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Auvisio True Wireless: In-Ear-Headset mit Lade-Etui im Test

Knapp 50 Euro kostet das True Wireless In-Ear-Stereo-Headset von Auvisio (
IHS-620.bt), zu dem noch ein Etui mit integriertem Akku zum Aufladen unterwegs gehört. In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis hat uns die Sache gut gefallen, wer auf der Suche nach günstigen Bluetooth-In-Ears komplett ohne Kabel ist, der sollte einen Blick in unseren Test werfen.

Das In-Ear-Stereo-Headset von Auvisio (IHS-620.bt) steckt in einer größtenteils mit leicht gummiertem Material versehenen Transportbox. Der Deckel hingegen ist aus dunklem, aber dennoch transparenten Kunststoff, durch den der Nutzer die Status-LEDs leuchten sieht. Auf der Rückseite des Etuis befindet sich ein microUSB-Anschluss zum Aufladen des integrierten Akkus.

Auch die In-Ears sind zum großen Teil mit leicht gummiertem Material überzogen, nur ein Funktionstaster ist jeweils aus hochglänzendem schwarzen Kunststoff und mit dem Herstellerlogo bedruckt. Seitlich befinden sich die schon erwähnten Status-LEDs nebst Bezeichnungen für links und rechts. Die Ohrhörer haben die Abmessungen 24 x 17 x 22 und wiegen nur 5 Gramm, die Ladebox misst 69 x 30 x 30 und wiegt 29 Gramm. Die Verarbeitungsqualität von Headset und Etui ist gut.

Die Verbindung mit dem Smartphone oder Tablet erfolgt per Bluetooth 4.2 und einer Reichweite von bis zu 20 Metern. Der Frequenzbereich der In-Ear-Stöpsel geht von 20 bis 20.000 Hz, die Empfindlichkeit beträgt laut Datenblatt 96 dB bei den Ohrhörern und 42 dB beim Mikrofon. Letzteres dient zur Nutzung als Freisprecheinrichtung und ist in jedem Ohrhörer verbaut. Zum Lieferumfang gehören neben einem Ladekabel Ohrpassstücke in insgesamt drei Größen.

Die Akkus der Ohrhörer haben eine Kapazität von jeweils 45 mAh, der Akku der Ladebox hat eine Kapazität von 460 mAh. Zum Aufladen gibt es Kontakte an den In-Ears und im Etui, während des Ladevorgangs leuchten die LEDs des Headsets Rot und Blau sobald voll aufgeladen. Die Transportbox wir über einen microUSB-Anschluss aufgeladen.

Im Test kamen wir auf Laufzeiten von bis zu dreieinhalb Stunden und konnten die Ohrhörer dreimal wieder komplett mit der Transportbox aufladen. Das entspricht auch ungefähr dem, was die Produktbeschreibung verspricht.

Das Verbinden des Headsets mit Smartphone oder Tablet zeigte sich im Test als sehr unkompliziert. Sobald aus der Box genommen befindet es sich Connect-Modus (blinkt Rot und Blau) und kann in den Bluetootheinstellungen des gewünschten Gerätes ausgewählt und verbunden werden. Untereinander verbinden sich die beiden Stöpsel selbstständig, hier muss dies nicht der Nutzer selbst erledigen wie beim kürzlich von uns getesteten
Hotgo TWS (True-Wireless-Kopfhörer für 25 Euro im Test).

Mit den an beiden Seiten sitzenden Hardwaretastern stoppt und startet man die aktuelle Wiedergabe und nimmt eingehende Gespräche an und beendet sie. Einen Ein/Aus-Schalter gibt es beim Headset nicht. Sobald sie wieder im Etui verstaut sind, schalten sie automatisch ab und der Ladevorgang startet.

