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Top-Smartphone LG G7 Thinq im Test: klug, hell und laut

Das G7 Thinq hat ein besonders helles Display sowie einen kräftigen Lautsprecher; künstliche Intelligenz soll für bessere Fotos sorgen. Wir haben getestet, ob das funktioniert und wie sich das LG im Alltag schlägt.

Das LG G7 Thinq kommt in einer unauffälligen und schwarzen Verpackung. Anders als bei vergleichbaren Smartphones, beispielsweise dem Oneplus 6 (Testbericht), hält LG die Box schlicht.

Im Lieferumfang ist neben dem Smartphone eine ganze Menge Zubehör enthalten. Strom erhält das Smartphone über ein 1 m langes USB-C-Kabel samt passendem Netzgerät. Letzteres arbeitet mit LGs Schnellladetechnik Fast Charge, die die zwei Standards Power Delivery und Qualcomm Quick Charge kombiniert. Im Test wurde der leere Akku mit 3000 mAh schon nach einer Stunde und 43 Minuten voll aufgeladen. Zum Reinigen des Gerätes ist ein Tuch aus Mikrofaser dabei.

Beim G7 Thinq legt LG gute In-Ear-Kopfhörer bei. Im Vergleich zum V30 (Testbericht) sind es zwar keine Markenhörer von B&O, trotzdem stimmen Verarbeitungsqualität und Klang. Das Kabel mit 3,5-mm-Klinkenstecker ist zu einem Teil mit Textil überzogen und verheddert sich nicht so leicht. Im Kabellauf sitzt eine Fernbedienung mit Mikrofon und Knöpfen für Musik- und Telefonsteuerung.

Was im Lieferumfang fehlt, ist eine einfache Schutzhülle, wie sie etwa dem Honor 10 (Testbericht) beiliegt. Außerdem wäre eine bereits installierte Display-Schutzfolie wünschenswert gewesen.

Ähnlich wie sein Vorgänger, das LG G6 (Testbericht), ist das G7 Thinq hochwertig verarbeitet. Das beginnt mit den verwendeten Materialien: Glas und Metall. Beide Elemente greifen nahtlos ineinander über und ergeben ein formschönes Design, das ansprechend aussieht und funktional ist.

Die Vorder- und die Rückseite sind aus gekrümmten Glas gefertigt, dadurch liegt das Gerät bequem in der Hand. Trotz der glatten Oberfläche rutscht das LG G7 Thinq nicht aus den Händen, wie es beim iPhone X (Testbericht) der Fall ist. In der Mitte des Smartphones sitzt der Metallrahmen, der beide Glasseiten miteinander verbindet. Die Übergänge sind weich und ohne sichtbare Spaltmaße.

Das G7 Thinq wirkt äußerst solide. Es bringt 162 g auf die Waage. Das ist ein angenehmer Wert für ein 153 mm hohes und 7,9 mm tiefes Smartphone. Trotz der geringen Breite von 71,9 mm ist eine Bedienung mit einer einzigen Hand nicht immer möglich. Wer oft und viel nur mit einer Hand am Telefon arbeiten möchte, sollte die optionalen Software-Hilfen in den Einstellungen aktivieren. Diese Funktionen verkleinern die Tastatur oder richten den gesamten Bildschirminhalt links oder rechts aus.

Das G7 Thinq ist IP68 zertifiziert und damit auch für den einen oder anderen Tauchgang bis zu einer Tiefe von einem Meter geeignet. Erhöhte Luftfeuchtigkeit, Regen oder Süß- und Klarwasser machen dem Telefon nichts aus. Den permanenten Kontakt mit Salzwasser gilt es zu vermeiden. LG ist einer der wenigen Hersteller, die ihr Smartphone nicht nur staub- und wasserfest ausstatten, sondern auch in Richtung Outdoor gehen: Das G7 Thinq ist nach dem Militärstandard MIL-STD-810G1 zertifiziert und damit stoßfest – nicht zu verwechseln mit sturzfest. Im Test überlebte das Handy starke Kollisionen mit Hindernissen wie die Metallbeine eines Stuhls oder den Ecken eines harten Holztisches trotz Glas-Gehäuse unbeschadet.

Beim G7 Thinq bringt LG eine kleine Besonderheit: Auf der linken Seite des Telefons sitzt eine gesonderte Taste für den Google Assistant. Der einmalige und kurze Druck bringt die Oberfläche zum Vorschein und initiiert den Assistent. Dieser lauscht auf Anfragen wie: „Wie ist das Wetter heute?“ oder „Wie schaut mein Kalender aus?“. Ein schneller und doppelter Druck startet Google Lens, den Dienst für Bild- und Objekterkennung mittels Googles künstlicher Intelligenz.

