Seiten besuchen konnten. Damals gab es noch keine SSL-Verschlüsselung, bzw. befand sie sich damals noch in der Entwicklungsphase.

Doch die SSL-Entwickler hatten damals einen Mechanismus entwickelt, der beide Verschlüsselungen bewerkstelligen konnte. Als die US-Regierung die Vorschrift wieder einstampfte, war es schon zu spät und der Mechanismus wurde bereits in unzähliger Software genutzt.

Das Kryptographen-Team war laut eigener Aussage demnach in der Lage besagten Browser die schwache 512-bit Verschlüsselung aufzuzwingen, die schlussendlich nach sieben Stunden mithilfe von 75 Computern gehackt waren. Zum Vergleich: Mit einer 1024-bit Verschlüsselung würde das Team ein paar Millionen Computer und rund ein Jahr benötigen, um einen der Browser zu hacken.

Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, meldete sich Professor Matthew Green, seines Zeichens Forscher am Johns Hopkins Institute zu Wort. Er meint, dass diese zweigleisige Verschlüsselungsmethode in der Theorie dazu dienen konnte, der NSA Zugriff auf die Kommunikation von ausländischen Besuchern zu ermöglichen. Dies lässt natürlich Fragen offen, inwieweit die NSA dies in den letzten 20 Jahren bereits für sich genutzt hat, um Hintertüren in Software oder Webseiten einzubauen.

Jedenfalls sind sich sowohl Apple als auch Google der Sicherheitslücke bewusst und versprachen ein Sicherheitsupdate. Apple will ein Update für Safari für iOS und Mac bereits in der kommenden Woche ausrollen. Auch Google arbeitet an einem Patch, jedoch hängt der Rollout zeitlich von den jeweiligen Mobilfunkanbietern und Herstellern ab, da diese final den Patch an die Geräte ausliefern müssen. Wer nun verunsichert ist, könnte in der Zwischenzeit zum Chrome Browser für PC, Mac oder Mobile überwechseln. Dieser ist offenbar nicht für die Sicherheitslücke anfällig.

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Bloomberg: Kein großes iPad Pro vor September

Es ist immer wieder witzig, wenn sich Produkte verzögern, die noch nicht einmal angekündigt sind. Von einer Verzögerung kann also keine Rede sein, weil einen Termin gab es ja noch nicht. Dennoch gibt es neue Informationen zu einem eventuellen iPad Pro, das 12,9 Zoll-Monster, welches schon so einige Male in der Gerüchteküche auftauchte. Bloomberg will wissen, dass sich die Produktion auf September 2015 verschiebt, da es Problemen mit der Displayfertigung gibt. Ursprünglich wäre die Produktion für dieses Quartal angedacht gewesen.

Apple

Mit dem “iPad Pro” soll sich Apple vor allem an Business-Kunden richten, die die Geräte anstatt Laptops einsetzen sollen. Die Business-Kundschaft ist auch diejenige, die iPads generell am Leben halten soll und sogar für Wachstum auf dem schwächelnden Tablet-Markt sorgen könnte, wie Investor Carl Icahn anmerkt. Im Comsumer-Bereich sind Tablets dank größerer Smarpthones nicht mehr so beliebt, folglich müssen sich die Unternehmen andere Wege suchen, um Geräte gewinnbringend an den Mann zu bringen.

Alles höchst spekulativ, wie bereits erwähnt handelt es sich hier um ein Produkt, das es offiziell gar nicht gibt. Nur weil Apple eventuell ein größeres iPad entwickelt oder testet, heißt dies ja noch nicht, dass dieses auch jemals auf den Markt kommen wird.

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Adobe Lightroom für Android vorgestellt

Es ist schon witzig zu beobachten: als die “mobile Revolution” losging, waren es die kleinen, jungen Firmen, die mit frischen Ideen auf den jungen Plattformen punkten konnten. Doch Mobile ist mittlerweile fast erwachsen geworden und viele große Firmen mussten umdenken, mussten schauen, wie sie ihre Desktop-Konzepte auf die mobile Plattform bringen.

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Mittlerweile ist da einiges passiert, Microsoft testet fleißig die Beta von Office auf Android und bei Adobe hat man nun die nächste Software für die mobile Plattform freigegeben: Adobe Lightroom. Sicherlich für viele auch auf dem Desktop eine Software, die links liegen gelassen werden kann, doch der kreative Teil der Nutzer wird sich sicherlich über den Neuzugang freuen.

