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Carrera Bahn 132 im Test: Autorennen wie früher

Die 132-Serie von Carrera bringt Autorennen ins Zimmer. Wir testen das Set „80’ Flashback” und sind vom Fahrgefühl begeistert.

Ist der Unterschied zwischen Carrera Go und Carrera 132 wirklich so krass? Nachdem wir das kleine Mario-Kart-Rennset getestet hatten, waren wir nicht sicher, ob die klassische Carrera-Bahn mit neuen Ansätzen wie Anki Overdrive (Testbericht) mithalten kann. Nach dem Test der großen Bahn ändert sich diese Einstellung: Ja, Carrea Bahnen rocken noch immer.

Für den Test nutzen wir das Starter-Set „80’ Flashback” aus der digitalen 132-Serie von Carrera. Enthalten sind die Streckenteile inklusive zweier Spurwechsel, die kabellosen Handregler samt passender Ladeschiene, die zentrale Control Unit sowie einiges an Kleinzeug. Mit dabei sind auch zwei klassische Fahrzeuge, der Ford Capri Turbo Gruppe 5 Team Zakspeed Würth-Kraus Klaus Ludwig DRM sowie der BMW M1 Procar Lotus Martini Mario Andretti Nr.1.

Die Fahrzeuge sind liebevoll gestaltet und man merkt, dass Carrera die Lizenzen ernst nimmt. Anders als bei Anki Overdrive (Testbericht) oder den Drift Cars (Testbericht) ziehen sich zahlreiche offiziell lizenzierte Autos durchs Programm. Unser Preisvergleich listet 238 verschiedene Fahrzeuge, die zu Carrera 132 kompatibel sind – da sollte jeder ein passendes Auto finden. Neben der Verarbeitung gefallen uns die Sollbruchstellen sowie das einfache Zerlegen der Autos. Spoiler oder Spiegel sind so konzipiert, dass man sie abnehmen kann. Die Autos lassen sich zudem einfach aufschrauben um Komponenten wie die Reifen, Felgen oder sogar den Motor auszutauschen. Das erhöht die Lebensdauer der kleinen Modelle enorm und freut Tuner.

Carrera-typisch ist der Aufbau an sich problemlos, der Teufel steckt aber im Detail. Die verschiedenen Streckenstücke lassen sich einfach zusammenschieben, damit sie wirklich gut halten, sollte man aber noch die zusätzlich beigelegten Plastikstifte einsetzen. Das verlängert die Aufbauzeit enorm, zu zweit waren wir inklusive der Anbringung einiger Seitenbanden gut eine Stunde beschäftigt. Dazu gleich eine Warnung: die 132-Systeme brauchen viel Platz. Unser Set, 80’ Flashback, belegt gut 3 × 1,80 m an Fläche, entsprechend sollte man vorher für genügend Platz sorgen.

Das Anschließen an den Strom ist gewohnt simpel. Es gibt ein Netzteil, das die komplette Bahn versorgt. Die kabellosen Handregler müssen aufgeschraubt, die Batterie eingesetzt und wieder verschlossen werden. Bis auf einen kleinen Schraubenzieher braucht es kein Werkzeug.

Das Koppeln der Autos mit dem jeweiligen Handregler ist ebenfalls simpel und in der Anleitung gut erklärt. Überhaupt ist die gedruckte Anleitung kurz, bringt aber alle Punkte und Funktionen mit wenigen Worten zum Ausdruck.

Weniger spaßig ist das Aufräumen der Bahn. Es braucht teilweise sanfte Gewalt, um die Teile wieder zu trennen. Dank der zusätzlichen, entnehmbaren Plastikstreifen geht es einfacher als bei der Mario-Kart-Bahn, bei häufigem Auf- und Abbau brechen aber leicht Teile ab. Das ist ein typisches Carrera-Problem, das unter anderem die Leute im Freeslotter-Forum mit zahlreichen ausdruckbaren 3D-Modellen angehen.

Die größte Überraschung in unserem Test ist die Steuerung der großen Carrera-Autos im Vergleich zu den Mario Karts aus dem letzten Test. Zwischen den beiden Systemen liegen Welten – obwohl das Prinzip gleich ist. Doch die größeren Fahrzeuge reagieren ganz anders auf den Handregler als die kleinen Karts. Das gilt nicht nur für die Beschleunigung, sondern auch für die Kurvenfahrten. Mit dem richtigen Gefühl im Finger kann man spektakulär um die Kurven driften, ohne dass die Fahrzeuge aus der Leitlinie fliegen.

Besonders spaßig sind die Spurwechsel. Dazu muss man kurz vor der Schiene den Daumentaster am Handregler drücken (oder man schummelt und hält ihn dauerhaft gedrückt). Fährt das Fahrzeug über den Sensor der Weiche, schaltet diese mechanisch um und leitet den Wagen auf die andere Spur.

Die Steuerung ist so simpel, dass man sie schnell lernt. Schnell tastet man sich an die Kurven und geraden heran und probiert aus, wie weit man gehen kann. Das endet meist in mehr oder weniger spektakulären Abschüssen und Unfällen, wenn man aber eine Kurve mit hoher Geschwindigkeit nimmt, ist das ungemein befriedigend.

Ein Leser hat es im Test zum Anki Overdrive ziemlich treffend formuliert: „Auf der Carreraschiene muss man sich wie im Rennsport an die optimalen Brems- und Beschleunigungspunkte herantasten” und diese Aussage können wir zu hundert Prozent bestätigen. Gerade das macht die große Motivation bei der Carrera 132 aus. Wo wir bei der kleinen Mario-Kart-Bahn nach ein paar Runden irgendwie keine Lust mehr hatte, machen selbst 100 Runden auf der großen Bahn immer noch Laune.

In unserem Test wurde die Langzeitmotivation durch zwei weitere Dinge enorm positiv beeinflusst: Die Weichen zum Spurwechsel sowie autonom fahrende Autos. Denn die Carrera-132-Bahn kann mehrere Autos mit einer fest eingestellten Geschwindigkeit um die Bahn fahren lassen. So simpel das klingt, diese fahrenden Hindernisse sorgen für zusätzliche Spannung in den Rennen. Mehrfach kam es vor, dass einer der Spieler hinter dem deutlich langsameren Geisterauto hing und ihn Spieler zwei einfach überholen konnte.

