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Tpcast für HTC Vive im Test: VR endlich kabellos genießen

Einer der wenigen Nachteile der HTC Vive ist ihr Kabelbaum: Strom, USB und HDMI müssen von VR-Brille zum Rechner, beziehungsweise andersherum. Mit Tpcast gibt es nun eine kabellose Übertragung zum Nachrüsten. Wir haben sie getestet.

Der Lieferumfang des Tpcast umfasst einen WLAN-Router, einen Akku in Form einer Powerbank inklusive einer Tasche, einen Batteriehalter sowie den Tpcast-Sender und -Empfänger. Ansonsten liegen noch das Netzteil für den Router, ein Mehrfach-Kabel, ein kurzes HDMI-Kabel und ein Netzwerkkabel im Karton. Auch eine kurze Anleitung ist beigepackt.

Obwohl die kabellose Übertragungslösung Tpcast nicht von HTC selbst kommt, ist die Verarbeitung wie bei den restlichen Vive-Komponenten auch auf sehr hohem Niveau und passt sich hervorragend in die vorhandene Infrastruktur ein.

Das Tpcast-Set ersetzt das unhandliche Dreifachkabel zwischen HTC Vive und dem Gaming-PC. In der Praxis zieht man die drei Stecker für USB, Strom und HDMI aus der Vive und verbindet stattdessen ein Empfangsmodul, das am oberen Gummiband der Kopfhalterung eingespannt wird. Es ist mit einem gut einen Meter langen Kabel mit einem Akkumodul verbunden, in den ein per USB aufladbarer Akku von Anker (Power-Bank mit 20100 mAh) eingesteckt wird. Im Akkumodul befindet sich darüber hinaus noch eine WLAN-Einheit, aber dazu später mehr.

Der Tpcast-WLAN-Router ist direkt per LAN-Kabel mit dem Netzwerkanschluss des Computers verbunden. Der Rechner sollte also zusätzlich WLAN an Bord haben, um gleichzeitig online gehen zu können – oder alternativ einen zweiten LAN-Port. Zwischen Router und Vive baut das System eine eigene WLAN-Verbindung auf, über die der Rückkanal läuft, also beispielsweise die Tracking-Informationen übertragen werden.

Letzter, wichtiger Bestandteil des Sets ist der Tpcast-Videosender. Er baut eine proprietäre Direktverbindung im 60-GHz-Band auf und überträgt das Videosignal verzögerungsfrei an die Head-Unit. Der Videosender will an einer erhöhten Position oder gar an der Zimmerdecke aufgehängt werden und benötigt eine Sichtverbindung zum Empfänger auf der Oberseite der Vive.

Zusammenbau und Installation laufen nicht gerade intuitiv ab. Obwohl wir selbst nicht sonderlich gerne zu Bedienungsanleitungen greifen, raten wir an dieser Stelle dringend dazu, die Anleitung zu befolgen. Hier und da bleiben Kabel nämlich ausgesteckt, und sonderlich intuitiv arbeitet dieses Setup nicht. Die Anleitung erspart Frust. Im Zweifel helfen auch die Tutorial-Videos von HTC weiter.

Bevor der Nutzer seine VR-Software (Steam VR) startet, muss er zuerst die Software von Tpcast starten. Das Tool überprüft die Komponenten und deren Verbindung und aktiviert die eigentliche, kabellose, Bildübertragung. Gibt es ein Problem, etwa ein leerer Akku oder ein abgeschalteter Router, gibt es eine Fehlermeldung. Hier muss man dem System allerdings etwas Zeit lassen. Nach dem Einschalten aller Bestandteile und dem Anschließen des Head-Unit-Akkus dauert es durchaus zwei Minuten, bis alles läuft. Startet man die Software zu früh, gibt es eine Fehlermeldung und es geht von vorne los.

Bei unserem ersten Test ohne Kabel waren wir skeptisch, ob die Übertragung wohl ohne spürbare Latenz funktioniert. Die gute Nachricht: Die Verzögerung ist nicht spürbar. Selbst erfahrene VR-Profis merken im Blindtest nicht, ob die Verbindung kabellos oder kabelgebunden stattfindet. Motion-Sickness wegen eines asynchronen Bildes ist bei uns nicht aufgetreten.