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Adobe Lightroom weist die selbe Funktionalität auf, wie die Version für iPad oder iPhone, Nutzer können Fotos bearbeiten und auf Wunsch auch synchronisieren. Adobe Lightroom läuft mit Android Jelly Bean, KitKat oder Lollipop und ist bisher nicht auf Tablets angepasst. Nutzer müssen Abonnent der Creative Cloud sein, um Lightroom Mobile zu nutzen, die Nutzung ist im Paket mit Photoshop und Lightroom für den Desktop möglich.

 

OnePlus One im Test: Preisbrecher oder Papiertiger?

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Mit dem OnePlus One hat der erst im Dezember letzten Jahres gegründete chinesische Hersteller mächtig vorgelegt. Das Smartphone verfügt über Spezifikationen auf High End-Niveau und kostet mit einem Preis von rund 300 Euro für die 64 GB-Version nur die Hälfte aktueller Topmodelle, seit dem Verkaufsstart ist das One aber rar gesät. Wir haben uns das Gerät näher angesehen und verraten in unserem Testbericht, ob das One nur ein Papiertiger in Sachen Spezifikationen ist oder tatsächlich ein Preisbrecher, der den immensen Hype um das Gerät rechtfertigt.

OnePlus ist ein junges Unternehmen, das von Ex-OPPO-Chef Pete Lau und weiteren ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens gegründet wurde, in gewissem Grade ist OnePlus aber weiter mit Oppo verbandelt, was sich auch in der Tatsache zeigt, dass das OnePlus One dem Oppo Find 7a in vielerlei Hinsicht ähnelt.

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Als das OnePlus One im April offiziell vorgestellt wurde, war die Begeisterung groß. Die Spezifikationen des One sind auf gleichem Niveau wie die Oberklasse-Geräte der großen Hersteller wie Samsung, HTC oder Sony. Auch das Design ist ansprechend. Aber nicht nur mit Hard- wie Software ließ der Hersteller die Herzen der Tech-Gemeinde höher schlagen, auch die Preise der beiden Modelle, die sich nur in puncto Farbe und Flashspeicher unterscheiden, ist als Kampfansage an etablierte Hersteller zu verstehen.

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Zwei Speichergrößen, zwei Farben: Das weiße Modell verfügt über 16 GB internen Speicher, das schwarze OnePlus One hingegen besitzt 64 GB.

Denn die 16 GB-Version in Weiß und die schwarze Variante mit ungewohnt üppigen 64 GB internem Speicher schlagen lediglich mit 269 respektive 299 Euro zu Buche. Android-Fans freuen sich zudem über die Software-Wahl, denn sie ist in Kooperation mit den Custom ROM-Bastlern von Cyanogen Inc. entstanden: Auf dem Gerät läuft eine spezielle Version der CyanogenMod 11, basierend auf Android 4.4 KitKat.

Ein Gerät mit einer solchen Ausstattung zum genannten Preis würde wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln über die Ladentheke gehen, wäre da nicht eine große Einschränkung: die Art, wie das OnePlus One verkauft wird. Denn man konnte es bislang ausschließlich dann erwerben, wenn man einen Invite erhalten hat. Das Einladungssystem ist zwar seit wenigen Wochen beinahe Geschichte, dennoch scheint die Verfügbarkeit des One weiterhin begrenzt zu bleiben. Über Zwischenhändler sind die Geräte meist teurer.

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Optik, Haptik und Verarbeitung

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Doch ehe wir noch länger über die Verkaufspolitik lamentieren, gehen wir lieber auf das Gerät selbst ein, denn das kann sich durchaus sehen lassen. Das One mag aus der Sicht des Testers vielleicht nicht unbedingt einen Schönheitswettbewerb gewinnen, hier spalten sich aber die Meinungen in der Redaktion. OnePlus hat gewiss eine Menge richtig gemacht: Das Phablet mit seinem 5,5 Zoll in der Diagonale messenden Display ist auf der Vorderseite mit einem silberfarbenen Rahmen aus Kunststoff versehen, der den Screen umfasst und auf Ober- und Unterseite einen kleinen Abstand – eine Nase – zwischen Display und Rahmen produziert.

Der Rahmen selbst ist oben und unten zudem leicht geschwungen, sodass der Eindruck erweckt wird, als würde der Screen an den Enden ein Stück aus dem Gehäuse herausstehen. Das ist natürlich nicht der Fall, die Konstruktionsweise produziert allerdings den Effekt, dass das Gerät filigraner wirkt als es ist. Einen funktionalen Mehrwert bietet dies nicht, dennoch handelt es sich um ein feines Design-Detail. Problem dieser Bauweise: Auf der Nase kann sich, vor allem wenn man es regelmäßig in der Hosentasche mit sich trägt, Staub ansammeln, den man aus den feinen Winkeln entweder mit einem Brillenputztuch oder einer Zahnbürste entfernen muss.