Es gibt aber auch ein paar negative Punkte. So ist es nur schwer zu erkennen, welches Auto beziehungsweise welcher Fahrer gerade vorne liegt. Wir nutzten zwar den optional erhältlichen Runden-Tower, doch da nicht ersichtlich ist, welcher Handregler (und damit Spieler) P1 oder P2 ist, bringt das nicht wirklich viel. Noch unübersichtlicher wird es, wenn vier oder mehr Spieler beteiligt sind. Denn weitere kabellose Handregler lassen sich problemlos anbinden, doch gibt es keine anderen Farben als Gelb und Rot für die Daumenauflagen. Hier hätten wir uns mehr Auswahl gewünscht, um die Regler besser voneinander trennen zu können.

Für den Anfang sollte man sich ein fertiges Set holen. Carrera bietet zahlreiche unterschiedliche Kombinationen in der 132-Reihe an, im Grunde gibt es aber nur wenige Streckendesigns. Unser Tipp: In jedem Fall sollte eine oder besser mehrere Weichen zum Spurwechsel enthalten sein.

Danach ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks und des verfügbaren Platzes. Wir listen hier fünf Sets mit Spurwechsel und unterschiedlicher Fahrbahnlänge auf:

Beim Zubehör raten wir zuerst zu einem oder zwei weiteren Autos, allein um sie autonom auf der Strecke fahren zu lassen. Bei mehreren Spielern sollte man zusätzliche Handregler anschaffen, die mitgelieferte Control-Unit versteht bis zu sechs kabellose Regler an einem Empfänger. Billiger ist es, kabelgebundene Handregler zusätzlich anzustecken.

Das erste Set wird schnell zu klein werden, das zumindest ging es uns in der Praxis so. Zusätzliche Schienen sind aber günstig zu haben. Ansonsten gibt es spaßige Dinge wie Steilkurven oder Engstellen. Leider fehlen Loopings in diesem System. Achtung: Laut Carrera dürfen die digitalen Systeme nicht mit analogem Zubehör kombiniert werden. Beim Kauf muss man entsprechend darauf achten, dass die Komponenten zu Carrera 132 kompatibel sind.

Wer etwas anspruchsvoller werden will, kann eine Pit-Lane einführen und die Tank-Funktion der Autos aktivieren. Diese zählt den „Verbrauch” und der jeweilige Fahrer muss regelmäßig „auftanken”. Zudem gibt es mit AppConnect eine Möglichkeit, ein Tablet oder Smartphone per Bluetooth anzubinden. Die offizielle App ist dabei etwas holprig, alternativ raten wir, einen Blick auf die App Smartrace zu werfen. Diese wird von einem Drittentwickler betreut und bringt zahlreiche gute Funktionen mit.

Wir hätten vor dem Test nicht gedacht, was für einen Unterschied der Wechsel der Fahrzeuge und der Carrera-Bahn-Systeme bringt. Wo die Mario-Kart-Edition vielleicht ein paar Stunden nette Unterhaltung bringt, fesselt das 80’-Flashback-Set selbst Autorennmuffel an den Handregler.

Ja, man muss einiges an Geld für die Modelle und die Sets hinlegen, die sehr gute Verarbeitung und die cleveren Funktionen wie die Geisterautos sind es aber in jedem Fall wert. Der große Vorteil ist, dass man keine App installieren, keinen Account anlegen und keine Updates installieren muss.

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Ruggear RG850 Test: Outdoor-Handy mit toller Kamera

Das schlanke 350-Euro-Outdoor-Handy RG850 mit Android 8.1 Oreo und 4000-mAh-Akku hat eine überraschend gute Kamera. Ob sich ein Haken versteckt, verrät unser Test.

Obwohl es sich beim Ruggear RG850 um ein robustes Outdoor-Handy mit großem Akku und 6-Zoll-Display handelt, fällt es verhältnismäßig schlank und leicht aus. Die Abmessungen des Smartphones betragen 165 × 82,5 × 12,5 mm bei einem Gewicht von knapp 210 g. In der Hand liegt es – auch aufgrund der Carbonfaser nachempfundenen Rückseite – gut und angenehm. Gäbe es die entsprechende Info nicht auf der offiziellen Produktseite, wären wir wahrscheinlich von einer echten Carbonfaser-Rückseite ausgegangen.

Das Material des Gehäuses besteht größtenteils aus Kunststoff, der sich robust und wertig anfühlt. Links und rechts an den Seiten finden sich Aluminium-Elemente, jeweils mit in der Mitte eingelassenen Kunststoffstreifen. In diese Kunststoffstreifen sind rechts Power-Button und Lautstärkewippe integriert, links der Kartenslot. Die Taster auf der rechten Seite haben einen angenehmen Druckpunkt, den Kartenschacht bekamen wir im Test nur mit Mühe aus dem Gehäuse.

Zuerst muss dazu mit dem Sim-Removal-Tool eine Abdeckung gelöst werden, indem das Werkzeug in eine kleine Bohrung gesteckt und dann der Kunststoff-Schutz hochgehebelt wird. Dies war schon recht fummelig, aber auch den dann frei zugänglichen Kartenschacht mit spitzen Fingern herauszuziehen, entpuppte sich als kniffelig. Glücklicherweise wechselt man SIM- und Speicherkarte in der Regel nicht allzu häufig, dass wäre beim RG850 ein größerer Nervfaktor.

Auch die Kopfhörerbuchse oben am Smartphone hat eine Kunststoffabdeckung, diese lässt sich jedoch leicht und problemlos lösen. Der USB-C-Anschluss auf der Unterseite kommt ohne Abdeckung aus. Rechts davon ist der Lautsprecher des Smartphones untergebracht. Die Front-Kamera hat ihren Platz oberhalb des Displays rechts neben der Hörmuschel. Die mit der Kunststoff-Rückseite des Handys plan abschließende Hauptkamera hat der Hersteller oben links in der Ecke platziert.