Die ersten Minuten mit der kabellosen Vive sind ungewohnt: Man traut der Sache nicht. Zum Einen wartet man immer wieder darauf, mit dem Fuß am Kabel hängen zu bleiben, zum anderen gibt es die Befürchtung, dass die virtuelle Spielfeldbegrenzung nicht zuverlässig funktioniert und man gegen Wände oder Gegenstände laufen oder schlagen könnte.

Wenn der Kopf dann endlich umschaltet und der Nutzer versteht, dass nun kein Kabel mehr im Weg hängt, beginnt der große Spaß. Eintauchen in die virtuelle Welt war noch nie so real wie mit der kabellosen HTC-Vive. Endlich keine störendes Stolperfalle, welche einen immer wieder daran erinnert, dass man sich nur in einer computergenerierten Umgebung befindet. Wir fühlen uns frei und bewegen uns ohne Kabel viel mehr als mit.

Einziger Wermutstropfen ist die Feststellung, dass der verfügbare Spielraum ohne Kabel viel kleiner erscheint. Man gewöhnt sich schnell an die neue Bewegungsfreiheit und nutzt dieses auch voll aus – und braucht jetzt einen noch größeren Raum. Und wichtig ist die direkte Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger. Wer den Kanal verschattet, was übrigens auch bei sehr schnellen Bewegungen mal passieren kann, bekommt einen kurzen Bildaussetzer. Das lässt sich zwar zuverlässig reproduzieren, hat uns beim Spielen aber nicht beeinträchtigt.

Der Akku ist eine einfache Powerbank von Anker namens Powercore 20100; die Zahl weist auf die Kapazität des internen Lithium-Ionen-Akkus hin. Er hat zwei USB-Ports auf der Oberseite sowie Micro-USB zum Nachladen, einen Taster und vier blaue LEDs, die den Ladezustand anzeigen.

Mit einer Akkuladung hält das Headset gut vier Stunden durch. Wer länger zocken möchte, kann einfach einen zweiten oder dritten Akku nachkaufen – und natürlich auch als „normale“ Powerbank verwenden. Kostenpunkt: Gut 35 Euro pro Stück.

Etwas nervig ist die Befestigung des Akkus am Spieler. Gedacht ist die mitgelieferte Tragetasche, die man am Gürtel befestigen kann. Der Einfachheit halber haben wir den Akku samt WLAN-Empfänger häufig auch mal in die Hosentasche gesteckt, aber so gut ist die Idee nicht: Wer sich stark bewegt, springt und duckt, übt so starke Kräfte auf Akku und Halterung aus – das tut der Konstruktion auf Dauer sicherlich nicht gut.

Kaufen! Wer schon viel Geld in seine HTC Vive und den zugehörigen Gaming-PC gesteckt hat, hört das natürlich nur ungern, aber das Upgrade mit Tpcast lohnt sich. Das intensivere VR-Feeling und die viel bequemere Nutzung sind die knapp 350 Euro definitiv wert.

Wer die HTC Vive überwiegend im Sitzen benutzt oder nur 360-Grad-Videos damit schaut, der kann sich das Geld natürlich sparen. Wer sich nicht bewegt, wird sich auch am Kabel zwischen Brille und Rechner nicht stören.

Hier geht es zum Test der HTC Vive.

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Elephone S8: 2K-China-Phablet im Randlos-Design

Der Name täuscht: Das Elephone S8 ist keine Galaxy-S8-Kopie. Das Phablet ist unverkennbar einem ganz anderen Gerät nachempfunden, dem seinerzeit ersten „rahmenlosen“ Smartphone Xiaomi Mi Mix. Wer auf große Handys im 16:9-Format steht und mit dem aktuellen (18:9-)Schlankheitswahn nicht anfangen kann, der sollte einen Blick in diesen Testbericht werfen.

Augenscheinlich hat sich der Hersteller Elephone am Designs von Xiaomis Mi Mix orientiert. Wurde das Mi Mix seinerzeit als das erste randlose Smartphone gehandelt, werden die wenigsten dieser Aussage heute noch zustimmen. Apple und Samsung haben mit ihren Handys iPhone X (Testbericht) und Galaxy S8 (Testbericht) mittlerweile gezeigt, wie die rahmenlose Zukunft aussieht – vor allem der dicke Wulst unterhalb des Displays von Mi Mix und Elephone S8 wirkt im direkten Vergleich schon etwas altbacken. Trotzdem weiß das Elephone S8 zu gefallen.

