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Staubsauger-Roboter von Dyson im Test: kraftvoll, aber teuer

Der 360 Eye ist der erste Staubsauger-Roboter vom für beutellose Staubsauger bekannten Hersteller Dyson. Das Modell punktet mit hoher Saugkraft und kompakter Bauform. Abschreckend ist der hohe Preis.

Das erste, was beim Dyson 360 Eye auffällt, ist die Größe. Sowohl die Verpackung als auch der Staubsauger selbst sind um gut 30 Prozent kleiner als die Staubsauger-Roboter von Pearl, Neato oder Proscenic. Mit 13 Zentimetern Gesamthöhe ist der 360 Eye zwar nur um gut 2 bis 3 Zentimeter höher als andere Modelle, durch den geringen Gehäusedurchmesser von nur 23 Zentimetern wirkt er aber deutlich höher.

Zur Orientierung setzt Dyson auf IR-Sensoren und eine 360-Grad-Kamera. Diese befindet sich mittig auf der Oberseite des Saugers. Um Treppenstürze zu verhindern, nutzt der Dyson-Sauger Infrarot-Sensoren. Für Vortrieb sorgen zwei kleine Raupenantriebe. Eine berührungsempfindliche Leiste zur Hinderniserkennung ist nicht vorhanden. Zur Bedienung ist nur ein einzelner Taster auf der Oberseite vorhanden. Er ist beleuchtet und gibt Auskunft über den Betriebszustand.

Der Schmutzbehälter sitzt an der Gehäusefront und hat ein Volumen von 0,33 Litern. Der Filter des Motors sitzt versteckt hinter dem Behälter. Der Abluftfilter ist rückseitig hinter einer Kunststoffblende versteckt. Auf der Unterseite befinden sich zwei Ladekontakte und die breite Bürstenwalze für Hart- und Teppichböden. Auf zusätzliche Bürsten an den Seiten verzichtet Dyson im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern.

Die im Lieferumfang enthaltene Ladestation ist sehr kompakt und kann bei Bedarf einfach zusammengeklappt werden. Das Kabel des Netzteils ist etwa 140 Zentimeter lang.

Der 360 Eye ist ein reinrassiger Bodenstaubsauger mit WLAN-Anbindung. Über eine Wischfunktion, wie der Proscenic Coco Smart 790T, verfügt das Modell nicht. Im Gegenteil: Dyson warnt explizit davor, Flüssigkeiten aufzusaugen, da diese den Motor beschädigen würden.

Um das Potential des Saugers zu nutzen, ist die kostenlose App notwendig. Auch ohne Smartphone startet der Roboter auf Knopfdruck, allerdings sind dann weder Reinigungsmodus noch Saugkraft einstellbar.

Da der Dyson sich per Kamerabild orientiert, muss seine Umgebung ausgeleuchtet sein. In kompletter Dunkelheit findet sich der Roboter nicht zurecht.

Durch die geringe Breite passt der Dyson problemlos zwischen Stuhlbeinen hindurch. Andere Testgeräte, wie das Modell von Pearl, haben die Stühle umfahren. Insgesamt klappt die Orientierung per Kamera und IR-Sensoren erfreulich gut. Der Sauger bemerkt Treppenabgänge ohne abzustürzen und knallt auch ohne Berührungssensoren nicht gegen die Wände.

Der 360 Eye unterteilt die Räume in ein quadratisches Raster und fährt dieses konsequent ab. Das führt mitunter dazu, dass er beispielsweise erst 80 Prozent des Esszimmers putzt, dann in der Küche weitermacht, um anschließend zurückzukehren und die restlichen 20 Prozent des Esszimmers zu saugen. Nach Beendigung des Vorgangs fährt der Roboter automatisch zur Ladestation zurück und meldet an die App.

Geht der Akku zu Neige, bevor alle erreichbaren Räume abgefahren sind, fährt er zum Nachladen an die Station und macht nach dem Ladevorgang dort weiter, wo er seine Arbeit zuvor unterbrochen hat. Das Laden des Akkus dauert in unserem Test etwa zweieinhalb Stunden. Stellt man den Roboter händisch in einen anderen Raum, findet er nicht selbstständig zur Ladestation zurück. Stattdessen parkt der 360 Eye dann nach getaner Arbeit an der Stelle, wo er zuvor platziert wurde.

Die Software zur Steuerung ist für Android- und iOS-Geräte erhältlich. Die Einrichtung dauert mehrere Minuten. Zuerst steht eine Registrierung mit Namen und E-Mail-Adresse an. Zur erstmaligen Verbindung benötigt die App die Kennwörter vom WLAN und dem 360 Eye. Nachdem wir den Staubsauger gekoppelt haben, kommt zunächst der Hinweis, das eine neue Firmware verfügbar ist. Das Überspielen der neuen Software dauert etwa fünf Minuten.