Mit ihrem geringen Gewicht und dem bestmöglich sitzenden Ohrpassstück lassen sich die Bluetooth-In-Ear-Stöpsel angenehm tragen. Und was den Klang angeht, ist das Headset von Auvisio schon eine andere Hausnummer als der nicht viel günstigere
Hotgo TWS (True-Wireless-Kopfhörer im Test). Das fängt damit an, dass es keine Störgeräusche gibt, die der Nutzer in stilleren Passagen oder bei pausierter Wiedergabe deutlich wahrnimmt. Auch hatten wir im Test keine Verbindungsabbrüche und mussten auch die Bluetoothverbindung nur ein einziges Mal herstellen – und die In-Ears nicht ab und an wieder neu verbinden. Außerdem ist die Verbindung zum Smartphone nach Herausnehmen aus der Box automatisch schnell wiederhergestellt. Und auch, was die Klangqualität angeht, besteht ein deutlich wahrnehmbarer Unterschied: Die Ohrstöpsel von Auvisio klingen nicht nur im Bass- und Mittenbereich satt aber auch differenziert und detailliert, auch die Höhen haben eine gute und nicht zu schrille Brillanz.

Das True Wireless In-Ear-Stereo-Headset von Auvisio gefällt uns. Es klingt gut für Kopfhörer dieser Preisklasse, lässt sich angenehm tragen und ist mit einem Preis von knapp 50 Euro nicht allzu teuer. Positiv fanden wir auch die jeweils schnelle und stabile Verbindung zum Smartphone im Test. Und natürlich ist auch die Ladefunktion des Aufbewahrungsetuis noch ein großer Pluspunkt.

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Sony Xperia XZ1 Compact im Test: kleines Smartphone, großer Preis

Mit dem Xperia XZ1 Compact schickt der japanische Elektronikkonzern Sony ein technisch sehr gut ausgestattetes Smartphone in einer Hosentaschen-freundlichen Größe ins Rennen. TechStage hat den kleinen Bruder des
Xperia XZ1unter die Lupe genommen und erklärt in diesem Testbericht alles Wissenswerte.



Das Xperia XZ1 Compact ist – wie der Name es bereits suggeriert – ein kompaktes und kleines Smartphone. Das macht es so einzigartig, denn etwas Vergleichbares in dieser Größe existiert nicht auf den Markt. Lediglich das iPhone SE von Apple mit seinem 4 Zoll großen Bildschirm passt in dieser Klasse, technisch ist Sony aber deutlich weiter.

Das Aussehen des Smartphones ist nicht neu: Auch beim Xperia XZ1 Compact kommt das blockartige Design zum Einsatz, das nun seit fünf Jahren und mehr in Sonys Welt gelobt wird. Wir beobachten die Entwicklung und von Generation zu Generation; mit der Zeit wird das Gehäusedesign zunehmend komfortabler für die Hand. Trotzdem ließe sich das Compact-Smartphone noch kompakter machen, wenn der Display-Rahmen des Telefons reduziert werden würde.

Das Xperia XZ1 Compact ist IP68 zertifiziert und damit stau- und wasserdicht. Regen- sowie Spritzwasser machen dem Telefon gar nichts aus. Auch Tauchen stellt keine Herausforderung dar. Allerdings sollte Salzwasser mit Klarwasser kurz abgespült werden.

Das Highlight des Xperia XZ1 Compact ist die Hardware. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Smartphone aus der Einsteiger- oder Mittelklasse wirkt, ist in Wahrheit ein Kraftzwerg mit ordentlich Leistung. Anders als in der Vergangenheit, geht Sony bei dieser Iteration kaum Kompromisse ein und positioniert das Compact-Modell stets auf Augenhöhe mit den größeren Flaggschiff-Modellen, wie dem
Xperia XZ1 (Testbericht)oder
Xperia XZ Premium (Testbericht). Während des Testens ist uns das blitzschnelle Arbeitstempo positiv aufgefallen: Apps öffnen sich zügig, Animationen sind butterweich und auch sonst ist die Power merklich spürbar. Ein ungewohntes Gefühl in dieser Größe.

Im Xperia XZ1 Compact arbeitet ein Snapdragon 835 von Qualcomm. Dem Prozessor steht reichlich Arbeitsspeicher zur Seite, 4 GByte! Sowohl bei der Benutzung als auch auf dem Papier liefert das System ein ordentliches Ergebnis ab. In den Benchmarks von AnTuTu kommt das Xperia XZ1 Compact auf 160.000 Punkten. Galaxy S8 und Co. sind in greifbarer Nähe.