Mit seinen Abmessungen von 152 × 80, 7 × 8,6 Millimetern und einem Gewicht von 195 Gramm zeigt sich das Phablet für ein Gerät mit 6 Zoll großem Bildschirm noch verhältnismäßig kompakt. Der Rahmen besteht aus Metall, die Rückseite ist aus Glas. Das sagt zumindest der Hersteller, wir sind uns da nicht ganz so sihcer – es fühlt sich irgendwie nach Kunststoff an. Alles in allem wirkt das Phablet inklusive der Rückseite jedoch wertig und die gesamte Verarbeitung ist gut.

Unterhalb des Bildschirms sind der Fingerabdruckscanner und – ungewöhnlich – die Frontkamera untergebracht. Power-Button und Lautstärkewippe sitzen rechts, links findet sich ein Dual-SIM-Karten-Slot. Am unteren Rand sitzen USB-Typ-C-Anschluss, Lautsprecher und Mikrofon. Die leicht aus dem Gehäuse stehende Hauptkamera hat ihren Platz auf der Rückseite mittig recht weit oben gefunden.

Das Elephone S8 verfügt über einen 4 GByte großen Arbeitsspeicher und hat 64 GByte internen Speicher. Erweiterbar ist dieser aus Ermangelung eines microSD-Steckplatzes nicht. Als Antrieb kommt ein Deca-Core-Prozessor von Mediatek zum Einsatz. Der Chip des Typs Helio X25 hat vier Kerne mit einem Maximaltakt von 1,4 GHz, vier Kerne mit einem Maximaltakt von 2 GHz und noch zwei leistungsstärkere Kerne mit maximal 2,5 GHz Taktfrequenz.

Das S8 unterstützt LTE mit bis zu 150 Mbit/s im Downstream mit allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern und nimmt auf Wunsch zwei SIM-Karten im Dual-Slot auf. Im WLAN funkt das Handy nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Band. Das Telefon hat einen USB-Typ-C-Anschluss mit USB-OTG-Unterstützung (USB On-The-Go), bietet in Sachen Datentransfer allerdings nur USB-2.0-Standard. Zum Anschluss eines Kopfhörers befindet sich ein Adapter von 3,5-Millimeter-Klinke auf USB Typ C im Lieferumfang, einen herkömmlichen Kopfhörerausgang gibt es nämlich nicht.

Neben GPS gibt es im Konnektivitätsbereich noch Bluetooth in Version 4.1, NFC ist nicht vorhanden. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 4000 mAh und wird per Schnellladetechnologie aufgeladen. Mediateks Pump Express Plus bringt bis zu 15 Watt Ladeleistung.

Das hochauflösende Display des Elephone S8 stammt von Sharp und wird von Gorilla Glass 4 geschützt. Die Auflösung des 6 Zoll großen Panels im 16:9-Format beträgt 1440 × 2560 Pixel. Somit wirken Inhalte gestochen scharf; auch die Farbwiedergabe des Bildschirms gefällt uns gut. In den Systemeinstellungen findet sich unter Display die Option MiraVision, worüber sich Anpassungen an Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur und Co. vornehmen lassen. Nicht nur die Farben sehen gut aus, auch Blickwinkelstabilität und Kontrast sind top. Auf Eingaben reagiert der Touchscreen präzise und zuverlässig.

Die Hauptkamera des Phablets löst 21 Megapixel auf, hat einen Kontrastautofokus und einen Dual-LED-Blitz. Die maximale Videoauflösung beträgt 2160p bei 30 Bildern die Sekunde. Die Frontcam kommt auf 8 Megapixel. Beide Bildsensoren stammen von Sony.

Beide Kameras sind in der Lage, ansehnliche Bilder aufzunehmen – vor allem bei guten Lichtverhältnissen. Aber auch in Low-Light-Szenarien ist die Qualität noch ordentlich. Negativ fallen jedoch die Geschwindigkeit von Fokus und Auslöser aus. Der Fokus benötigt manchmal einige Sekunden, bis er gewünschte Objekte scharfgestellt hat, und der Auslöser lässt sich gerne mal ein paar Sekunden Zeit, bis das Foto dann endlich im Kasten ist. Das nervt, so verpassen wir viele tolle Motive.