Das LG G7 Thinq ist ein hochaktuelles Smartphone mit zeitgemäßer Hardware-Ausstattung. Das Herz des Gerätes ist ein Qualcomm Snapdragon 845 mit 4 GByte RAM. Der Achtkern-Prozessor arbeitet mit einer maximalen Taktfrequenz von bis zu 2,8 GHz. Im leerlaufenden Bereitschaftszustand – Prozessorlast unter 5 Prozent – sind teilweise auch energieeffiziente 576 MHz messbar. LG hat die Oberfläche sowie das System fein auf die abrufbare Leistung abgestimmt. Das G7 Thinq arbeitet schnell und verzögerungsfrei. Spiele mit hochauflösender 3D-Grafik, Bildschatten und Tiefenschärfe bringen das G7 Thinq nicht so schnell an seine Grenzen; sie laufen flüssig. Auch bei der Bildverarbeitung schneidet das Telefon überdurchschnittlich gut ab.

In der synthetischen Simulation von Antutu Benchmark erreicht das G7 Thinq einen Punktwert von 230.000. Damit ist das LG-Smartphone 5 Prozent schneller, als das Galaxy S9 von Samsung Electronics (Testbericht). Die aktuellen Speerspitzen im oberen Segment sind Xperia XZ2 Compact (Testbericht) sowie Xperia XZ2 (Testbericht) mit 275.000 Punkten und damit einem Leistungsvorsprung von 19,6 Prozent.

Im 15 minütigen Belastungstest reagierte das LG G7 Thinq instabil: Schon nach 18 Sekunden Laufzeit kam der erste Leistungseinbruch. Bei 2:06 sank die Leistung des Systems auf 40 Prozent, bevor es sich erholte. Dieses Verhalten ist untypisch für Flagship-Smartphones. Souverän dagegen verhielt sich die Temperatur des Akkus: Sie stieg von 27 auf lediglich 32 Grad Celsius.

Der interne Speicher des LG G7 Thinq hat eine Größe von 64 GByte. Nach Formatierung bleiben 46 GByte übrig. Nach Abzug der Firmware und den bereits vorinstallierten Apps hat der Nutzer Zugriff auf verbleibende 41 GByte. Neben der Nano-SIM-Karte speist das LG-Smartphone auch eine Micro-SD-Karte ein, so lässt sich bei Bedarf der Speicher um ein Vielfaches erweitern. Eine im Test verwendete Micro-SDXC mit 400 GByte funktionierte einwandfrei. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, hat TechStage ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche Micro-SD-Karte für Android?

Eines der großen Schwachpunkte des LG G7 Thinq ist der festverbaute Akku mit einer Kapazität von 3000 mAh. Im Regelbetrieb kommt er grade einmal auf einen Tag, in ganz seltenen Fällen auf etwas mehr, wenn die Benutzung gering ist. Auch im Test mit einem durchlaufenden Videostream über das WLAN und maximaler Display-Helligkeit erreichte es eine Abspieldauer von 7 Stunden und 51 Minuten. Im gleichen Test kommt das Oneplus 6 auf über 13 Stunden, vergleichbar dagegen ist das Galaxy S9 Plus (Testbericht) mit 8:12 Stunden. Das Aufladen des Akkus funktioniert kabelgebunden über USB Type-C mit der Spezifikation USB 3.1 sowie drahtlos über den Ladestandard Qi.

LG ist bekannt für seinen Schwerpunkt auf Audio. Genau wie bei den Vorgängermodellen hat das Smartphone einen vierfachen 32-bit DAC für analoge-digitale Signalumwandlung. Anders als bei den meisten Smartphones sitzt der Digital-Analog-Wandler (DAC) nicht beim Prozessor, sondern ist eigenständig und autark. Das ermöglicht eine Spannung von bis zu 2 V. Das ist genug Power für eine hochauflösende Musikwiedergabe mit High-End-Kopfhörern. Neu dieses Jahr ist die Zertifizierung für DTS:X 3D. Wer auf dem LG G7 Thinq gerne Serien und Filme von Netflix und Amazon Instant Video schauen möchte, genießt über den Monolautsprecher eine gut simulierte Klangkulisse.