Wie eingangs erwähnt, präsentiert sich das Ruggear RG850 für ein Outdoor-Smartphone verhältnismäßig handlich und bei Weitem nicht so klobig wie viele Geräte der Konkurrenz auf diesem Markt – beispielsweise das Land Rover Explore (Testbericht), das Ulefone Armor X (Testbericht) oder das Oukitel WP2 (Testbericht). Das einzige von uns bisher getestete Outdoor-Handy, das in Sachen Design eine ähnlich unauffällige Optik an den Tag legt, ist das Vernee V2 Pro (Testbericht). Für ein Gerät dieser Kategorie kann man beim Ruggear RG850 durchaus von einem schicken Smartphone sprechen, bei dem uns vor allem die griffige und sich angenehm anfühlende Rückseite im Carbonfiber-Stil gut gefällt.

Als Antrieb kommt beim Ruggear RG850 ein Snapdragon-430-Chip zum Einsatz. Die acht Kerne des Octacore-Prozessors takten maximal mit 1,4 GHz, der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß. Zur Speichererweiterung gibt es einen Micro-SD-Kartenslot, der in Form eines Hybrid-Schachts statt einer Speicherkarte auch eine zweite SIM-Karte aufnehmen kann. Im mobilen Internet unterstützt das Ruggear RG850 LTE, im WLAN funkt es nach 802.11 b, g und n. Zur Verbindung mit anderen Geräten gibt es Bluetooth 4.2, NFC unterstützt das Handy nicht.

Im Bereich der Navigation und Standortsbestimmung bietet das RG850 GPS, A-GPS, Beidou und GLONASS, außerdem einen digitalen Kompass. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 4000 mAh, eine Schnellladetechnologie ist nicht an Bord. Nach IP68-Zertifizierung ist das Ruggear RG850 staubdicht und gegen Wasser (bis zu 30 Minuten in bis zu 1,20 Meter Tiefe) geschützt. Außerdem verspricht der Hersteller eine Fallfestigkeit aus einer Höhe von bis zu 1,50 Metern.

Zusätzlich erklärt Ruggear, dass das RG850 auch nach dem Militärstandard MIL-STD-810G getestet wurde. Ohne nähere Details ist diese Angabe allerdings wenig aussagekräftig: Mit MIL-Standard darf jeder Hersteller für Geräte prahlen, auch wenn nur einzelne wenige Kriterien dieses Standards erfüllt sind. Für die entsprechenden Testmethoden gibt es spezielle Kennziffern und Beschreibungen, die die meisten Hersteller jedoch schuldig bleiben. Auch Ruggear nennt beim RG850 keine konkreten Details – auf der Produktseite ist schlicht die Rede von „einer Belegung mit den MIL-STD-810G-Standard, die eine eine hervorragende Stabilität garantiert“.

Das 5,99 Zoll große Display des Ruggear RG850 löst 1440 × 720 Pixel auf und wird von Corning Gorilla Glass geschützt. Die Auflösung genügt für eine zufriedenstellend scharfe Darstellung, im direkten Vergleich zu höher auflösenden Displays aktueller Top-Smartphones merkt man dem Panel die etwas geringe Auflösung jedoch an. Der Bildschirm bietet eine im positiven Sinne neutrale Farbwiedergabe, eine gute Blickwinkelstabilität und leuchtet stark genug um sich auch bei hellen Lichtverhältnissen draußen nutzen zu lassen. Bei eingeschalteter Option „Handschuhmodus“ innerhalb der Display-Systemeinstellungen ist die Bedienung sowohl mit Handschuhen als auch mit nassen Fingern kein Problem. Die Erkennung von Eingaben funktioniert dann zwar nicht mehr ganz so präzise wie im Normalbetrieb, jedoch noch absolut zufriedenstellend.

Bei Outdoor-Smartphones liegt der Fokus in der Regel nicht auf den Kameras und damit verbunden einer außergewöhnlich guten Bildqualität. Was die Hauptkamera mit einer Auflösung von 12 Megapixeln und Autofokus angeht, waren wir vom Ruggear RG850 im Test jedoch positiv überrascht. Teils gelingen sehr ansehnliche Ergebnisse, die wir so bei keinem der bislang von uns getesteten Outdoor-Handys beobachten konnten. Bei guten Lichtverhältnissen zeigen sich Schärfe, Kontrast und Farbwiede sehr stimmig, Bilder wirken teils jedoch etwas überzeichnet, fast schon „geschönt“ im Vergleich zur Realität. Auch unter Lowlight-Bedingungen liefert die Hauptkamera noch brauchbare Ergebnisse, wobei Fokus und Auslöser in der Regel flott agieren. Die Videoqualität der mit maximal 1080p auflösenden Clips finden wir für ein Mittelklasse-Handy ordentlich. Die Frontcam mit 8 Megapixel Auflösung und Fixfokus hingegen liefert zwar brauchbare Ergebnisse, neigt aber ein wenig zu Überbelichtung. Die mit ihr geschossenen Bilder zeigen auch ab und an einen leichten Blaustich.

Im Antutu-Benchmark kommt das Ruggear RG850 auf knapp 60.000 Punkte – ein ordentlicher Wert für ein Mittelklasse-Smartphone. Auch in der Praxis kann die Performance überzeugen, das System läuft flott und flüssig. Selbst bei vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen kam das Handy bei uns im Test nicht ins Straucheln. Gut hat uns auch die Akkulaufzeit gefallen: Mit der 4000-mAh-Batterie kamen wir selbst bei starker Nutzung auf knapp zwei Tage.

Auch was die Robustheit des Handys angeht, hat sich das Ruggear RG850 in unserem Test keine Schnitzer erlaubt. Keiner unserer Belastungstests – Aussetzen von Schmutz und Staub in größerem Mengen, mehrmaligem längeren Untertauchen in bis zu 1,50 Meter Wassertiefe und einigen Falltests aus circa 1,50 Meter Höhe auf beispielsweise Waldboden und Beton – führten zu keinen nennenswerten Schäden.