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Uns liegt die 64 GB-Version des OnePlus One vor, die die so genannte „Sandstone Black“-Rückseite besitzt. Die weiße Version mit 16 GB Speicher ist bedeutend seltener zu haben – wir spekulieren, dass OnePlus diese Variante mittlerweile eingestellt hat (wie auch die StyleSwap-Cover), da die Preisdifferenz von nur 30 Euro zwischen den beiden Modellen die meisten Interessenten wohl ohnehin zur größeren Variante greifen lässt.

Das Besondere an der schwarzen Variante ist die Materialbeschaffenheit: Denn anstelle einfach auf einen matten oder glatt-glänzenden Kunststoff zu setzen, ist die sehr schwer abnehmbare Rückseite aufgeraut und fühlt sich an wie eine Mischung aus feinem Sandpapier und Samt. Dank dieser Beschichtung liegt das Gerät rutschfest in der Hand und besitzt eine Haptik wie derzeit kein anderes Gerät. Mit der Zeit greift sich die raue Rückseite zwar etwas ab, doch von Abnutzung kann auch nach Wochen der aktiven Verwendung nicht die Rede sein. Man sollte allerdings Vorsicht walten lassen, wenn man das Gerät mit fettigen Fingern anfasst oder versehentlich Flüssigkeit verschüttet, denn die Beschichtung ist diesbezüglich empfindlich. Im Unterschied zu einer regulären Kunststoffrückseite lässt sich das Cover nicht einfach mit Wasser abwaschen. Austauschcover schlagen mit 25 Euro zu Buche, wenn man denn eines bekommt.

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Wo wir schon bei der Rückseite sind: Auf dieser befindet sich abgesehen von der hübschen Sandstone-Schale die 13 MP-Kamera mitsamt LED-Blitz, ein OnePlus-Logo und ein CyanogenMod-Schriftzug mitsamt eines FCC-Logos sowie weiteren technischen Informationen.

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Auf der Oberseite des Geräts sitzen rechtsbündig eine Audiobuchse und ein Mikrofon. Linksseitig sitzen die Lautstärkewippe sowie ein Schacht für den Micro-SIM-Tray, ein zusätzlicher Schlitten für nano-SIMs wird seit neuestem ebenfalls mitgeliefert. Dieser lässt sich entweder mittels des mitgelieferten Dorns oder einer Büroklammer herausholen. Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich der Power-Button und auf der Unterseite die obligatorische microUSB-Buchse sowie Stereo-Lautsprecher.

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Die Front wird beinahe vollständig vom Display eingenommen, lediglich oberhalb des Screens befindet sich eine 5 MP-Frontkamera und die Hörermuschel, die in mattem Schwarz gehalten ist. Unter dem Screen sind kapazitive Tasten zu finden, die bei deaktiviertem Screen nicht zu erkennen sind. Auch bei beleuchtetem Display sind sie nur leicht illuminiert – deutlich genug aber, um ihre Funktionen zu erkennen: Links: Menü, Mitte: Home, Rechts: Zurück. Eine Besonderheit am OnePlus One ist, dass sich die kapazitiven Bedienfelder komplett abschalten und durch On-Screen-Tasten ersetzen lassen können. Selbst als eingefleischter On-Screen-Button-Anhänger hält der Autor die kapazitiven Buttons beim OnePlus für die bessere Option, da sich das Gerät mit diesen besser einhändig bedienen lässt. Überdies wird der Raum unterhalb des Displays nicht vollends verschwendet.

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Was Verarbeitung und Haptik des One anbelangt, so kann man OnePlus gratulieren, denn der Hersteller hat ganze Arbeit geleistet. Das Gerät liegt trotz seines großen Displays dank der leicht gebogenen Rückseite gut in der Hand. Natürlich muss man mit dem Formfaktor etwas anfangen können – das ist zu 40 % Geschmacks- und zu 60 % Gewöhnungssache. Das Gewicht des OnePlus One ist ausgewogen auf das Gerät verteilt, was dem Handling zuträglich ist. In Sachen Verarbeitung ist kaum etwas zu beanstanden, denn es sind nur geringe Spaltmaße auszumachen – nichts wackelt oder knirscht. Etwas schade ist die Wahl von Material und Größe bei Lautstärkewippe und Power-Buttons, denn sie bestehen aus Kunststoff und wirken filigran, lassen sich dabei aber mit ein wenig Gewöhnung gut ertasten. Positiv hervorzuheben sind zudem die deutlich definierten Druckpunkte der Knöpfe.