Die übersichtlich gestaltete App informiert über den aktuellen Status des Saugers und stellt zahlreiche Statistiken und eine Karte der gereinigten Flächen zur Verfügung. Die Bedienung ist insgesamt angenehm intuitiv und unkompliziert.

Neue Firmware-Updates aufspielen oder den Roboter per Fernzugriff starten, sind weitere Funktionen der App. Praktisch ist auch die Terminplanung per Smartphone. So startet der 360 Eye beispielsweise dann seine Arbeit, wenn man im Büro sitzt. Hat sich der kleine Helfer irgendwo festgefahren, schickt er eine kurze Meldung ans Smartphone.

Auch der Reinigungsmodus wird in der App eingestellt. Die Einstellung Max sorgt für maximale Saugkraft, aber verkürzt die Akkulaufzeit auf etwa 30 Minuten. Der Modus Leise reduziert zwar Lautstärke und Saugleistung, dafür liegt die Laufzeit dann bei circa 50 Minuten.

Ein Reset des Staubsaugers ist mit der App nicht möglich. Wer seinen 360 Eye verkaufen oder zurückgeben will, muss die Reset-Datei auf einen leeren USB-Stick speichern und diesen in den Anschluss hinter dem Luftfilter stecken. Drückt man dann den Knopf des Saugers für mehrere Sekunden, beginnt der Dyson mit der Übertragung der Datei. Das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern auch komplizierter als nötig.

Der kleine Staubsauger-Roboter hat ordentlich Power. Das macht sich bei maximaler Saugleistung auch beim Geräuschpegel bemerkbar. Während der 360 Eye im Leise-Modus vergleichbar laut wie andere Modelle unterwegs ist, macht er bei maximaler Leistung deutlich mehr Lärm als beispielsweise der Neato D5. Die Saugleistung ist dann allerdings beeindruckend. Obwohl unser Testumfeld regelmäßig gesaugt wird, finden sich im Schmutzbehälter nicht nur Haare und extra platzierte Krümel, sondern auch jede Menge feiner Staub. Der Dyson-Roboter scheint bei Teppichen eine weit bessere Tiefenwirkung zu haben als günstige Sauger. Gerade für Allergiker kann das hilfreich sein.

Dank des kraftvollen Antriebs sind auch Türschwellen und Hochflorteppiche mit einer Höhe von bis zu zwei Zentimetern kein Problem.

Trotz der sehr guten Saugleistung ist auch der 360 Eye nicht unfehlbar. Obwohl die Bürste fast die komplette Breite des Saugers einnimmt, macht sich das Fehlen von seitlichen Bürsten deutlich bemerkbar. Ein schmaler Rand an den Wänden bleibt ungeputzt und muss per Hand nachgereinigt werden. Wer den Sauger regelmäßig auf Tour schickt, sollte damit aber nicht viel Arbeit haben.

Durch die höhere Bauform passt er auch nicht unter Sofas. Das stört uns allerdings nicht, denn die Erfahrung zeigt, dass sich die Roboter gerne unter Couchen festfahren. Zwar muss dann selbst Hand angelegt werden; nervige Rettungsaktionen um den Sauger zu befreien, entfallen aber.

Das der teure Dyson hin und wieder kleine Abschnitte von wenigen Quadratzentimetern nicht bearbeitet, hat uns allerdings verwundert. Gerade bei dem hohen Preis haben wir das nicht erwartet.

Um eine möglichst gründliche Reinigung zu gewährleisten, ist es notwendig, den Staubsauger regelmäßig zu warten. Dazu gehören in erster Linie die Entleerung des Schmutzbehälters und die Säuberung der Luftfilter und der Rundbürste.

Insgesamt dauert der gesamte Vorgang nur wenige Minuten. Die Entnahme und Entleerung des Schmutzbehälters ist unkompliziert und schnell erledigt. Und das ist auch gut so: die 0,33 Liter Volumen reichen für etwa zwei bis drei Stunden, dann ist der Behälter voll.

Rundbürste und Luftfilter halten da schon länger durch. Allerdings ist das natürlich davon abhängig, wie oft und was der 360 Eye saugt. Die Luftfilter sollten, laut Dyson, mindestens alle vier Wochen unter fließendem Wasser abgespült werden. Anschließend müssen die Filter dann etwa 24 Stunden lang trocknen.

Um die Rundbürste von Haaren zu befreien, wird sie kurzerhand ausgebaut. Zum Öffnen der seitlichen Arretierung reicht beispielsweise eine Münze. Nach dem Ausbau ist es einfach, die verhedderten Haare zu entfernen.

Unsere Befürchtung, dass sich lange Haare auch in den Raupenantrieben sammeln, hat sich nicht bestätigt. Der Antrieb ist auch nach mehreren Stunden im Praxiseinsatzfrei von Verunreinigungen.