Während das GPS-Signal im Freien präzise und genau funktionierte, konnte uns die Signalqualität im Inneren nicht überzeugen. Zwar bekamen wir ein solides Signal mit ausreichend vielen Satelliten, allerdings mit merklich geringerer Genauigkeit. Der Lautsprecher des Handys tönt zwar laut, allerdings nicht besonders wohlklingend. Die oberen Frequenzen dominieren und klingen dabei alles in allem dünn und etwas quäkig.

Beim Ruggear RG850 verzichtet der Hersteller fast gänzlich auf Anpassungen des installierten Betriebssystems in Form von Android 8.1 Oreo. Weder optisch noch in Bezug auf Software unterscheidet sich das OS auf dem RG850 von einem reinen Vanilla-Android. Auch Bloatware findet sich auf dem Outdoor-Smartphone keine. Der installierte Google-Sicherheitspatch war zum Testzeitraum allerdings nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit: Er stammte vom 5. Mai 2018.

Am Ruggear RG850 gefällt uns vor allem die für ein Outdoor-Smartphone außergewöhnlich gute Haupt-Kamera. Aber auch das recht schlanke und außerdem optisch und haptisch ansprechende Design hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen. Gemessen am Preis von aktuell um die 350 Euro gibt es am schicken Outdoor-Handy nur wenig Kritikpunkte. NFC könnte dem ein oder anderen fehlen und auch das Display dürfte gerne etwas höher auflösen. Davon einmal angesehen weiß das Ruggear RG850 zu gefallen.

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Test: Kindle Paperwhite 2018 – E-Reader mit Audible und IPX8

Der neue Amazon Kindle Paperwhite 2018 ist dünner, leichter, wasserdicht und kommt mit Audible. Wir haben den E-Reader im Test.

Der Amazon Kindle Paperwhite erhält 2018 ein umfangreiches Update. Wird aber auch Zeit! – werden sich viele E-Book-Fans denken. Schließlich ist sein letzter Refresh über drei Jahre her. Dabei ist der neue Amazon Kindle Paperwhite nun dünner und leichter, spielt Audible-Hörbücher über Bluetooth ab, kommt mit mehr Speicherplatz und erfüllt einen großen Wunsch vieler Nutzer – er ist wasserfest nach IPX8-Zertifizierung. Wir haben ihn nun seit einer Woche im Test und berichten hier von unseren Erfahrungen.

Der Amazon Kindle Paperwhite 2018 ist wasserfest nach IPX8. Laut Amazon überlebt das Gerät damit unter 2 m Wasser 60 Minuten, bevor Flüssigkeit eindringt. Das gilt jedoch nur für Süßwasser ohne Zusätze. Im salzigen Meer sollte der Paperwhite nicht in Kontakt mit Wasser kommen. Auch eine Badewanne mit Badezusätzen könnte kritisch sein. Dass der Kindle Paperwhite Kontakt mit Säure meiden sollte, muss kaum extra erwähnt werden.

Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch legten wir im Test das Paperwhite 2018 etwa 30 cm tief für 60 min ins Wasserbad. Trotz IPX8-Zertifizierung fühlt es sich irgendwie falsch an, ein elektronisches Gerät unter Wasser zu tauchen. Dem Paperwhite 2018 machte der Tauchgang nichts aus. Zwar führte das Wasser einige unbeabsichtigte Touch-Gesten durch. Doch sobald der E-Reader jedoch wieder trocken war, funktioniert alles reibungslos. Allerdings mussten wir schon ordentlich schütteln und klopfen, bis der letzte Tropfen aus dem offenen Micro-USB verschwand.

Beim Code IPX8 der Zertifizierung steht die erste Stelle, also das X, für die Staubdichtigkeit, die zweite Stelle, also die Nummer 8, für die Wasserfestigkeit. Das X bedeutet, dass das Gerät nicht auf seine Staubdichtigkeit getestet wurde. Amazon versicherte uns auf Nachfrage jedoch, dass es wie beim Vorgänger kein Problem sei, das Paperwhite 2018 zum Beispiel am Strand in den Sand zu legen.

Amazon hat auch an den Maßen geschraubt. So ist der neue E-Book-Reader mit 8,1 etwa 1 mm dünner als sein Vorgänger. Außerdem wiegt er mit 182 g in der WLAN- und 191 g in der 4G-Variante weniger als sein Vorgänger mit 205 g, beziehungsweise 217 g. Diese Gewichtsersparnis von 23 g, beziehungsweise 26 g mag wenig erscheinen. Allerdings halten die meisten den E-Reader beim Lesen mit zwei oder drei Fingern an einer Ecke fest. Aufgrund der Hebelwirkung machen sich so auch schon wenige Gramm bemerkbar und lassen die Hand weniger schnell ermüden.

Bei der Rückseite hat sich wenig getan. Nach wie vor sorgt der gummierte Kunststoff für einen guten Halt in der Hand. Trotzdem hätten wir uns an dieser Stelle ein hochwertigeres Material gewünscht. Die Vorderseite ist nun plan. Dadurch verfängt sich nicht nur weniger Schmutz, sie sieht auch deutlich moderner aus.

Aufgrund der leicht geschrumpften Maße passen die Hüllen des alten Paperwhite nicht mehr. Für den Test des Kindle Paperwhite 2018 schickte uns Amazon eine Klapphülle in Bordeaux mit. Sie besteht zu großen Teilen aus festem Leder. Die Schale, welche das Kindle umschließt, ist aus Kunststoff.

Die Lederhülle sitzt sehr fest und sicher am Paperwhite. Seine Klappe schließt über Magnete zuverlässig, bei einem Sturz öffnet sie sich nicht schon in der Luft, sondern erst mit dem Bodenkontakt. Auf Wunsch klappt sie sich zum besseren Lesen komplett nach hinten um und hält auch dort ihre Position über Magnete. Beim Öffnen und Schließen der Klappe schaltet sich das Gerät selbstständig an und wieder aus. Im geschlossenen Zustand sind sowohl Lade-Port, als auch On-/Off-Taster erreichbar.