Der interne Speicher hat eine Größe von 32 GByte, davon werden aber 12,51 GByte vom System belegt. Eine Speicherkarte im Format microSDXC mit einer maximalen Größe von 400 GByte wurde im Test problemlos erkannt und funktionierte.

In dem 9,3 mm dicken und 140 Gramm schweren Xperia XZ1 Compact wurde ein Akku mit einer Nennladung von 2700 mAh verbaut. Witzig: Im großen Xperia XZ1 ist der Akku genauso groß – hier kamen wohl Skaleneffekte zum Einsatz. Wie dem auch sei, bei herkömmlicher Nutzung zeigte sich der festeingebaute Akku von einer guten Seite: 1,5 Tage. Bei einem Videostream in Dauerschleife hält das Smartphone 6 Stunden und 49 Minuten durch. Im gleichen Testverfahren schneidet der große Bruder mit schwachen 4 Stunden und 10 Minuten ab. Aufgeladen wird über den Anschluss USB Type C – allerdings nutzt Sony noch die ältere Spezifikation von USB 2.0. Schnelles Aufladen ist zwar möglich, ein entsprechendes Netzteil fehlt aber im Lieferumfang.

Das Display des Xperia XZ1 Compact hat eine Größe von 4,6 Zoll. Die Auflösung des IPS-LCDs beträgt 1280 × 720 Pixel und ist völlig ausreichend. Die Farben wirken natürlich und auch der Blickwinkel aus allen Perspektiven ist stabil. Besonders hervorzuheben ist die Helligkeit der Anzeige: Selbst bei starken Sonnenstrahlen ist der Inhalt gut leserlich. Die Leuchtdichte wurde mit 629 Candela pro Quadratmeter gemessen. Das ist heller als das Display des iPhone 7 und Galaxy S8.

Sony gehört weltweit zu den ersten Herstellern, die bereits ab Werk das brandneue Google-Betriebssystem Android OS 8.0 Oreo ausliefern. Während andere Hersteller wie Samsung, HTC und co. die Software für ihre jeweiligen Geräte noch evaluieren, punktet Sony mit einem verkaufsfertigen System. Grundsätzlich ist das Unternehmen sehr engagiert, wenn es um das schnelle Ausliefern von Updates und Upgrades geht. Oft arbeiten die Xperia-Entwickler Hand-in-Hand mit ihren Nutzern und gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse ein. Mit Informationen zu dem offenen Miteinander gibt es auf der
Entwicklerseitevon Sony Mobile Communications.

Eine große Baustelle des Xperia XZ1 Compact ist die Kamera. Während die Kamera auf der vorderen Seite mit einer Auflösung von 8 Megapixel und einem Superweitwinkel von 120 Grad einen guten Job macht, enttäuscht die Hauptkamera auf der Rückseite. Genau wie im großen Xperia XZ1 löst der 1/2,3 Zoll große Bildsensor mit 19 Megapixeln auf und bietet Spielereien wie Super-Zeitlupenaufnahme. Dabei werden wesentliche Funktionen und technische Merkmale, die zu einer signifikant besseren Bildqualität führen könnten, außer Acht gelassen. Zum Beispiel ist die Optik mit einer Blende von f/2 nicht gerade lichtstark. Zwar gibt es eine 5-Achsen-Stabilisierung, allerdings ist sie nur elektronisch – ein echter mechanischer OIS fehlt.

Die Qualität der Kamera ist nicht schlecht, nur wird sie den Erwartungen nicht gerecht. Im Allgemeinen stört das starke Grundrauschen bei den Bildern. Auch der Dynamikumfang ist nicht sonderlich gut: An manchen Stellen ist kaum ein Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen zu sehen. Hersteller anderer Smartphones machen das besser. Das Witzige dabei ist, dass sie ihre Bildsensoren von Sony beziehen. Um ein Beispiel zu nennen: Die Foto- und Videoqualität des fast 300 Euro günstigen
Lenovo Moto G5 (Testbericht)ist besser, als die des High-End-Gerätes von Sony.