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Display

Der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Mobilgerätes, sei es Smartphone, Tablet oder Phablet, ist das Display. OnePlus hat seinem Erstling ein 5,5 Zoll in der Diagonale messendes IPS-Display mit Full HD-Auflösung verpasst, das aus dem Hause Japan Display stammt. Bildqualität und Farbbrillanz des LC-Display überzeugen, auch die Schwarzwerte können sich sehen lassen. Bei der Darstellung von Weiß ist ein leichter Blaustich zu erkennen, der aber nur wahrgenommen wird, wenn ein Vergleichsgerät vorliegt – in unserem Fall unter anderem ein Nexus 5. Generell ist die Farbdarstellung etwas kühler als bei anderen Geräten, dies ist aber Absicht von OnePlus. Wem das nicht gefällt, hat die Möglichkeit, sie in den Einstellungen anzupassen.

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Lichthöfe sind nicht wahrzunehmen, dafür liegt bei unserem Testexemplar der bekannte „Yellow Tint“ an der Unterseite vor, von dem aber offenbar nicht alle Geräte betroffen sind. Dieser Gelbstich wird von Betrachter zu Betrachter unterschiedlich stark wahrgenommen. Dem Tester fiel die Gelbfärbung wenig auf, Kollege Frank empfindet sie als störend – er kann sie lediglich ertragen, wenn der die On-Screen-Buttons aktiviert. Abgesehen davon bietet das Display eine solide Blickwinkelstabilität, bei der weder Schatten noch Grauschleier erkannt werden können.

Die Grundhelligkeit im Automatik-Modus könnte eine Nuance heller sein, allerdings sind auch bei Sonneneinstrahlung alle Inhalte erkennbar – bei voller Helligkeitsstufe selbstredend um einiges besser. Was negativ auffällt, ist die fehlende oleophobe Beschichtung: Auf dem Display sind Fingerabdrücke deutlich zu erkennen. Wer dies als grundsätzliche störend empfindet, sollte stets ein Microfasertuch bei sich führen.

Hardware und Performance

OnePlus hat beim One nicht an der Ausstattung gespart. Im Inneren des 299 Euro-Smartphones schlummert ein Snapdragon 801-Quad Core-Prozessor mit einer Maximaltaktung von 2,5 GHz, der von der obligatorischen Adreno 330-Grafikeinheit und 3 GB RAM unterstützt wird. Diese Hardwarekombination ist beispielsweise auch im LG-Topmodell G3 und dem Samsung Galaxy S5 zu finden, wobei die 16 GB-Variante des G3 und das Samsung-Flaggschiff jeweils mit 2 GB Arbeitsspeicher auskommen müssen. In Kombination mit der im Unterschied zu TouchWiz und LGs Optimus UI ressourcenfreundlichen CyanogenMod 11s spielt das OnePlus One in Sachen Performance ganz vorne mit. Sowohl in der Alltagsnutzung als auch bei Ressourcen-intensiven Spielen zeigt das Gerät keine Schwächen.

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Die Nutzeroberfläche ist stets flüssig, Ruckler sind nicht auszumachen. Genauso verhält sich das Smartphone bei grafisch aufwändigen Games wie beispielsweise Riptide GP2 und Assassin’s Creed: Pirates – sie lassen sich in hoher Darstellungsqualität spielen, ohne dass es zu Aussetzern oder Denkpausen kommt. Die hohe Performance des Smartphones lässt selbst anspruchsvollen Nutzern keine Wünsche offen.

Benchmarks zum OnePlus One

Benchmark OnePlus One LG G3 (2 GB RAM) Samsung Galaxy S5
Antutu 5.1 Total 46752 37047 38764
Antutu UX (Multitask/Runtime) 7692/2570 6978/1946 6455/1711
Antutu CPU Multi (integer/float) 3463/4273 3037/3295 2958/3683
Antutu CPU Single (integer/float) 2083/2520 2069/2353 1940/2462
Antutu RAM (Operation/Speed) 2195/1935 1946/1563 1919/1414
Antutu IO (Storage/Database) 2217/670 1077/665 764/665
CF-Bench 1.3 Overall 36130 36199 35542
CF-Bench Java 33546 33834 33239
CF-Bench Native 40008 39747 39409
GFXBench v3.0.16 T-Rex Offscreen 1080p 1599 Frames
28,6 fps
1521 Frames
27,2 fps
1540 Frames
27,5 fps
GFXBench Manhattan Offscreen 1080p 764 Frames
12,3 fps
712 Frames
11,5 fps
728 Frames
11,7 fps
GFXBench T-Rex Onscreen 1622 Frames
29 fps
1142 Frames
20,4 fps
1562 Frames
27,9 fps
GFXBench Manhattan Onscreen 764 Frames
12,3 fps
441 Frames
7,1 fps
731 Frames
11,8 fps