Was früher einmal ein Makel bei Smartphones war, ist heute ein aufregendes Feature beim LG G7 Thinq: Ähnlich wie bei den neuen Sony-Smartphones vibriert die Rückseite des LG-Gerätes, wenn man die Musik über den lauten Monolautsprecher ausgibt. LG nennt diese Funktion Boombox und verkauft sie wie folgt:

„Das G7 ThinQ verwendet den Innenraum als Resonanzkammer für einen stärkeren Bass und ein hochwertiges, lautes und raumfüllendes Klangerlebnis.“

In der Praxis macht sich der Bass kaum bemerkbar, obgleich der Klang klar und laut zu gleich ist. Das Vibrieren der Rückseite fühlt sich etwas merkwürdig an.

Ansonsten an Bord: Bluetooth 5.0, WLAN 802.11 ac mit 2,4 und 5 GHz sowie NFC. Klang und Empfang mit dem LG G7 Thinq waren während des Testzeitraums mit Vodafone und Telefónica Germany einwandfrei.

Das Display des LG G7 Thinq misst 6,1 Zoll in der Diagonalen. Was sich im ersten Augenblick nach einem gigantisch großen Smartphone anhört, ist in der Realität vergleichbar mit einem 5,5 Zoll großen iPhone 8 Plus (Testbericht). Das liegt vor allem am schlanken 19,5:9-Formatfaktor und den schmalen Rändern um den Bildschirm. Auch das G7 Thinq hat einen kleinen Schnitt am Bildschirm. In der Kerbe sitzen Kamera, LED-Leuchte, Hörmuschel und Sensoren für Licht und Nähe.

Die Anzeige des LG G7 Thinq basiert auf die Flüssigkristalltechnologie. Das IPS-LCD löst im Format QHD+ auf, das sind 3120 × 1440 Pixeln. Vergleicht man das Gerät mit dem Galaxy S9 (Testbericht), so besitzt das LG-Telefon 5,4 Prozent mehr Pixel in der Gesamtdarstellung: 4.492.800 gegen über 4.262.400 Bildpunkten. Macht sich der Unterschied im Alltag bemerkbar? Nein, das Delta ist marginal. Das bloße Auge erfasst keine Unterschiede bei einer derart hohen Schärfe.

Eine weitere Besonderheit hat das Display des LG G7 Thinq auch noch: es ist unglaublich hell. Schon im Normalzustand (mittlere Helligkeit durch Automatik geregelt) leuchten die Pixel auf und sind heller, als die Maximal-Einstellung mancher Mittelklasse-Smartphones. Die 100-prozentige Helligkeit ist bei ausgeschaltetem Zimmerlicht zu hoch für die Augen. Wem es aber nicht reicht, der aktiviert zusätzlich noch einen sogenannten Verstärker in den Kurzeinstellungen. Dadurch gewinnt das Display an Helligkeit und leuchtet mit einer Lichtstärke von bis 950 Candela pro Quadratmeter. Üblich bei High-End-Smartphones sind es 700 bis 750 c/m2.

Ein Blick mit dem Mikroskop zeigt: Neben den gewöhnlichen Rot-, Grün- und Blau-Pixel verwendet LG noch einen vierten Pixel in Weiß. Dadurch wertet der Hersteller die Helligkeit auf.

Das LG-Smartphone besitzt drei Kameras: eine Dual-Kamera hinten sowie eine zu dem Nutzer gerichtete Selfie-Kamera auf der vorderen Seite.

Die Hauptkamera löst 16 Megapixel auf und kombiniert zwei Objekte mit unterschiedlichen Brennweiten. Die für Landschaft und große Gebäude geeignete Weitwinkelkamera hat ein Sichtfeld von 107 Grad – 18 Grad weniger als beim Vorgänger, dem LG G6. Es gäbe nun keine Verzerrung mehr, heißt es als Grund für den Rückschritt. Weitwinklige Bilder aus dem LG G7 Thinq zeigen nun in der Tat wenig ovalförmigen Charakter an den Ecken. Die Standardkamera für Portraits und Objekte hat ein Sichtfeld von 71 Grad und ist mit einer Blende von f/1.6 lichtstärker, als die f/1.9 der Weitwinkelkamera.

Durch die unterschiedlichen Brennweiten vergrößert der Nutzer den Bildausschnitt. In der Theorie funktioniert das ohne Qualitätsverlust. In der Praxis sieht es anders aus: Gerade in schlechten Lichtsituationen macht sich der Wechsel bemerkbar, da sich auch die Blenden unterscheiden: f/1.6 und f1.9. Das Bild verliert an Helligkeit und führt zu Bildfehlern.