Insgesamt bietet sie einen zuverlässigen Schutz, ist jedoch mit 40 Euro vergleichsweise teuer. Auch Dritthersteller bieten für das Paperwhite Hüllen an, die ebenfalls das Gerät zuverlässig schützen, aber deutlich günstiger sind.

Amazon hat den Speicher im Vergleich zum Vorgängermodell auf 8 GByte verdoppelt. Wer will, kann gegen einen Aufpreis auch eine Variante mit 32 GByte kaufen. Dabei werden sich die allermeisten sehr schwer damit tun, den Speicher allein mit E-Books voll zu bekommen.

Sinnvoll ist die Version mit 32 GByte vor allem für all jene, die die neue Audible Hörbuch-Funktion nutzen und die Audio-Dateien dafür auf dem Gerät Speicher wollen. Das von uns heruntergeladene Hörbuch „Der Insasse“ von Sebastian Fitzek dauert 9 Stunden und 13 Minuten und belegt etwa 250 MByte auf dem Gerät. Hochgerechnet passen also weit über 100 Hörbücher vergleichbarer Länge auf das Paperwhite 2018.

Für die Wiedergabe der Hörbücher benötigt der E-Reader eine Bluetooth-Box (Vergleichstest Outdoor Bluetooth-Boxen) oder Bluetooth-Kopfhörer. Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse besitzt der Paperwhite 2018 nicht. Im Test funktioniert die Bluetooth-Verbindung anstandslos. Auffällig war die hohe maximale Lautstärke des Geräts.

Wenn in der Amazon-Cloud ein und dasselbe Buch als E-Book und als Hörbuch gespeichert ist, synchronisiert Amazon den Lese-, beziehungsweise Hörfortschritt mit allen Geräten. MP3-Dateien gibt der Paperwhite 2018 von Haus aus nicht wieder. Man wolle den Nutzer nicht unnötig mit zusätzlichen Features überhäufen und ablenken, begründete Amazon auf Nachfrage diese Entscheidung.

So richtig Sinn ergibt Audible für Kunden von Amazon Unlimited, denn sie können viele Hörbücher ohne weitere Kosten nutzen. Natürlich verkauft Amazon wie gewohnt Hörbücher und die dazugehörigen E-Books über ihren Online-Shop oder direkt auf dem E-Book-Reader.

Das Display ist im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Das macht nichts. Denn noch immer ist es eines der besten am Markt. Das 6-Zoll-Display löst mit 300 ppi auf, einzelne Pixel sind so kaum auszumachen, alles ist sehr scharf. Das Schutzglas auf dem Display ist entspiegelt, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist alles sehr gut zu erkennen. Auch die Blickwinkel sind nach wie vor hervorragend. Beim Umblättern auf die nächste Seite schimmert nur in seltenen Fällen Schrift der zuvor gelesenen Seite durch.

Das Paperwhite 2018 nutzt für die Beleuchtung des Displays nun fünf statt bisher vier LEDs, um das Display gleichmäßiger auszuleuchten und eine höhere maximale Helligkeit zu erzielen. Im Test fielen uns nur beim ganz genauen Hinschauen Unterschiede auf. Egal mit fünf oder vier LEDs, die Ausleuchtung ist hell und gleichmäßig, unangenehme Lichthöfe gibt es keine.

Über einen Helligkeitssensor verfügt das Kindle Paperwhite 2018 nicht. Im Sonnenlicht muss man nach wie vor daran denken, die Displaybeleuchtung auszuschalten, um nicht Akkuladung zu verschwenden.

Ähnlich wie beim deutlich teureren Kindle Oasis, hätten wir uns auch hier schmalere Displayränder gewünscht. Auch vermissen wir nach wie vor physische Tasten zum Umblättern – ebenfalls bei Oasis vorhanden. Wer beim Paperwhite umblättern will, tippt dafür in den äußeren Bereich einer Buchseite auf dem Touchscreen.

Die Akkulaufzeit soll mit sechs Wochen bei täglich 30 min gleichgeblieben sein. Hochgerechnet kommt der Paperwhite 2018 so laut Amazon auf 21 Stunden Dauernutzung. Im Test schrumpfte die Akkuladung nach einer Stunde Betrieb auf mittlerer Helligkeit um 5 Prozentpunkte, was die Herstellerangabe zur Akkulaufzeit im Grunde bestätigt. Das ist eine beachtliche Leistung, schließlich ist das Gerät etwas dünner, leichter und heller als sein Vorgänger. Zum Laden setzt der E-Book-Reader nach wie vor auf Micro-USB statt USB-C.

Mit dem Kindle Paperwhite 2018 führt Amazon Nutzerprofile für Schriftart, -ausrichtung und -größe ein. Diese neue Funktion wird genauso wie der leicht angepasste Homescreen auf allen Kindle-Geräten ab dem Kindle Paperwhite 6. Generation (2013) ausgerollt.

Ansonsten zeigt sich die Nutzerführung wie von anderen Kindle-Geräte gewohnt durchdacht und logisch. Wer beim Lesen ein Wort markiert, bekommt direkt dazu den passenden Duden-, oder Wikipedia-Eintrag angezeigt. Auf Wunsch übersetzt der Kindle Paperwhite sogar.

Im Buch blättert ein Druck auf die rechte oder linke Seite vor, beziehungsweise zurück. Ein Druck auf den oberen Bereich führt in die Optionen, um zum Beispiel die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung in 24 Stufen anzupassen.

Wie bei Kindle-Geräten üblich, greift der Paperwhite für neue Bücher oder Hörbücher auf dem Amazon-Shop zu. Wer E-Books mit einem Amazon-fremden Format darauf lesen will, muss die Dateien umständlich umwandeln und auf dem Paperwhite speichern – einer der großen Nachteile aller Kindle-Geräte.