Mit seinem Helio-X25-Prozessor und dem 4 GByte großen Arbeitsspeicher kommt das Elephone S8 im AnTuTu-Benchmark auf fast 94.000 Punkte. Das ist ein guter Wert für ein Mittelklasse-Smartphone. Auch in der Praxis kann die Performance überzeugen: Das System läuft schnell, flüssig und ohne Denkpausen oder längere Wartezeiten beim Wechseln zwischen Apps. Auch zum Zocken taugt das Elephone S8. Alle von uns ausprobierten Spiele liefen absolut flüssig, ohne dass wir die Grafikqualität stark heruntergeschrauben mussten.

Der Fingerabdruckssensor arbeitet zuverlässig und relativ zügig. Er ersetzt bei Bedarf auch die On-Screen-Buttons. Einmal kurz angetippt steht für Zurück, zweimal angetippt für Home und bei langem Druck öffnen sich die zuletzt genutzten Anwendungen. Der 4000-mAh-Akku liefert nicht ganz das, was man von einer Batterie mit einer so hohen Kapazität erwartet. Im Test wollte das Gerät bei intensiver Nutzung täglich an die Steckdose; nur wer selten aufs Display blickt, schafft trotz der hohen Akkukapazität einen zweiten Tag. Das Aufladen des Akkus von 0 auf 100 Prozent dauert um die zwei Stunden.

Die Sprachqualität des Elephone S8 ist gut, der Lautsprecher für Medienweidergabe klingt recht ordentlich und liefert eine zufriedenstellende Lautstärke ab. Die Klangqualität über per Adapter angeschlossenem Kopfhörer hat uns ebenfalls gefallen.

Abgesehen von einem vom Hersteller vorinstallierten Launcher läuft auf dem Elephone S8 ein weder optisch noch softwareseitig größer verändertes Android-Betriebssystem in Version 7.1.1 mit dem Google-Sicherheitspatch vom 5. September 2017. Zwar finden sich im Internet auf einigen Technik-Websites Informationen darüber, dass es auch ein Update auf Android 8 geben wird, eine offizielle Aussage des Herstellers gibt es dazu aber nicht.

Das Elephone S8 ist ein preislich attraktives Phablet mit guter Ausstattung. Bei Amazon bekommt man das Gerät ab circa 270 Euro, in manch einem China-Shop schon ab 200 Euro. Überzeugen können vor allem die Performance, das tolle Display und Haptik und Optik. Auch die Kamera schießt verhältnismäßig gute Bilder für ein Mittelklasse-Smartphone, lahmer Fokus und Auslöser trüben diesbezüglich aber das Gesamtbild.

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Fahrradcomputer SmartHalo im Test: ungewöhnlich und gut

Das SmartHalo ist ein skurriles Gerät, das durch einen Lichtkreis mit verschiedenfarbigen Segmenten, Leuchtzeichen gibt. Über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden dient es so als Navigationssystem, Fahrradcomputer und Informationsdevice auf dem Fahrrad. Das Gerät kostet zwischen 170 und 200 Euro.

Der SmartHalo kommt mit einer sehr hochwertigen Lenkerhalterung inkl. Adaptern und Versatzstücken für verschiedene Lenkerformen. Ein LED-Scheinwerfer ist im Gerät integriert, der aber vom Gesetzgeber in Deutschland nicht als Fahrradbeleuchtung akzeptiert wird. Außerdem ist ein USB-Kabel, ein Magnetschlüssel und der Zugang zur SmartHalo-App im Lieferumfang enthalten.

Über die Smartphone-App funktioniert die Navigation, wie mit einer reinen Navi-App, z.B. von TomTom. Adresseingabe, Sonderzielsuche, Routenprofile werden wie bei einer ganz klassischen Navigationssoftware über das Smartphone eingegeben.

Das Gerät kann auch über Bluetooth LE mit geeigneten Sensoren, die nicht im Gerätepreis enthalten sind, Geschwindigkeit und Pulsschlag überwachen, d.h. die App zeigt die Werte auf dem Smartphone genau an. Lichtsignale dienen dann als Warnung, wenn man beispielsweise eine bestimmte Pulsfrequenz über- oder Geschwindigkeit unterschreitet.

Der Akku erreicht in der Praxis eine Laufzeit von 8 Stunden.

Der SmartHalo beeindruckt bereits bei der Montage. Ein Videotutorial auf dem Smartphone, Schablonen und idiotensichere Instruktionen machen das Montieren nicht nur zu einem Kinderspiel. Am Ende sitzt der Smarthalo auch noch bombenfest. Das Gerät ist mit einer Diebstahlsicherung ausgestattet und kann im Alltagsbereich dauerhaft auf dem Fahrrad bleiben. Zum Entsperren hält man den Magnetschlüssel an das Schlüsselsymbol, ein Schließgeräusch ist hören und man kann den SmartHalo komfortabel ausrasten. Die Handhabung erreicht eine Hochwertigkeit, die es in unserem Test so bei keinem anderen Gerät gab.