Der Preis des Smartphones beträgt 599 Euro – ein großer Eurobetrag für ein kleines Smartphone. Angesichts der Ausstattung und dem Können finden wir das fair, da Sony dieses Mal keine großen Abstriche macht. Das Nischenprodukt hinterlässt einen guten Eindruck, da sich nur minimal von seinem großen Bruder, dem Xperia XZ1 unterscheidet.

Für wen ist das Xperia XZ1 Compact gemacht? Einerseits besitzt es eine starke Hardware mit einer extrem guten Systemleistung, dazu gibt es Stereolautsprecher und die saubere und hochwertige Verarbeitung des Gehäuses, das zudem noch staub- und wasserdicht ist. Anderseits gibt es Defizite bei der Kamera, woraus Sony noch viel lernen kann.

Wer wirklich viel Wert auf Kompaktheit legt und ein hochmodernes Smartphone in seiner Hosentasche tragen möchte, der wird um das Xperia XZ1 Compact nicht drumherum kommen.

  • Test: Sony Xperia XZ1
  • Test: HTC U11
  • Test: Samsung Galaxy S8
  • Test: LG G6
  • Test: Sony Xperia XZ Premium

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Insta360 ONE im Test: 360-Grad-Kamera mit 4K für iPhone

Die Insta360 One ist eine 360-Grad-Kamera mit 4K-Auflösung zum Aufstecken für iPhone und iPad – Android kommt später dran. Sie ist technisch gut ausgestattet und einfach zu bedienen. Darüber hinaus hat sie einige interessante Features, wie beispielsweise die Verfolgungsfunktion. Seit einigen Tagen tragen wir nun die Insta360 One in unserer Tasche und haben sie ausgiebig getestet. Was uns gefällt und was nicht, lest Ihr im ausführlichen Testbericht auf TechStage.

Die Insta360 One ist bereits die zweite Generation. Den Vorgänger, die
Insta360 Nano (Test), hat TechStage bereits im April dieses Jahres getestet. Die Auflösung ist mit 3K nicht so hoch, trotzdem haben die App, der erschwingliche Preis sowie die Gesamtqualität einen guten Eindruck hinterlassen.

Mit der neuen One will das High-Tech-Startup aus Shenzhen in China all die Defizite ausbessern, die wir beim ersten Modell kritisiert haben. Ganz vorne mit dabei: die höhere Auflösung mit 4K-Ultra-High-Definition. Nun gibt es ein eingebautes Stativgewinde im 1/4-Zoll-Format, außerdem kann die Kamera nun auf ebenem Untergrund auch selbstständig stehen.

Die gegen Ende August 2017 und im Rahmen der diesjährigen IFA vorgestellte Insta360 One ist bereits im Markt erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 359 Euro.

Was bekommt der Käufer alles, wenn er sich für die neue Kamera entscheidet? Leider nicht sonderlich viel: In der Verpackung gibt es nur das Standardzeug, cooles Zubehör muss extra gekauft werden. In der Kamera-Einheit steckt eine 8 GByte große Speicherkarte. In jedem Fall empfehlen wir das Aufrüsten auf eine microSDHC mit mindestens 32 GByte, oder, noch besser: 64 GByte. Eine Auswahl an geeigneten microSD-Karten findet Ihr in unserem
Speicherkarten-Vergleichstest.

Die Kamera wird in einer Art Schutzhülle geliefert. Sie hat eine 2-in-1-Funktion: Neben dem sicheren Transport dient sie auch als kleines Stativ zum Aufstellen der Kamera. Außerdem dabei: ein Strippe mit Gewinde, Reinigungstuch sowie ein microUSB-Kabel. Letzteres ist für das Aufladen gedacht. Im Test brauchte die Kamera 2 Stunden und 7 Minuten Ladezeit, um den 820 mAh großen Akku auf 100 Prozent zu bringen. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert. Deshalb haben wir ein Standard-USB-Netzteil mit einer Stromstärke von 1 Ampere verwendet.

Die ONE hat die Form eines Zeppelins. Die Kamera hat eine Masse von 87,6 Gramm und kommt nur in der Farbe Schwarz daher. Sie ist breiter als das iPhone 7 Plus, weshalb sie links und rechts etwas hinausragt – was aber nicht störend ist. Das Gehäuse ist zwar aus hartem Kunststoff und besitzt Glas-ähnliche Elemente, trotzdem ist eine gewisse Wertigkeit vorhanden. Die Verarbeitung ist sauber und stimmig.