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Die Kamera des OnePlus One

Performance und Display des OnePlus One können überzeugen, doch wie sieht es mit der verbauten Hauptkamera aus, hat der Hersteller an dieser Stelle gespart? Auf dem Papier klingt die Kamera durchaus gut. Schließlich ist eine Optik mit 6 Linsen verbaut, OnePlus setzt außerdem auf den noch recht neuen Sony IMX214, der auch im Huawei Ascend Mate 7 und im Nexus 6 zu finden sind. Hier muss indes noch angemerkt werden, dass die Kamera im Google-Phablet um einen optischen Bildstabilisator (OIS) ergänzt wurde. Dieser fehlt im OnePlus One leider – und das macht sich auch bemerkbar.

Bei normalem Tageslicht lassen sich mit der Hauptkamera gute Resultate produzieren. Die Farben sind ausgeglichen und wirken natürlich. Wie bei nicht wenigen Smartphone-Kameras benötigt man aber, vor allem bei nicht optimalen Lichtverhältnissen, zumeist mehr als einen Anlauf, bis das Foto sitzt. Mitunter fokussiert die Kamera aufs falsche Objekt, bei Fotos unter schwierigen Lichtbedingungen kommt es rasch zu Verwacklern.

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Letzteres ist hauptsächlich dem Fehlen des OIS zu verdanken – im One steckt nur eine Software-Lösung, die kein Vergleich zu einem echten Bildstabilisator ist. Auch wenn viel gemeckert wird, die Kamera ist dennoch solide, hebt sich im Alltagsgebrauch nur nicht aus der Masse hervor. Die Frontkamera besitzt einen 5 MP-Sensor und ist für Selfies bei Tageslicht und zur Videotelefonie zu gebrauchen.

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Fotos in voller Auflösung

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Ein paar Funktionen der Kamera-App sind, insbesondere für Hobbyfotografen, eine nützliche Angelegenheit. Einerseits unterstützt die CyanogenMod 11s-Kamera-App die Aufnahme von Bildern im RAW-Bildformat, sodass Profis das Bildmaterial später am Computer weiterverarbeiten kann, um mehr aus seinen Fotos herauszuholen. Zum anderen ist es möglich, Fotos mit Langzeitbelichtung aufzunehmen. Für die Funktion ist es unabdingbar, das Smartphone mittels eines Stativs zu fixieren. Was man aus dem OnePlus mittels der Low Light-Features herausholen kann, zeigt unter anderem Robin Wong in seinem Blogeintrag.

Videoaufnahmen sind in Auflösungen von bis zu 4K möglich, ferner lassen sich Slow Motion-Clips mit 120 fps schießen. Die Bildqualität der Videos ist brauchbar, aber auch in dieser Disziplin macht sich der fehlende optische Bildstabilisator bemerkbar.

Hier ein Video-Sample in 4K-Auflösung:


(YouTube-Direktlink)

Bei der Kamerasoftware setzt OnePlus auf eine Lösung von Cyanogen Inc., die auch die zugrunde liegende Firmware CyanogenMod 11s entwickelt haben. Die Kamera-App ist intuitiv bedienbar, die Bedienelemente übersichtlich angeordnet. Ferner lassen sich weitere Einstellungen zur Anpassung der Kamera-Auflösung, Video und weiterer Optionen mit einem Tap erreichen. Durch eine Wischgeste über das Display von oben nach unten oder umgekehrt, kann der Nutzer verschiedene Modi wie Automatisch, HDR und diversen Filtern wählen, die in Echtzeit angezeigt werden. Auch der Wechsel zwischen Kamera, Videoaufnahme und Panorama-Funktion ist direkt vom Hauptmenü möglich.

Die App weiß gerade ob ihrer Einfachheit zu gefallen, allerdings kann es durchaus vorkommen, dass man versehentlich per Tap-to-Focus ein Objekt scharf stellen möchte und im gleichen „Wisch“ versehentlich den Modus verstellt. Gerade am Anfang ist dem Tester dieser Bedienfehler nicht selten unterlaufen, man hat den Dreh aber recht flott raus.