Die Navigationszieleingabe ist über die Smartphone-App, wie bereits erwähnt, überhaupt kein Problem. Die Zielführung selbst über reine Lichtsignale in einer runden Leuchte mag zunächst Anlass für Skepsis geben. Wie der Smarthalo jede Skepsis in der Praxis pulverisiert, hat uns wirklich positiv überrascht. Weiße und grüne Segmente weisen haargenau und komplett intuitiv die Richtung. Auch Links-Rechts-Kombinationen an unübersichtlichen Kreuzungen meistert man mit dem Smarthalo viel besser als mit jeder Kartendarstellung. Die Lichtdarstellung funktioniert bei Tag und Nacht gleich gut.

Hinzu kommt, dass die Navi-App besser als bei jedem anderen Gerät auf die Benutzung mit dem Fahrrad zugeschnitten war. Versteckte Wald-, Feldwege die die anderen Geräte nicht kannten und leider zugunsten der Autostraßen verschmähten, konnten wir mit dem SmartHalo entdecken. Das Gerät zeigt ein rotes Signal, wenn man die Route verlässt. Eine automatische Neuberechnung der Route findet schnell und praktikabel statt.

Auch eingehende Anrufe auf das Smartphone werden angezeigt (gelbes Signal). Zudem kann der Smarthalo auch mit Bluetooth-LE-Sensoren für Geschwindigkeit und Puls verbunden werden und dann das Über- bzw. Unterschreiten bestimmter Werte anzeigen, die man vorher über die App eingestellt hat. Doch diese Features sind in der Praxis nur nette Zusatzfunktionen. Eine Alternative zu einem vollwertigen Fahrradcomputer kann der SmartHalo nur für Kunden sein, die damit leben können, ihr Training nicht lückenlos überwachen zu können.

Das LED-Licht am Smarthalo verfügt über eine praktische Automatikfunktion. Sobald man sich mit dem Smartphone nähert und es Nacht ist geht das Licht an. Man kann die Automatik aber auch ausschalten und das Licht manuell über das Smartphone aktivieren oder deaktivieren.

Der Akku des Geräts hielt acht Stunden, was in der Praxis als ausreichend zu bewerten ist.

Der SmartHalo ist in erster Linie ein für das Fahrrad optimiertes Navigationstool, dessen intuitive Handhabung ebenso überzeugt, wie die beeindruckende Verarbeitung. Man kann schöne neue Radtouren mit dem Gerät entdecken, da die Routen wirklich gut auf das Fahrrad optimiert sind. Die Zusatzfunktionen wie Puls und Geschwindigkeitsmesser über Bluetooth-LE-Sensorik können nicht mit einem Fahrradcomputer mithalten, aber in der Praxis runden sie die Leistung dieses Geräts ab.

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Gigaset GS370 plus: Mittelklasse mit Dual-Kamera im Test

Gigaset hat mit dem GS370 und dem GS370 plus zwei Mittelklasse-Smartphones auf den Markt geschmissen, deren Besonderheiten der 18:9-Bildschirm und die Dual-Kamera sind. Die beiden Modelle unterscheiden sich in Puncto Speicherausstattung und Kameras. Wir haben das GS370 plus getestet und zeigen, ob uns das ab 270 Euro erhältliche Handy überzeugen konnte.

Beim Vorgänger, dem Gigaset GS270 plus (Testbericht), haben uns Design und Verarbeitung zwar gut gefallen, allerdings kam Handy mit seinem Kunststoffgehäuse nicht besonders wertig rüber. Beim neuen GS370 plus sieht die Sache anders aus: Mit seinem 151 × 72 × 8,2 Millimeter großen Aluminiumgehäuse macht das Smartphone haptisch und optisch ordentlich etwas her. Dazu passt auch das verhältnismäßig hohe Gewicht von 145 Gramm.

Oberhalb des Bildschirms sind die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED untergebracht. Der Lautsprecher sitzt am unteren Rand auf der rechten Seite, das Mikrofon auf der linken. Mittig findet sich ein Micro-USB-Eingang, der USB on the go (OTG) unterstützt: Mit dem passenden Kabel versorgt er angeschlossene Geräte mit Strom, das GS370 dient also als Power Bank.