Sowohl der Platz für die Speicherkarte, als auch der Strom- und Datenanschluss liegen offen. Vielleicht ist die Kamera gerade deshalb nicht staub- und wasserdicht. Wer also einen besonderen Moment im Wasser festhalten möchte, zum Beispiel beim Tauchen oder ähnliches, der braucht ein zusätzliches Wassergehäuse.

Die Insta360 ONE lässt sich auf verschiedene Arten bedienen: aufgesteckt am iPhone über den integrierten Lightning-Anschluss, drahtlos über Bluetooth 4.0 oder komplett eigenständig. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Im Test hat die kabelgebundene Verbindung am besten funktioniert, die Latenz ist gering. Über Bluetooth bekommt der Nutzer am Smartphone eine Möglichkeit zur Fernbedienung – die Übertragung des Livebildes oder gar von Dateien ist aber nicht möglich. Hier wäre ein Übertragungsstandard wie WLAN Direct hilfreich, doch auf WLAN hat der Hersteller komplett verzichtet. Gute Erfahrung haben wir auch mit der Stand-Alone-Funktion der Insta360 ONE gemacht. Weil ein Autofokus fehlt und man immer 360 Grad Sichtbereich abdeckt, ist ein genaueres Hinsehen beim Aufstellen und ein Vorschaubild eigentlich nicht notwendig.

Ein 360-Grad-Foto wird über die am Gehäuse angelegte Taste ausgelöst. Sie lässt sich problemlos ertasten und ist konkav geformt, da muss man nicht genau hinschauen. Durch das einmalige und kurze Drücken wird ein Foto in den Speicher geschrieben. Ein längerer Druck startet eine Videoaufnahme. Der Nutzer kann in der App festlegen, was bei dreimaligem Drücken passieren soll: Zeitlupen- oder Zeitrafferaufnahmen.

Die Insta360 ONE hat zwei Kameras mit je 180 Grad Blickwinkel. Welche Bildsensoren verwendet werden, will das Startup auf Anfrage nicht verraten. Die Optik beider Linsen hat einen Blendenwert von f/2.2. Das ist lichtschwächer als bei der ebenfalls brandneuen Theta V von Ricoh Imaging mit f2.0.

Die Systemauflösung der One-Kamera beträgt 23,89 Megapixel. Die Dateien werden im 360-Format .insp oder als gewöhnliches .jpeg abgespeichert. Wer möchte, kann optional das Rohdatenformat Adobe DNG aktivieren. Das Bearbeiten auf der iPhone-App ist dann allerdings nicht mehr möglich, weil eine Export-Funktion fehlt. Gäbe es die, könnten Apps wie Google Snapseed und Co. damit umgehen und die Ergebnisse entwickeln. Die Fotoqualität in der Automatik ist gut, im manuellen Modus lässt sich mehr herausholen. Gut gefallen hat uns die maximale Belichtungszeit von 60 Sekunden. Damit lassen sich fabelhafte City-Aufnahmen bei Nacht aufnehmen.

Zu den Neuheiten der Insta360 ONE zählt die Videoauflösung: 4K UHD, das sind 3840 × 1920 bei einer unregelmäßigen Bildwiederholfrequenz von 29 Bildern pro Sekunde. Bildraten von 60 und sogar 120 fps sind auch möglich, dann aber mit einer geringeren Auflösung von 1280p respektive 512p. Videos werden im 360-Grad-Format .insv und .mp4 abgelegt. Wer Kontrast, Schärfe und Farbe selbst bestimmen möchte, der kann optional auch das flache Bildprofil
LOGnutzen. Das Bearbeiten in der Postproduction mit einem neuen LUT-Profil ist, was den Workflow betrifft, doch sehr aufwendig. Weshalb diese Option nur fortgeschrittene Nutzer mit Erfahrung in Farbkorrektur nutzen sollten.