Die Software im OnePlus One: CyanogenMod 11s

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OnePlus hat in Sachen Firmware mit CyanogenMod die wohl bekannteste Entwicklerschmiede für Custom-ROMs verpflichten können – dieser Umstand ist neben Ausstattung und Preis ein weiterer Grund, weshalb manch ein Nutzer zum One greift. Das CyanogenMod-ROM ist im Kern ein Stock-Android, das aber in vielen Belangen sinnvoll angepasst und erweitert wurde. Überdies sind die Entwickler stets darum bemüht, die Firmware auf dem aktuellen Stand zu halten und regelmäßig Updates nachzuliefern, um Bugs und andere Wehwehchen schnell zu beheben. So basiert der aktuelle Build auf Android 4.4.4 KitKat. Darüber hinaus werden auch regelmäßig neue Funktionen hinzugefügt. Im Zeitrahmen von zwei Monaten wurden mehrere Updates ausgerollt, mit denen diverse Fehler behoben wurden – unter anderem wurde die Akkulaufzeit merklich verbessert und ein garstiger Touchscreen-Fehler entfernt. Wer die CyanogenMod kennt, weiß um ihre vielseitige Anpassbarkeit, auch die CM11s besitzt diese Eigenschaft, wurde aber in einigen Punkten speziell für das One angepasst und erweitert. An dieser Stelle gehen wir nicht auf alle einzelnen Punkte der Software ein, sondern reißen die wichtigsten und interessantesten Aspekte an.

Theme-Manager

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CyanogenMod 11s – und mittlerweile auch die reguläre CM 11 – besitzt einen Theme-Manager, mit dem sich nicht nur das Design der Nutzeroberfläche individualisieren lässt. Standardmäßig sind auf dem Smartphone zwei Designpakete vorinstalliert, diese können jeweils komplett aktiviert werden, um das Erscheinungsbild des One zu ändern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nur einzelne Facetten wie Stile, Symbole, Schriftarten oder Boot-Animationen sowie Tonpakete auszutauschen. Möchte man noch mehr Abwechslung, so lassen sich in einer eigens eingerichteten Design-Galerie – einer Art Shop für Themes und Co. – weitere Design-Pakete mitsamt Icon-Packs finden. Die Galerie verweist dabei stets auf den Play Store, im Play Store selbst gibt es gar ein noch größeres Angebot, wenn man nach „CM11 Theme“ sucht. Die meisten Themes kosten 1 bis 2 Euro, es gibt jedoch auch viele kostenlose Themes.

Doppeltap und Gestensteuerung

Spätestens seit dem LG G2 (Test) ist das Aktivieren und Deaktivieren des Smartphone-Displays per Doppeltap in Mode gekommen. Auch das OnePlus One beherrscht diesen Trick – zwar etwas anders als das LG-Phone, aber dennoch zuverlässig. Zum Aktivieren des Displays tappt man ganz bequem auf irgendeine Stelle des Displays und der Screen springt an. Zur Deaktivierung ist jedoch nur der kleine Bereich der Benachrichtigungsleiste nutzbar. Dies mag anfangs vielleicht umständlich erscheinen, man hat aber rasch den Dreh raus.

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Darüber hinaus lassen sich per Wischgeste auf dem deaktivierten Display diverse Aktionen respektive Anwendungen starten, um so rasch die Taschenlampe (ein „V“ zeichnen) oder die Kamera-App (einen Kreis zeichnen) anzuwerfen. Wie beispielsweise beim Nexus 5 kann man die Kamera aber rasch mit einer Wischgeste vom Lockscreen aus starten. Im Laufe des Tests hat der Autor diese Art des Kamera-Starts bevorzugt verwendet, die Gesten bei abgeschaltetem Bildschirm sind nett, mehr aber auch nicht.

Wechsel zwischen On-Screen- und kapazitiven Navigations-Tasten

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Wie eingangs erwähnt, ist es möglich zwischen On-Screen- und kapazitiven Tasten umzuschalten, sodass sich das OnePlus One für Anhänger beider Bedienelemente eignet. Der Wechsel lässt sich in den Einstellungen unter „Tasten“ durchführen und geht binnen Sekunden vonstatten. Eigentlich ein Freund der On-Screen-Buttons nutzt der Tester das One mit aktivierten kapazitiven Tasten, da sich das Phablet aufgrund seiner Größe so besser mit einer Hand bedienen lassen kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zurück-Taste bei den On-Screen-Buttons links sitzt, bei aktivierten kapazitiven indes rechts. Die Tastenanordnung lässt sich zwar in den Einstellungen anpassen, allerdings entpuppt sich die On-Screen-Tastatur insbesondere bei Spielen, in denen die Tasten ausgeblendet wird, als teils fehlerbehaftet – gelegentlich werden die Buttons beim Verlassen des Immersive-Modus nicht korrekt angezeigt, was bisweilen frustrierend ist. Hier wäre ein Softwareupdate angebracht.