Der Amazon Kindle Paperwhite 2018 kostet mit 8 GByte Speicher knapp 120 Euro. Mit 32 GByte Speicher fallen 150 Euro an, für die 32-GByte-Variante mit 4G LTE 230 Euro. Amazon bietet auch wieder passende Hüllen an. Sie kosten je nach Ausführung zwischen 30 und 50 Euro.

Beim Kindle Paperwhite 2018 hat Amazon vor allem einen Nutzerwunsch umgesetzt: Der E-Book-Reader ist nun wasserfest nach IPX8. Damit soll er in 2 m Tiefe 60 min durchhalten, bevor Wasser eindringt. Toll für alle, die den Paperwhite gerne am Pool, am Meer oder in der Badewanne nutzen.

Er ist im Vergleich zum Vorgänger etwas dünner und leichter geworden, um ihn länger mit einer Hand ermüdungsfrei halten zu können. Wirklich entscheidend ist das jedoch nicht und fiel im Test kaum auf. Ebenfalls kaum aufgefallen ist die etwas bessere Ausleuchtung und die erhöhte maximale Helligkeit.

Für das nächste Mal wünschen wir uns ähnlich wie beim aktuellen Kindle Oasis ein größeres Display, schmalere Displayränder, physische Blättertasten und hochwertige Materialien auf der Rückseite.

Ein Wechsel von der Vorgängergeneration ist für die meisten Anwender nicht nötig, vor allem weil das Display gleich geblieben ist. Selbst mit nochmal älteren Kindle-Paperwhite-Versionen werden viele nach wie vor zufrieden sein. Aber einen Wechsel will Amazon auch nicht unbedingt. Schließlich verdient Amazon an der eigenen Kindle-Hardware traditionell wenig, ihr Geschäftsmodell fußt auf der Nutzung der Reader und dem Kauf von E-Books.

Einen guten Grund zum Wechseln gibt es dann doch: Sollte das alte Paperwhite ins Wasser fallen und Schaden nehmen, können E-Book-Fans getrost zum neuen Modell greifen.

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Ratgeber: Smarte Weihnachtsbeleuchtung

Den Weihnachtsbaum und die Gartenbeleuchtung per Zuruf steuern? In Zeiten von Alexa und Google Assistant kein Problem. Wir zeigen, was man für eine smarte Weihnachtsbeleuchtung braucht.

Zu Weihnachten soll nicht nur der Baum, sondern idealerweise gleich noch Vorgarten und Gehweg im Lichterglanz erstrahlen. Damit das nicht unnötig auf die Stromrechnung drückt, hilft ein smartes Lichtsystem. Das geht nicht nur abends an und morgens aus, sondern erlaubt gleich noch coole Effekte.

Smart-Home-Technik macht es einfach, Lichterketten, Lichtschläuche und Deko-Leuchten per Fingerzeig oder Zuruf an- oder auszuschalten. Die Technik erlaubt außerdem das Erstellen exakter Zeitpläne oder die Nutzung von Bewegungsmeldern, um die Lampen zielgerichtet zu aktivieren. Einziger Nachteil: Zu weit vom WLAN-Router dürfen sich die Geräte nicht befinden, da sonst keine Steuerung möglich ist. Wer hier aufrüsten möchte, findet in unserem Praxisartikel „WLAN im Garten“ praktische Hilfestellungen. Wer seine Beleuchtung bequem per Zuruf steuern möchte, braucht noch einen smarten Lautsprecher wie den neuen Echo Dot 3 (Testbericht) oder Echo Plus 2 (Testbericht).

Fertigen Lösungen für smarte Weihnachtsbeleuchtung sind rar, ein paar interessante Modelle sind aber verfügbar. So eignen sich beispielsweise die wasserdichten Gardenspots von Osram als Weihnachtsbeleuchtung. Wer die Lampen in den Weihnachtsbaum hängen will, muss lediglich die kleinen Erdspieße entfernen. Die RGB-Variante der Gardenspots stellt bis zu 16 Millionen Farben dar und bieten verschiedene Farbwechsel-Effekte. Preislich interessanter ist allerdings die Variante mit weißen LEDs. Für die Ansteuerung per App oder Sprachbefehl ist ein Lightify-Gateway (Testbericht Lightify Starter Kit) nötig.

Deutlich kostenintensiver, aber auch beeindruckender, sind die Produkte vom Hersteller Twinkly. Neben einer LED-Lichterkette ist vor allem der RGB-Lichtervorhang in 1,5 und 2,5 Metern Breite beeindruckend. Die Steuerung funktioniert per WLAN und der Twinkly-App. Die bis zu 200 einzeln ansteuerbaren Lampen ermöglichen spannende Animationen und Effekte. Diese sind vorprogrammiert und werden per App abgerufen. Wer möchte, kann weitere Animationen selbst entwerfen. Eine extrem coole Beleuchtung, die mit 100 bis 130 Euro allerdings nicht ganz billig ist. Die Produkte von Twinkly sind mit IoT-Technologie ausgestattet und beispielsweise mit dem Google Assistant kompatibel. So klappt auch die Steuerung per Zuruf oder per Bewegungsmelder.

Wer möchte, kann auch klassische LED-Stripes wie die von Pearl (Testbericht) oder Ailuki als Weihnachtsbeleuchtung nutzen. Der große Vorteil der wasserfesten Lichtbänder ist deren verhältnismäßig günstiger Preis. Ein Modell mit 10 Metern Länge und RGB-LEDs kostet nur knapp 40 Euro. Neben der smarten Steuerung per App oder Alexa-Sprachsteuerung ist auch eine Fernbedienung beigepackt. Wer möchte, kann die LED-Streifen sogar im Rhythmus der Musik leuchten lassen. Anders als bei der Lösung von Twinkly sind die 300 Leuchten allerdings nicht einzeln ansteuerbar.

Wer bereits eine Weihnachtsbeleuchtung besitzt, muss diese nicht ersetzen. Eine smarte Steuerung ist auch mit Nachrüstlösungen möglich. Das Ein- und Ausschalten per Zuruf, per Zeitsteuerung oder per Bewegungsmelder klappt problemlos. Lampen zu dimmen oder die Farben zu ändern, funktioniert allerdings nicht, da die Nachrüst-Lösungen nur an- und ausgeschaltet werden können.