Die Qualität der Videos ist – wie man’s von 360-Grad-Kameras kennt – nicht superscharf. Trotzdem gefällt uns das Bild und ist im Vergleich zu anderen Kameras, die wir bisher getestet haben, doch sehr gut. Etwas noch Besseres liefern nur professionelle VR-Systeme, die sich für die private Anwendung nicht rentieren. Uns ist aufgefallen, dass die Datenkompression in der Applikation zu viel von der Qualität wegnimmt. Auf dem Telefon ist ein helles und klares 360-Grad-Video zu sehen, selbst in einem bewölkten Szenario. Nach dem Export ist das Video dunkel und zeigt wenig Detail.

Das Stiching, so wird das Zusammensetzen von beiden 180-Grad-Perspektiven genannt, passiert völlig automatisch und auf der Kamera selbst. Hier muss der Nutzer nichts tun; stattdessen bekommt er das fertige Ergebnis. Wie gut ist die Umsetzung? Ziemlich gut, obwohl man bei der Betrachtung von nahliegenden Motiven eine leichte Überlappung feststellen kann. Der Belichtungsunterschied zwischen hell und dunkel ist minimal. Ergänzend zum automatischen Zusammensetzen steht ein erweitertes und zeitaufwendiges Stichting zur Verfügung, das der Nutzer manuell initialisieren kann, falls das Ergebnis nicht gut ausfallen sollte.

Die Insta360 One besitzt eine 6-fache Stabilisierung mit einem Kreiselinstrument, so etwas ist ein absoluter Segen für die dreidimensionale Videoaufzeichnung. Die Aufnahmen sind nicht nur stabiler, sondern immer präzise und akkurat ausgerichtet.

Die Applikation für die Insta360 One ist für iPhone und iPad verfügbar. Die Unterstützung beginnt ab den 6er-Modellen; das iPhone SE ist dabei. Wer ein Android-Smartphone besitzt, muss sich noch gedulden; Insta360 arbeitet bereits an einer Version. Ob es dann eine Kamera mit USB Type C als Anschluss geben wird?

Die App ist zwar komplett eingedeutscht, aber an manchen Stellen existieren Fehler im Dialog. Zum Beispiel „JetztZeitraffer“ statt „Zeitraffer starten“. Man warnte uns jedoch vor und gab den Hinweis, dass Unsauberkeiten wie diese auftauchen könnten. Dies sei temporärer, versprach uns ein deutscher Manager auf der IFA 2017 in Berlin.

Weil die ONE-Kamera am Fuße des iPhones angesteckt wird und das iPhone deshalb umgedreht werden muss, steht die App nach dem Anklicken auf dem Kopf. Umständlich ist dies aber nicht. Die App ist in drei Bereichen gegliedert: ein eigenes soziales Netzwerk mit Inhalten von anderen Nutzern, das eigene Album sowie das Livebild bei angeschlossener Kamera.

Wirklich beeindruckt waren wir von der Funktion „FreeCapture“. Mit ihr lässt sich aus einem bereits aufgenommenen 360-Grad-Video ein zweidimensionales Video für gewöhnliche Bildschirme extrahieren. Aber wie läuft das mit der Perspektive? Genau das ist die eigentliche Innovation der Kamera: Live während des Abspielens des Videos entscheidet der Nutzer, welcher Ausschnitt in das 2D-Video soll. Entweder bewegt und dreht er sich selbst um seine eigene Achse oder er nutzt die intelligente Verfolgungsfunktion. Beim Letzteren wird ein markiertes Objekt oder das menschliche Gesicht verfolgt und ständig in der Mitte des Bildausschnittes gehalten. Im Test hat das nicht immer zuverlässig funktioniert, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Hier gibt es noch Verbesserungsbedarf in der Software.

Die Insta360 One kostet derzeit etwa 360 Euro. Für das Geld bekommt der Käufer eine solide 360-Grad-Kamera mit guter Foto- und Videoqualität. Ihre einfache Handhabung spricht für den Kauf: anstecken und machen. Das Material kann unterschiedlich verwertet werden: als Video auf YouTube oder für eine bessere Wirkung mit einer VR-Brille. Auch das Livestreamen auf Facebook, Periscope oder YouTube war im Test problemlos möglich.