Der Namenszusatz Thinq ist eine Anlehnung an Think für Englisch denken und soll die im Telefon verankerte künstlichen Intelligenz widerspiegeln. Ähnlich wie im Honor 10 (Testbericht) arbeitet im G7 Thinq im Hintergrund eine nicht lernfähige Interferenzmaschine, die Muster und Szenarien aus dem Bildmotiv erkennen soll und daraufhin die Einstellungen anpasst. Beispiel: Mit eingeschalteter KI-Funktion strahlen die Gesichter von Menschen und stehen trotz Gegenlicht im Vordergrund. Oder die Kamera interpretiert das Grün einer Pflanze intensiver und lebendiger. Wenn das Feature richtig funktioniert, ist das Ergebnis besser, als ohne die Funktion, doch in vielen Fällen schlägt die Interpretation fehl.

Im Allgemeinen ist die Kameraqualität des LG G7 Thinq mittelmäßig bis zufriedenstellend. Die Bildqualität ist nicht vergleichbar mit den Ergebnissen eines iPhone oder Oneplus 6. Gerade bei einem kontraststarken Motiv, wie einer roten Blume, schwächelt die LG-Kamera. In Situationen mit schwachem Licht kommt sie schnell an die Grenzen. Dabei bietet die App ziemlich viel Spielraum für manuelle Foto- und Videographie. Allerdings kommt man mit der besten Software nicht weit, wenn die Hardware (kleine Bildsensoren) mittelmäßig ist.

Auf dem LG G7 Thinq läuft Android in der Version 8.0 Oreo. Warum das Smartphone nicht direkt mit dem aktuelleren 8.1 Oreo ausgestattet ist, bleibt ein Rätsel. Der Sicherheits-Patch dagegen ist vom 1. Mai 2018 und damit auf den neusten Stand. Sicherheitsrelevante Updates möchte der Hersteller zeitnah ausliefern, heißt es in der Strategie. Mit den monatlichen Ausspielungen von Nokia und Google kann man jedoch nicht mithalten.

In Sachen Software und Bedienung macht LG mit dem G7 Thinq keinen Fortschritt. Das System schaut immer noch so aus wie vor Jahren. Die Symbole, die Typografie, die Design-Elemente und die Farben wirken altbacken. Auch das Bedienerkonzept ist nicht durchdacht und überwältig den Nutzer mit zigtausenden Funktionen für jede allzu kleine Einstellung.

Das G7 Thinq von LG ist ein frisches Flaggschiff-Smartphone für rund 800 Euro. Zu den Stärken zählen das helle Display, die hohe Verarbeitungsqualität sowie die umfangreichen Sound-Möglichkeiten. Weniger positiv ist die Kamera sowie die geringe Laufzeit des Akkus. Auch die etwas in Jahre gekommene Software überzeugt nicht. Hier muss LG dringend nachbessern.

Wer auf drahtloses Laden und die Wasserfestigkeit verzichten kann und Wert auf eine saubere und übersichtliche Software legt, der sollte zu preiswerteren Alternativen wie dem Oneplus 6 greifen. Gegenüber dem Vorgänger, dem LG G6, hat sich das G7 Thinq wenig verbessert. Kaufen sollte man es daher nur bedingt, wenn der Preis unter 550 Euro fällt.

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TV | Ende des analogen Kabelfernsehens beginnt: Checkliste für den Umstieg

Digitales Kabel TV

Die Zeit des analogen Fernsehens im Kabel geht ihrem Ende entgegen. Ein Großteil Westdeutschlands schaut bereits volldigital. Anbieter Unitymedia hat die Analogabschaltung in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg 2017 abgeschlossen.

Bis Mitte 2019 folgt der Rest des Landes mit Anbietern wie Vodafone (Kabel Deutschland), Pyur (ehemals Tele Columbus und Primacom), der Telekom und etlichen Regionalanbietern. Das sollte man wissen:Betrifft diese Digitalisierung alle Fernsehzuschauer?

Nein. Es geht nur um TV-Signale, die über den Kabelanschluss ins Haus kommen. Alle, die Fernsehen über Antenne (DVB-T2 HD), Satellit (DVB-S) oder übers Internet (IPTV) empfangen, sind nicht betroffen.

Warum machen die das?

Der Grund für das Analog-Aus ist einfach: Das analoge Restprogramm nimmt Platz im Kabel weg, den die Anbieter lieber anders nutzen wollen. Zum Beispiel für schnelles Internet oder mehr Fernsehkanäle.