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Screencast-Funktion

Für Blogger/Tech-Journalisten und Let’s Play-Fans interessant ist zudem die vorinstallierte Screencast-Funktion, im App-Drawer als App „Bildschirmaufnahme“ gelistet. Mit dieser Funktion ist es möglich, den kompletten Bildschirminhalt aufzunehmen und mit Dritten zu teilen. Per Bedienelement in der Benachrichtigungsleiste ist die Anwendung steuerbar. Die Auflösung des Videos entspricht der Bildschirmauflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln.

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CyanogenMod hat noch viele kleine Details und Tweaks integriert, die insbesondere für Einsteiger unüberschaubar sind. Wer sich aber ein wenig Zeit nimmt und sich mit ihnen vertraut macht, wird sich wundern, wie umfangreich die CM sich anpassen und individualisieren lässt.

Software-Updates

Cyanogen liefert regelmäßig Software-Updates, um das System von Bugs zu befreien und laufend zu optimieren. Trotz vergleichsweise häufiger Updates sind im System immer noch ein paar gelegentlich auftretende Kinderkrankheiten zu finden. Auch wenn diese mit Sicherheit noch in kommenden OTA-Updates behoben werden, bleibt festzustellen, dass das OnePlus One „beim Kunden reift“. Über größere Software-Updates muss man sich bei der CyanogenMod wenig Sorgen machen, denn das One wird bestätigterweise auch Android 5.0 Lollipop erhalten – laut Entwickler höchstens 90 Tage nach Freigabe des Quellcodes durch Google, was rechnerisch Anfang Februar 2015 der Fall wäre.

CyanogenMod kann als eine der besten Custom-ROMs für alle angesehen werden, die Googles Stock-UI zu schätzen wissen, aber gerne ein wenig mehr Anpassungsmöglichkeiten bevorzugen. Entsprechend macht CM auch auf dem OnePlus One eine hervorragende Figur, ein paar kleinere Bugs trüben den Spaß an der Software, allerdings nur in einem geringen Ausmaß.

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Konnektivität und Speicher

OnePlus hatte sein One ursprünglich in zwei Varianten vorgestellt: das Weiße mit 16 GB und das Schwarze mit 64 GB. Erstere Version wurde zugunsten des speichergrößeren Modells offenbar eingestellt – kein Wunder, schließlich liegen die beiden Varianten preislich lediglich 30 Euro auseinander – es wäre geradezu töricht, bei dieser geringen Preisdifferenz zum kleineren Modell zu greifen.

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Mit 64 GB internem Speicher auf der Habenseite gibt es vermutlich nur wenige Nutzer, die noch nach einem microSD-Kartenslot zur Erweiterung der Kapazität dürsten, ein solcher fehlt dann auch. Die Zuschaltung von externem Speicher, etwa USB-Sticks, via USB On-The-Go beziehungsweise USB-Host-Adapter wird unterstützt und klappte im Test problemlos.

An Bord des OnePlus One befinden sich zudem Dual-Band WiFi (2,5 und 5 GHz) nach ac-Standard, Bluetooth 4.0, GLONASS und NFC. Das verbaute GPS-Modul findet rasch einen Positionsfix zur Lokalisierung des Geräts. Ferner besitzt das Phablet auch ein LTE-Modul. Dieses ist in Deutschland jedoch nur eingeschränkt nutzbar. Grund: Das OPO unterstützt hardwareseitig das verbreitete LTE-Band 20 (800 MHz) nicht, sodass man in ländlichen Regionen und, je nach Netzbetreiber, auch in Städten überwiegend nur mit HSPA surfen kann. Selbst im Berliner O2-Netz wird LTE nicht unterstützt, sodass der Tester unterwegs nur mit HSPA-Geschwindigkeit surfen konnte. Dies ist schade, da der Unterschied von HSPA zu LTE in negativer Hinsicht deutlich spürbar ist. Abgesehen von der mittelmäßigen Kamera ist das einer der wenigen Abstriche, die man beim OnePlus One eingehen muss. In Relation zum Preis ist diese Einschränkung aber verschmerzbar.

Telefonie und Audio

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Auch wenn das OnePlus dank seines großen Displays zum Zocken und Konsumieren von Videos einlädt, so kann man mit dem Smartphone selbstredend auch telefonieren. Die Sprachqualität ist klar und sauber, auf Seite des Gesprächspartners verhält es sich ebenso, wobei gelegentlich ein gewisses Rauschen vernehmbar ist, falls niemand spricht. Hier muss erwähnt werden, dass die Gesprächsqualität unter anderem auch vom jeweiligen Mobilnetz der beiden Gesprächsteilnehmer abhängig ist.