Zu den Stärken der One zählen die Funktionen in der App: RAW- und
LOG-Aufnahme, unterschiedliche Perspektiven (Planet-, Fischaugen- oder 2D-Ansicht). Mit zusätzlichem Zubehör, zum Beispiel dem herstellereigenen Selfiestick, sind weitere lustige Dinge wie ein „Bullet-Time-Effekt“ möglich.

Wer seine Momente dreidimensional einfangen und Freunde und Familie realistisch zum Greifen nah präsentieren möchte, der trifft mit der ONE von Insta360 eine gute Wahl!

  • Test: Insta360 Nano
  • Test: Nikon KeyMission 360
  • Test: Kodak PixPro SP360 4K
  • Test: LG 360 Cam
  • Test: Magicsee P3 360
  • Test: Xiaomi Mijia 360
  • Test: Samsung Gear 360 (2017)

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Xiaomi Mi Pad 3: iPad-Mini-Konkurrent für 200 Euro im Test

Das Mi Pad 3 von Xiaomi gibt es in China schon ab knapp 200 Euro. Dafür bekommt der Käufer ein hochauflösendes 2K-Display, einen Hexa-Core-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher, eine 13-Megapixel-Kamera und 64 GByte internen Speicher. Das klingt nach einem echten Schnäppchen, doch es gibt auch Haken. Welche das sind und ob ihr das Tablet trotzdem kaufen solltet, erfahrt Ihr in unserem Test.

Mit seinen Abmessungen von knapp 200 × 133 mm, einer Bauhöhe von schlanken 7 mm und einem Gewicht von 330 g liegt das Mi Pad 3 gut und angenehm in der Hand. Dazu tragen auch die nach hinten abgerundeten Seiten ihren Teil bei. Das Tablet steckt in einem edlen Alu-Unibody-Gehäuse, die Front aus Glas ist sauber in den Rahmen eingefasst und schließt bündig ab. Die gesamte Verarbeitungsqualität des günstigen Tablets ist auf hohem Niveau.

Unterhalb des Bildschirms sitzen drei beleuchtete Android-Buttons, oberhalb sind die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED angebracht. Die Hauptkamera befindet sich hinten links oben, am unteren Rand der Rückseite hat der Hersteller Stereolautsprecher platziert. Neben dem Powerbutton und der Lautstärkewippe auf der rechten Seite gibt es am oberen Rand dann noch einen herkömmlichen Kopfhörereingang und unten einen USB-Typ-C-Anschluss zum Aufladen und zum Datenaustausch.

Das 7,9 Zoll große Display des Mi Pad 3 löst 2048 × 1536 Pixel auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von 326 ppi. Der Prozessor im Inneren ist ein Hexa-Core-Chip des Typs MT8176 von Mediatek mit einem Miaximaltakt von 2,1 Ghz. Neben 4 GByte RAM gibt es 64 GByte internen Speicher. Einen microSD-Karten-Slot zur Speichererweiterung hat das Mi Pad 3 nicht.

Die Hauptkamera des Gerätes hat eine f/2.2-Blende und löst 13 Megapixel auf. Vorne gibt es 5 Megapixel und eine f/2.0-Blende. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 6600 mAh und unterstützt eine Schnellladetechnik mit maximal 2 Ampere Ladestrom bei 5 Volt. Ins Internet geht's per WLAN nach 802.11 a, b, g und n. Außerdem funkt das Mi Pad 3 auch nach dem neuen ac-Standard. In Sachen Konnektivität gibt es noch Bluetooth 4.1, ein GPS-Empfänger ist nicht an Bord.

Wenig verwunderlich ist die gestochen scharfe Darstellung auf dem Bildschirm mit seiner Diagonalen von knapp 8 Zoll und der hohen Auflösung von 2048 × 1536 Pixeln. Zum Energiesparen gibt es einen Monochrom-Modus mit Schwarz-Weiß-Darstellung, ein Lesemodus macht aus Weiß auf Wunsch ein weniger blendendes Beige, um die Augen zu schonen. Für die Darstellung gibt es drei Farbtemperaturmodi: warm, natürlich und kühl; außerdem noch Einstellungsmöglichkeiten für den Kontrast. Ein Doppeltipp auf den Bildschirm weckt das Mi Pad 3 aus dem Standby.