Einen Kartenschacht für zwei SIM- und eine microSD-Karte sitzt auf der linken Seite des GS370 plus, rechts befinden sich Lautstärkewippe und Powerbutton. Die Dual-Kamera hat ihren Platz auf der Rückseite in der linken oberen Ecke, der Fingerabdrucksensor ist gut erreichbar mittig weiter oben platziert. Das Aluminiumgehäuse zeigte sich im Test leider anfällig für Fingerabdrücke, in der Praxis stört uns aber mehr, dass es etwas rutschig ist. Oft haben wir daher fester zugegriffen als eigentlich nötig, um zu verhindern, dass es auf den Boden fällt.

Beim Antrieb fiel die Wahl des Herstellers auf einen Prozessor von Mediatek. Der 64-Bit-Chip MT6750T hat vier Kerne mit maximal 1,5 GHz und vier mit maximal 1 GHz. Die normale Ausführung des GS370 hat 3 GByte RAM und 32 GByte internen Speicher, die hier getestete Plus-Variante 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen microSD-Karten-Slot, außerdem stehen dem Nutzer zwei SIM-Karten-Slots für Dual-SIM-Betrieb zur Verfügung.

Das GS370 unterstützt LTE der Kategorie 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream und WLAN nach 802.11 a, b, g, und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Bluetooth ist in Version 4.1 an Bord. Weitere Specs des Mittelklasse-Handys sind ein Fingerabdrucksensor, ein Kopfhöreranschluss, GPS und ein 3000-mAh-Akku. Dieser wird per Schnellladetechnologie mit 5 Volt und maximal 2 Ampere aufgeladen. Im Test war der komplett leere Akku damit nach 15 Minuten auf 19 Prozent aufgeladen.

Als Bildschirm kommt bei GS370 und GS370 Plus ein IPS-Panel mit einer Diagonalen von 5,7 Zoll im aktuell gehypten 18:9-Format zum Einsatz. 18:9? Warum nicht 2:1? Gute Frage, vermutlich liegt es an der „gefühlten Nähe“ zum verbreiteten und bekannten 16:9-Formfaktor. Viele aktuelle Smartphones der gehobenen Preisklassen werben mit diesem Seitenverhältnis, darunter beispielsweise die Galaxy-S-Serie von Samsung oder Pixel-Smartphones von Google. In der Praxis ist das Display eben einfach ein Stück länger als normal – mit dem Effekt, dass man beispielsweise Videos im 16:9-Format sehen kann und daneben noch Platz für virtuelle Tasten hat. Wirklich von Vorteil ist das nicht, allerdings wirkt dieser Formfaktor modern und unterstützt die Optik der rahmenlosen Smartphones.

Die Auflösung des Displays beträgt 1440 × 720 Pixel. Somit kommt es auf eine Pixeldichte von 282 ppi. Das genügt für eine ausreichend scharfe Darstellung, ein Unterschied zu deutlich höher auflösenden Bildschirmen teurerer Smartphones ist aber mit dem bloßen Auge ersichtlich. Geschützt wird das Display von an den Seiten leicht gekrümmtem 2.5D-Glas mit einer weitgehend kratzfesten Glasscheibe mit schmutzabweisender Beschichtung.

Die Blickwinkelstabilität des GS370 plus ist gut, die neutrale Farbdarstellung gefällt uns. Über die Option MiraVision in den Display-Einstellungen passt der Nutzer diese auf Wunsch auf seine Bedürfnisse an. Das geschieht per Auswahl eines vorbelegten Bildmodus oder im von Hand mit Einstellungen zu Schärfe, Farbtemperatur, Sättigung und Kontrast.

Als Hauptkamera gibt es eine Kombination aus 13-Megapixel-Sensor mit Phasenvergleich-Autofokus, f/2.0-Blende und LED-Blitz und 8-Megapixel-Sensor mit 120-Grad-Weitwinkelobjektiv. Innerhalb der Kamera-App schaltet der Nutzer bei Bedarf zwischen beiden Linsen um, es gibt sozusagen zwei Zoom-Stufen. Zusätzlich gibt es einen mit der Dual-Kamera realisierten Unschärfe-Effekt: Dort lässt sich festlegen, welcher Bereich scharf dargestellt werden soll. Eine Live-Vorschau des Bokeh-Effektes gibt es nicht, ein nachträgliches Anpassen der Effekt-Intensität ist nicht möglich.