Am einfachsten ist die Verwendung von smarten Steckdosen. Die WLAN-Steckdosen gibt es sowohl für Innenräume als auch für den Außenbereich. Die Einbindung ins Heimnetzwerk ist einfach und unkompliziert. Die günstigsten Modelle gibt es ab etwa 12 Euro. Trotz WLAN-Anbindung und App-Steuerung sind die Steckdosen allerdings nicht zwangsläufig mit Alexa oder dem Google-Assistant kompatibel. Wer seine Beleuchtung per Zuruf oder Bewegungsmelder steuern will, sollte unbedingt kompatible Modelle kaufen. In der Praxis haben sich die unten genannten Geräte bewährt. Die Modelle von Osram benötigen für den Betrieb ein passendes Gateway. Wem eine zentrale Steuerung per App oder Zeitschaltung ausreicht, der kann auch zu günstigen No-Name-Varianten greifen.

Etwas billiger als die Steckdosen-Lösung, allerdings mit mehr Aufwand verbunden, ist die Nutzung von WLAN-Zwischenadaptern. Wer sie nutzt, muss zuerst basteln. Dazu wird die Stromleitung zerschnitten und der Adapter per Lüsterklemmen angeschlossen. Da hier direkt am Strom gearbeitet wird, ist die Lösung nur für erfahrene Bastler geeignet. Da die WLAN-Module nicht wasserdicht sind, eignen sie sich nur für Innenräume. Wer der chinesischen Firmware nicht vertraut, der kann die Zwischenstecker auch mit einer alternativen Firmware nutzen.

Aus unserer Sicht sollte man sich den Bastel-Aufwand sparen und zu den WLAN- oder DECT-Steckdosen greifen. Diese gibt es nicht nur für den Innen- sondern auch den Outdoor-Einsatz. Sie sind dank der einfachen Plug&Play-Montage flexibel einsetzbar. Wer möchte, nutzt sie im Sommer für den Ventilator und zur Weihnachtszeit für die Beleuchtung.

Für Deko-Leuchten mit E14- oder E27-Fassung empfehlen wir die Nutzung von Smart-Bulbs. Passende Modelle finden sich in unserem Vergleichstest. Die WLAN-Leuchtmittel bieten noch mehr Komfort als Steckdose oder Zwischenadapter. Wer möchte kann die Lampen auch dimmen oder den Farbton verändern.

Smarte Weihnachtsbeleuchtung sieht gut aus, bietet viel Komfort und hilft Stromkosten zu sparen.

Wer Nachrüst-Lösungen nutzt, sollte darauf achten die Steckdosen und WLAN-Adapter nicht zu überlasten. Die angegebene maximale Stromstärke bezieht sich in der Regel auf ohmsche Lasten. Das sind beispielsweise herkömmliche Glühlampen oder elektrische Heizlüfter.

Die Stromstärke von Motoren, Netzteilen oder LED-Lampen wird als induktive Last angegeben. So schaffen die WLAN-Zwischenstecker zwar 10 A ohmsche Last, allerdings nur etwa 3 A induktive Last. Um auf Nummer sicher zu gehen sollten deshalb nicht mehrere Verbraucher an einen Adapter, bzw an eine Steckdose angehängt werden.

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BQ Aquaris X2 im Test: gute Leistung, lange Akkulaufzeit

Das weniger als 300 Euro teure BQ Aquaris X2 kommt mit Android One, Dualkamera und großem Akku. Wir haben getestet, wie sich das Telefon im Alltag schlägt.

Mit dem Aquaris X2 sowie dem Aquaris X2 Pro (Testbericht) bringt der spanische Hersteller BQ gleich zwei bezahlbare und attraktive Smartphones mit Android One auf den Markt, ähnlich wie Lenovo mit dem Motorola One (Testbericht) oder HMD Global mit dem Nokia 6.1 (2018). Eines der wesentlichen Unterschiede zwischen beiden BQ-Geräten ist die Verarbeitung: Das Pro-Modell ist hauptsächlich aus Glas gefertigt, wohingegen beim kleinen Bruder Kunststoff zum Einsatz kommt. Die optischen Unterschiede sind mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbar. Erst beim In-die-Hand-nehmen fühlt man, dass der Rücken rau ist und sich plastisch anfühlt. Beim Aquaris X2 Pro fühlt sich das Gehäuse glatter und kälter an.

Die vordere Seite des Aquaris X2 ist aus widerstandsfähigem Glas, das an den Rändern leicht abgerundet ist. Der Rahmen des Telefons ist aus Metall gefertigt. Er verbindet nicht nur die Front und den Rücken miteinander, sondern dient auch als Antenne für Mobilfunk, GPS, Bluetooth und WLAN. Im Metallrahmen sitzen fünf Kunststoffelemente, die als Unterbrecher fungieren. Leider ragen sie leicht aus dem Gehäuse heraus, sodass sie nicht nahtlos abschließen. Beim Drüberfahren mit der Fingerkuppe ist der leichte Höhenunterschied spürbar – kein großes Problem, aber ein kleines Manko.

Das Kunststoff-Glas-Metall-Gehäuse des BQ Aquaris X2 ist geschützt gegen Spritzwasser. Auf der rechten Seite hat es seine Knöpfe, darunter die obligatorische An- und Austaste sowie die Wippe zum Steuern der Lautstärke. Die Tasten sind gut zugänglich und haben einen angenehmen Druckpunkt. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite arbeitet schnell und entsperrt zuverlässig, wobei das natürlich nichts über die tatsächliche Sicherheit aussagt.