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Was die verbauten Stereolautsprecher auf der Unterseite des One anbelangt, so kommen die kleinen Brüllwürfel zwar bei weitem nicht an die Klangqualität von HTCs BoomSound heran, die wohl als Referenz für Smartphone-Lautsprecher gesehen werden können, dennoch ist der Sound in Ordnung. Videos und Musik werden in einer ausgewogenen Klangqualität und sogar relativ laut wiedergegeben, wobei die Höhen gelegentlich etwas unausgewogen klingen. Die Positionierung des Lautsprecher ist eine andere Sache: es ist schade, dass OnePlus sie nicht auf die Front gesetzt ha, durch die Anbringung der Lautsprecher auf der Unterseite findet Wiedergabe unilateral – entweder nach unten oder zu Seite – statt. Beim Spielen im Querformat passiert es häufig, dass man die Lautsprecheröffnungen mit der Hand abdeckt und sie nur noch ein Brummen abgeben.

Akku

Mit einem fest verbauten 3.100 mAh-Akku auf der Habenseite ist das OnePlus One gut versorgt. Der im Gerät verbaute Akku genügt allemal, um locker über den Tag zu kommen, wie wir im Test feststellen konnten. Dies war anfangs leider nicht der Fall – der Energiespeicher wurde aufgrund eines Softwarefehlers rasch leer gesaugt. Ein Software-Update, veröffentlicht im August, sorgte aber für Verbesserung.

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Mittlerweile kann das OnePlus One als eines der Smartphones mit der besten Akkulaufzeit betrachtet werden. Bei ausgewogener Nutzung  muss man das Gerät trotz im Hintergrund laufenden Diensten wie Google+ und Dropbox inklusive automatischem Foto-Upload, Hangouts, Pushbullet, WhatsApp und weiteren Diensten erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose stecken. Die Laufzeit verkürzt sich allerdings selbstredend rapide, wenn man sich viel im Mobilfunknetz, insbesondere mit schlechter Abdeckung aufhält. Ferner saugen ressourcenintensive Spiele oder Videos am Akku. Nach einer längeren Assassin’s Creed: Pirates-Session ist es durchaus möglich, dass man nach vier oder fünf Stunden wieder eine Steckdose aufsuchen muss. Im „normalen“ Alltagsgebrauch macht das One allerdings nicht so schnell schlapp.

Fazit

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Beim OnePlus One hat der Hersteller vieles richtig gemacht. Es gibt kein Smartphone in der Preisklasse mit einer solchen Ausstattung – normalerweise muss man mindestens 400 bis 500 Euro locker machen, um ein Gerät mit Snapdragon 801 und 3 GB RAM zu bekommen. Auch in Sachen Verarbeitung gibt es nichts zu meckern – die Materialien sind hochwertig und die Haptik – vor allem der Gehäuserückseite – ist gelungen. Was die Kamera anbelangt, so lassen sich mit ihr, etwas Geduld und Tageslicht vorausgesetzt, gute Fotos schießen.

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Zusammenfassend gehört das OnePlus One ohne Zweifel zu den derzeit besten Smartphones auf dem Markt, wäre da nicht ein Faktor, der nicht wenige verärgert: die Verfügbarkeit. Das Gerät ist vom Hersteller selbst weiterhin nur via Invite oder bei den gelegentlichen Vorbestell-Aktionen erhältlich, die jeweils nur eine Stunde dauern. Eine Garantie, wann man das One in Händen halten kann, gibt es kaum – außer, man bestellt bei einem der zahllosen Zwischenhändler, wodurch das Gerät aber wiederum teurer wird. Besitzt man Zeit und Geduld, so sollte man das One durchaus in Erwägung ziehen, zumindest sofern einem die Größe des Gerätes zusagt und man auf LTE verzichten kann.

Wertung

  • Display: 4/5
  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Software: 5/5
  • Performance: 5/5
  • Telefonie und Audio: 4/5
  • Kamera: 3/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 5/5
  • Bonuspunkt für Preis/Leistung: +1

Insgesamt: 4,4/5

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Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Beinahe Stock-Android mit sinnvollen Erweiterungen
  • Top Preis-/Leistungsverhältnis

Kontra

  • Verbesserungswürdige Kamera
  • Limitierte Verfügbarkeit
  • Für Deutschland wichtiges LTE-Band 20 nicht unterstützt

► OnePlus One auf der offiziellen Website
► Bei Amazon kaufen | bei ebay kaufen

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