Das Display ist definitiv ein Highlight des Tablets, allerdings haben wir im Test eine Sache vermisst: Es gibt kein haptisches Feedback, das beispielsweise das Schreiben mit On-Screen-Tastaturen erleichtert. Wer dies von seinem bisherigen Tablet gewöhnt ist, wird es beim Mi Pad 3 schmerzlich vermissen. Aber auch die maximale Helligkeit ist leider nur Mittelmaß. Beim Außeneinsatz mit Sonnenschein wünschen wir uns, noch etwas aufdrehen zu können.

Die Qualität der Bilder und Videos beider Kameras konnte uns im Test nicht überzeugen. Aufnahmen wirken oft blass, farblos und lassen Kontrast und Schärfe vermissen. Für einen halbwegs brauchbaren Schnappschuss und für Videocalls sind die Knipsen zu gebrauchen, zu mehr aber auch nicht.

Die Kamera-App bietet abgesehen von einigen Filtern wie beispielsweise „Blur“, „Mosaik“ und „Indigo“ keinerlei weitere Optionen. Einstellungen für die Auflösung von Bildern und Videos gibt es gar nicht. Bei Bildern der Hauptkamera beträgt die Auflösung 4160 × 3120 Pixel, bei der Frontcam 2560 × 1920 Pixel. Video landen mit 1920 × 1080 Pixel im internen Speicher.

4 GByte Arbeitsspeicher und der verbaute Hexa-Core-Prozessor von Mediatek sorgen nicht nur bei der normalen Nutzung für ein flüssiges und stabiles System – auch zum Zocken von grafisch anspruchsvolleren Games taugt das Tablet von Xiaomi. Modern Combat 5 beispielsweise läuft mit hohen Grafikeffekt-Einstellungen größtenteils ruckelfrei und mit kurzen Ladezeiten. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Device auf ein gutes Ergebnis: 77.864 Punkte. Auch bezüglich seiner Laufzeit hat uns das Mi Pad 3 im Test gut gefallen, in der Regel musste das Gerät erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose. Das Aufladen dauert mit etwa dreieinhalb Stunden allerdings ziemlich lang.

Auf dem Mi Pad 3 läuft Android 7.0 in Form von Xiaomis MIUI in Version 8.2. Beim Kauf muss man darauf achten, dass auf dem Gerät die Global Version installiert ist, sonst gibt es keinen Play Store und keine deutsche Sprachoption. Davon abgesehen ist MIUI 8 nicht nur optisch Geschmackssache: Von Android 7 ohne größere Anpassungen vom Hersteller ist auf dem Mi Pad 3 nicht mehr viel zu erkennen. Xiaomi kocht ein ganz eigenes Süppchen und integriert diverse selbst entwickelte Features, entfernt aber auch einige normalerweise verfügbare Optionen. Den Split-Screen-Modus, wie man ihn eigentlich von Android Nougat kennt, gibt es auf dem Mi Pad 3 beispielsweise gar nicht.

Beim Thema Updates muss der Nutzer geduldig sein, die installierten Android-Sicherheitspatches sind vom 1. 3. 2017. Die aktuelle Version hingegen hat Google am 05. August veröffentlicht. Ob das Tablet ein Update auf Android 8 bekommt, ist nicht bekannt. MIUI 9 soll zwar in absehbarer Zeit auf dem Mi Pad 3 landen, basiert aktuellen Informationen zufolge jedoch noch auf Android 7.1.

Das Mi Pad 3 ist ein schickes Tablet mit tollem Display, klasse Performance und einem sehr guten Preisleistungsverhältnis. In chinesischen Online-Shops
wie Gearbestbekommt man das Gerät schon für knapp 200 Euro zuzüglich Zoll, mit Versand aus Deutschland kostet es ein gutes Stück mehr. Wer mit den im Test beschriebenen Kritikpunkten – nicht vorhandenem GPS, fehlendem haptischen Feedback und mäßiger Kameraqualität – leben kann, der bekommt für nicht übermäßig viel Geld ein feines Stück Technik.

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