Die Dual-Kamera zeigte sich im Test bezüglich ihrer Qualität durchwachsen. Bei sehr guten Lichtverhältnissen gelingen tolle Bilder. Vor allem im Nahbereich überzeugt die Kamera. Bei nicht mehr ganz so optimalem Licht wirken Aufnahmen schnell unscharf und verwaschen, wie man gut bei unseren Testbildern sieht. Unter Low-Light-Bedingungen gelangen uns nur unzufriedenstellende Aufnahmen. Auch der Bokeh-Effekt konnte uns nicht überzeugen, er wirkt meist gekünstelt.

Die Frontkamera löst beim GS370 5 Megapixel, beim Plus-Modell 8 Megapixel auf. Wie in dieser Klasse üblich gehen die Ergebnisse in hellen Umgebungen in Ordnung, aber sobald es etwas schummriger wirkt, überwiegt das Bildrauschen.

Das Gigaset 370 plus bietet eine für diese Preisklasse gute Systemperformance. Apps öffnen zügig, auch bei vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen kommt das Handy nicht ins Straucheln. Wie bei vielen aktuellen Mittelklasse-Handys ist die Leistung auch für grafisch opulentere Spiele ausreichend, allerdings mit der Einschränkung, dass die Grafikqualität für ein komplett ruckelfreies Zocken manchmal etwas heruntergeschraubt werden muss. Viele Games tun das heutzutage automatisch und sehen auf dem Gigaset GS370 plus dann immer noch sehr gut aus. Natürlich trägt auch die im Vergleich zu teureren Smartphones niedrigere Display-Auflösung ihren Teil dazu bei.

Der Fingerabdrucksensor reagierte im Test zwar zuverlässig, zeigte sich allerdings nicht als der schnellste. Er dient auf Wunsch auch dazu, gesperrte Apps zu öffnen, Fotos aufzunehmen, die Kamera-Anwendung zu starten oder Anrufe anzunehmen. Die entsprechenden Auswahlmöglichkeiten für die gewünschten Optionen finden sich in den Systemeinstellungen.

War der Vorgänger GS270 plus (Testbericht) mit seinem 5000-mAh-Akku ein richtiger Langläufer, zeigt sich auch das GS370 plus mit 3000-mAh-Batterie ausdauernd. Zwei Tage bei häufiger Nutzung haben wir zwar nicht mehr erreicht, aber bis zu eineinhalb Tage sind drin. Um den Akku innerhalb eines Tages leerzubekommen, muss sich der Nutzer schon richtig Mühe geben. Damit sind auch ausreichend Reserven vorhanden, um anderen Geräten über die OTG-Funktion etwas Energie abzugeben.

Das Gigaset GS370 plus läuft von Werk aus mit Android 7.0, der auf unserem Testgerät aktuell installierte Sicherheitspatch ist vom 5. Oktober 2017. Ein Update auf die aktuelle Android-Version 8 Oreo hat der Hersteller für das zweite Quartal 2018 angekündigt. Ein großes Problem sollte dies eigentlich auch nicht sein, da Gigaset Googles mobiles Betriebssystem so gut wie unberührt nutzt und keine ersichtlichen optischen oder softwareseitigen Änderungen vornimmt. An vorinstallierten Programmen gibt es außer den Standard-Android-Applikationen nur eine Hilfe- und eine Gigaset-Werbe-App. Immerhin: Beide sind deinstallierbar.

Das Gigaset GS370 plus bietet mit seinem aktuellen Straßenpreis von knapp 270 Euro ein gutes Preisleistungsverhältnis. Der Käufer bekommt eine ordentliche Leistung, eine gute Akkulaufzeit, ein gutes Display, eine ansprechende Optik und Haptik und ein Update-Versprechen auf Android 8 Oreo.

Nicht überzeugen konnte uns hingegen das eigentliche Highlight, die Dual-Kamera. Sie schießt zwar teils richtig gute, teils aber auch unansehnliche Fotos. Wer auf eine gute Dual-Knipse wert legt, dem empfehlen wir in der Preisklasse bis 300 Euro aktuell das Honor 7X (Testbericht). Bei diesem Smartphone ist bislang allerdings noch nicht bekannt, ob es ein Update auf Android 8 bekommen wird.

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