In welchem Zeitraum wird umgeschaltet?

In Bayern, Bremen und Sachsen ist die Analogabschaltung bis Ende 2018 gesetzlich festgelegt. Vodafone hat in einigen Pilotregionen bereits angefangen, etwa im Raum Nürnberg oder Landshut. Pyur will im Juli beginnen. In den anderen Bundesländern kann es schon dieses Jahr in einigen Regionen so weit sein, grundsätzlich zieht sich der ganze Prozess aber bis ungefähr Mitte 2019 hin, schätzt TV-Experte Michael Gundall von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Wer schaut eigentlich noch analog?

Laut Digitalisierungsbericht der Medienanstalten sind das noch rund 11,4 Prozent der Kabelkunden – etwa 3,1 Millionen Haushalte.

Schaue ich analog? Wie erkenne ich das?

Vor dem Umschalttermin laufen im Analogprogramm zum einen Textbänder durchs Bild. Wer sie sieht, schaut analog und kann im Zweifel zudem ablesen, wer der eigene Kabelanbieter ist. Auch wer ein Röhren-TV ohne Extra-Empfangsgerät hat, schaut ziemlich sicher analog.

Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Zahl der Kanäle, sagt Michael Gundall. Sind es rund 30 Programme, schaut man analog, sind es mehr, schaut man digital. Und: Ist bei ARD oder ZDF ein «HD»-Logo eingeblendet, schaut man mit Sicherheit digital.

Ich schaue analog. Was muss ich tun?

Wer den alten Fernseher behalten möchte, braucht einen DVB-C-Empfänger (Receiver), der ab rund 35 Euro zu haben ist. Wer damit auch hochauflösendes HD-Fernsehen (HDTV) empfangen möchte, muss beim Kauf auf eine entsprechende Eignung achten. Bei modernen Fernsehern ist ein Digitalempfänger meist schon integriert, sagt Gundall. Dann muss im Menü des Fernsehers nur der Empfangsweg geändert werden, etwa hin zu «Digital-TV» oder «DVB-C». Gundall rät grundsätzlich zu Geräten mit eingebauten Empfängern. So ist kein zusätzlicher Kasten mit zusätzlicher Fernbedienung nötig. Und ein neuer Fernseher spart vielleicht auch Strom ein.

Wie erfahre ich, wann genau bei mir umgeschaltet wird?

Ihre Direktkunden schreiben die Anbietern in der Regel an. Dann gibt es besagte Laufbänder und Info-Seiten wie vodafone.de/digitalezukunft oder digitaleskabel.de. Pyur richtet Mitte Juni eine Seite mit genauen Termininfos ein. Im Zweifel hilft ein Anruf beim Anbieter.

Ich zahle das Kabel-Fernsehen über die Miete. Was muss ich tun?

Viele Mieter wissen gar nicht, wer ihr Kabel-Anbieter ist. Hier lohnt die Nachfrage bei Vermieter oder Hausverwaltung. Anbieter Pyur etwa steht nach eigenen Angaben deswegen in Kontakt mit Großabnehmern, damit diese ihre Mieter über Plakate und Flyer informieren. Sprecher Mario Gongolsky rät etwa, auf Aushänge im Haus zu achten.

Worauf muss ich noch achten?

Die Umschaltung findet oft in der Nacht statt. Dabei werden die Kanäle auch neu sortiert. Meist müssen Kabelkunden – egal ob schon länger digital oder gerade erst nicht mehr analog – einen Sendersuchlauf starten. Nur wenige Geräte erkennen die Neuordnung von allein.

Verbraucherschützer Michael Gundall warnt außerdem vor unseriösen, selbst ernannten Medienberatern. Sie nutzen solche Umstellungsphasen gerne mal dazu, Kunden neue und teurere Verträge aufzuschwatzen. «Egal was die sagen: An den Verträgen muss nichts geändert werden.»

Pyur-Sprecher Gongolsky weist zudem darauf hin, dass die Privatsender auch im Digital-TV weiter kostenlos übertragen werden. Wer sie in hoher HD-Auflösung sehen will, muss monatlich etwas draufzahlen.

Website digitaleskabel.de

Auch analoges Radiosignal verschwindet aus Kabelnetzen

Mit der Abschaltung des analogen TV-Signals beenden etliche Kabelanbieter auch die Aussendung des analogen Radiosignals. Wer bisher etwa seine Stereoanlage zum Radiohören am Kabelanschluss hängen hatte, kann nun etwa eine Wurfantenne an die Anlage anschließen, um so analoges UKW-Radio zu empfangen.