Im Aquaris X2 verbaut BQ einen Qualcomm Snapdragon 636. Der Achtkern-Prozessor ist deutlich moderner, als der Snapdragon 625 im vergleichbaren Motorola One. Das BQ-Smartphone hat mit 3 GByte RAM aber weniger als das Motorola (4 GByte). Das System läuft dennoch schnell, flüssig und ohne Verzögerungen. Auch bei synthetischen Benchmarks zeigt es sich von seiner guten Seite und schneidet teilweise besser ab, als andere Smartphones mit Android One. Mit einem Punktwert von 110.000 ist es fast 37 Prozent schneller als das Motorola One. Gegenüber dem BQ Aquaris X2 Pro ist es um die 26 Prozent langsamer, das liegt allerdings am leistungsstärkeren Prozessor (Snapdragon 660) und ebenfalls 4 GByte RAM.

Der interne Speicher des BQ Aquaris X2 ist 32 GByte groß, das ist nicht mehr zeitgemäß, wo doch fast alle Hersteller auf 64 GByte setzen. Nach Abzug der Software und dem Betriebssystem bleiben dem Nutzer etwa 18,5 GByte für seine Daten übrig, das sind gerade einmal 57 Prozent Speicheranteil. Andere Telefone sind hier besser aufgestellt, etwa das Galaxy A8 (Testbericht) mit 68 Prozent (22 von 32 GByte). Bei Bedarf setzt der Nutzer eine Micro-SD-Karte ein und erweitert den Speicher. Alternativ speist das BQ Aquaris X2 eine zweite Nano-SIM-Karte und telefoniert so über Dual-SIM. Schöner wäre ein dreifacher Steckplatz gewesen, der kompromisslos und zeitgleich alle drei Karten aufnimmt. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, haben wir ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche MicroSD-Karte für Android?

Beim Display sind beide Smartphones der Aquaris-X2-Reihe identisch: 5,65 Zoll (ca. 14 cm) in der Diagonale. Die Ecken des Bildschirms sind abgerundet, das schaut etwas moderner aus; hat aber unterm Strich keinen Nutzen. Anders als beim Motorola One kommen die BQ-Smartphones ohne eine Einkerbung im Display („Notch“). Die auf den Anwender gerichtete Kamera mit Foto-LED, die Hörmuschel und die Sensoren für Helligkeit und Distanz sitzen oberhalb des Displays. Die Auflösung mit 2160 × 1080 Pixeln bei einem schlanken Seitenverhältnis von 2:1 ist hoch. Die Bildschärfe beträgt 427 Pixel pro Zoll, das sind fast 50 Prozent mehr als beim Motorola One. Auch bei der Helligkeit steht das Aquaris X2 besser da, als viele andere Geräte in der Klasse: Genau wie beim Aquaris X2 Pro beträgt auch die Leuchtkraft starke 621 Candela pro Quadratmeter.

Das Aquaris X2 kommt mit einer Dualkamera auf der Rückseite. Sie schießt Bilder mit 12 und 5 Megapixeln. Wie beim Pro-Modell schaut die Kameraeinheit auch hier wenige Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Anders dagegen ist der Autofokus, der reagiert weicher und schneller auf Bewegungen, als der des Aquaris X2 Pro. Die Kamera liefert gute Bilder mit einer ausreichenden Schärfe. Details sind zwar vorhanden, doch insgesamt wirken die Farben etwas blass. Sowohl die vordere als auch die hintere Kamera machen schöne Bilder mit wahlweise weichgezeichnetem Hintergrund.

Die Kommunikation mit dem Netz baut das BQ Aquaris X2 über schnelles WLAN nach dem n-Standard über 2,4 und 5 GHz sowie über LTE auf. Es hat Bluetooth 4.2, NFC und ein UKW-Radio an Bord. Das Musikhören funktioniert über den Klinkenanschluss mit 3,5 mm. Der Empfang und die Gesprächsqualität bei Telefonaten waren ausgezeichnet.

Das BQ Aquaris X2 kommt mit Android One – das ist aus unserer Sicht das wichtigste Merkmal des Smartphones. Dadurch versichert der Hersteller sicherheitsrelevante Updates für drei Jahre und funktionale Upgrades für zwei Jahre. Das ist beim herkömmlichen Android, das auf vielen Top-Smartphones zum Einsatz kommt, nicht immer der Fall. Somit ist das Aquaris X2 nachhaltig aufgestellt. Das zugrundeliegende Betriebssystemversion des BQ Aquaris X2 ist Android 8.1 Oreo. Der Sicherheits-Patch ist vom 1. September 2018. Dass ein Upgrade auf Android 9 Pie folgt, ist klar, nur wann dies geschieht, steht noch nicht fest.

Im Lieferumfang des BQ Aquaris X2 befinden sich Smartphone, USB-C-Kabel und Schnellladegerät. Eine Schutzhülle wie beim Motorola One ist nicht dabei; Kopfhörer fehlen ebenfalls. Das kabelgebundene Laden des 3100 mAh Akkus dauerte im Test eine Stunde und 31 Minuten, das ist überdurchschnittlich flott. Nach einer halben Stunde kommt der leere Akku auf 47 Prozent. Der Akku hält bei gewöhnlicher Nutzung einen Tag durch. Im Test mit einem kontinuierlich laufenden Video bei maximaler Display-Helligkeit hat das BQ Aquaris X2 gute 13 Stunden mit einer Akkuladung erreicht, bei der Pro-Variante sind es 11 Stunden.

Das BQ Aquaris X2 ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone mit Android One. Hervorzuheben sind das hochauflösende, helle Display, der leistungsstarke Prozessor, die lange Akkulaufzeit sowie die Kamera, die vernünftige Ergebnisse liefert. Bei der Verarbeitung hätte sich der Hersteller etwas mehr Mühe geben können, die Makel sind aber kaum von großer Bedeutung. Die unverbindliche Preisempfehlung des Aquaris X2 lautet 319 Euro, erhältlich ist es aktuell schon ab 290 Euro. Für die gebotene Leistung ist der Preis fair und angemessen.

Wem eine stets aktuelle Software durch Android One wichtig ist, der wird mit dem Kauf des BQ-Smartphones kaum etwas falsch machen. Alternativ gibt es das Pocophone F1 von Xiaomi (Testbericht), es läuft zwar mit gewöhnlichem Android, dafür bietet es eine High-End-Ausstattung.

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