Soll das neue digitale Radioangebot eines Kabelanschlusses genutzt werden, muss die Musikanlage entweder an einen Fernseher mit eingebautem DVB-C-Empfänger oder an den externen DVB-C-Receiver angeschlossen werden – die nötigen Audioausgänge vorausgesetzt.

Wer dagegen künftig lieber wieder über Antenne Radio hören möchte und mit einem neuen Gerät liebäugelt, sollte sich ein DAB+-Radio zulegen. Das empfängt nicht nur die digitalen Programme, sondern bei Bedarf auch weiter die analogen UKW-Sender.

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Lenovo Z5 offiziell vorgestellt: Noch ein Phone mit Notch

Lenovo hat das neue Smartphone Z5 vorgestellt: Entgegen vorheriger Leaks handelt es sich aber nicht um ein vollwertiges All-Screen-Smartphone. Denn auch bei diesem Gerät ist der obligatorische Notch an der Oberseite vorhanden. Somit sticht das Smartphone nun im Design deutlich weniger aus dem Einheitsbrei hervor, als bisher angenommen. Als technische Daten sind ein Display im Format 19:9 mit einer Auflösung von 2.246 x 1.080 Bildpunkten, der SoC Qualcomm Snapdragon 636 und 6 GByte RAM plus 64 / 128 GByte Speicherplatz genannt.

Lenovo gibt an, dass die Rahmen um den Bildschirm dennoch schmaler seien, als etwa bei einem Xiaomi Mi 8 oder einem Apple iPhone X. Zudem wirft das Lenovo Z5 noch eine Dual-Hauptkamera mit 16 + 8 Megapixeln, eine Frontkamera mit 8 Megapixeln sowie einen Akku mit 3.300 mAh in die Waagschale. An der Rückseite steht auch ein Fingerabdruckscanner zur Verfügung.

In China kostet das Lenovo Z5 mit 64 GByte Speicherplatz umgerechnet ca. 170 Euro. Für die Version mit 128 GByte Speicherplatz fallen umgerechnet etwa 240 Euro an. Im Handel soll das Lenovo Z5 in China bereits ab dem 12. Juni erhältlich sein. Zur Verfügbarkeit in anderen Ländern will Lenovo sich erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

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Lyft, United Way offer free rides for non-urgent appointments

Lyft committed to providing more free trips for non-medical purposes in May, and now it's clearer as to what that entails. The ridesharing firm has partnered with United Way to offer free rides for not only medical appointments, but job interviews an…

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Facebook führt Live-Mitsing-Funktion für eure Videos ein

Facebook arbeitet mittlerweile auch direkt mit Plattenfirmen wie der Universal Music Group zusammen, um euch die Nutzung von Musik für eure hochgeladenen Inhalte zu erleichtern. Jetzt scheinen die Kooperationen neue Früchte zu tragen. Etwa könnt ihr eure Videos nun ohne Furcht vor Urheberrechtsstreitigkeiten mit euren Lieblingssongs unterlegen. Dafür hat das soziale Netzwerk laut eigenen Aussagen Millionen von Liedern lizenziert. Selbst vor dem Upload reinklatschen dürft ihr die Musikstücke aber nicht. Vielmehr wählt ihr sie beim Upload direkt bei Facebook als Untermalung aus. Das soziale Netzwerk verteilt dieses Feature ab heute schrittweise weltweit für alle User.

Außerdem etabliert Facebook noch eine Funktion namens Lip Sync Live. Jene testet man aber erstmal in ausgewählten Märkten. Wie der Name schon andeutet, soll es sich dabei um ein Mitsing-Feature halten. Lippensynchrones Singen zu euren Lieblingsstücken ist also angesagt. Dazu kommen dann diverse Kameraeffekte, die es euch erlauben sollen, ordentlich herumzuspielen. Verwenden könnt ihr Lip Sync Live auch mit Freunden über Live With.

Wie bereits erwähnt: Das zweite Feature testet Facebook aber zunächst in ausgewählten Märkten und schlüsselt leider nicht genau auf ob wir in Deutschland direkt mit an der Reihe sind. Immerhin gibt das soziale Netzwerk an, dass man die Zusammenarbeit mit der Musikindustrie bald noch ausbauen wolle. Dadurch solle es für die Nutzer mehr und mehr Möglichkeiten geben, sich auch über Musik bei Facebook auszudrücken.

-> Zum Beitrag Facebook führt Live-Mitsing-Funktion für eure Videos ein

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