Der 360 Eye macht besonders auf Teppichböden eine sehr gute Figur. Die Tiefenwirkung des sehr kraftvollen Staubsaugers ist beeindruckend. Aber auch auf Hartböden macht der Roboter einen sehr guten Job. Tierhaare und feinster Staub haben keine Chance gegen die Saugkraft des Dyson-Saugers. Insbesondere Allergiker können davon profitieren.

Das Fehlen von seitlichen Bürsten sorgt allerdings dafür, dass die Ränder nicht perfekt sauber werden. Händische Nacharbeit ist also auch bei diesem Modell notwendig. Die Systematik mit der der kompakte Roboter die Räume abfährt ist gut, aber anderen Saugern nicht überlegen. Dasselbe gilt auch für die App.

Wer auf eine besonders tiefenwirksame Reinigung haben möchte, sollte sich den 360 Eye genauer ansehen. Weder die Modelle von Neato, Pearl oder Proscenic haben vergleichbare Ergebnisse erzielt. Diese Gründlichkeit hat aber ihren Preis.

Um Räume von oberflächlichem Schmutz und Staub zu befreien, tut es auch ein günstigeres Modell. Auch wer möchte, dass sein Roboter unter dem Sofa saugt, muss sich nach einer Alternative umsehen. Dafür ist der Dyson schlicht zu hoch.

  • Proscenic Coco Smart 790T: Staubsauger mit Wischfunktion
  • Test: Günstiger Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion
  • Neato Botvac D5 im Test: Was kann der Staubsauger-Roboter?

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Akku-Top-10: Smartphones mit der längsten Laufzeit

Kameras, Displays und Chips haben in Smartphones enorme Technologiesprünge hingelegt, doch die Akkus bleiben Spaßverderber. Wir zeigen die Handys mit dem längsten Durchhaltevermögen.

Bei den Messwerten greifen wir auf den Fundus unserer Kollegen von c't zurück. Dort werden Smartphones regelmäßig auf Herz und Nieren getestet, beispielsweise günstige Modelle zwischen 150 und 200 Euro inklusive Display, Kamera – und natürlich auch Akku. Für die Messung des Stromverbrauchs kommen verschiedene Tests zum Einsatz. Grundsätzlich werden die Smartphones aufgeladen, der Test gestartet und die Zeit gemessen, bis das Gerät sich mit leerem Akku abschaltet.

Gemessen wird die Zeit, in der das Smartphone ein Video im lokalen Player in Dauerschleife laufen lässt, bei einem festen Helligkeitswert von 200 cd/m². Bei gleicher Helligkeit wird außerdem gemessen, wie lange das Gerät über WLAN im Browser Webseiten abruft – also quasi „surft“.

Die verschiedenen Messungen sind natürlich synthetisch und die konkreten Ergebnisse nicht auf die Praxis übertragbar, sie sind aber untereinander vergleichbar.

In der Top-10 der Video-Wiedergabe sind ausschließlich Android-Smartphones vertreten, und spannenderweise nur wenige Modelle der klassischen, großen Markenhersteller wie Samsung, LG, Sony oder HTC.

Die folgende Tabelle zeigt die Daten im Detail.

Beim Surfen haben hingegen wieder die bekannteren Smartphone-Hersteller die Führung in der Hand: Ihre Akkus halten länger als die der Konkurrenz. Außerdem finden sich – wenn auch im hinteren Drittel – zumindest zwei iPhones in der Top-10. Zum Vergleich, das sündhaft teure iPhone X (Testbericht) kommt bei dieser Messung auf 625 Minuten – das sind 23 Prozent weniger als das iPhone 8 (Testbericht).

Werfen wir nun einen Blick auf die Preise der Produkte. Wenn es mehrere Ausführungen gibt, etwa verschiedene Farben oder Speichervarianten, haben wir immer das günstigste aktuell verfügbare Modell gewählt.

Der folgende Preisvergleich zeigt den tagesaktuellen Kurs:

Auffällig ist: Mit weitem Abstand die meiste Akkulaufzeit für's Geld gibt's bei Samsung mit dem Einsteiger-Smartphone Galaxy J3 2017 (Testbericht in c't 21/2017), das derzeit ab etwa 140 Euro über den Ladentisch wandert.

Im mittleren Preisbereich von etwa 300 bis 400 Euro gibt – wenig überraschend – vor allem Mittelklasse-Smartphones, deren Batterien in der Praxis überzeugen, etwa das Moto Z2 Play (Testbericht), das Sony Xperia XZ1 Compact (Testbericht) oder das Nokia 8.

Die günstigsten Angebote in der Oberklasse sind die Modelle Xiaomi MI6 (Testbericht in c't 22/2017) und OnePlus 5T (Testbericht). Wer Wert auf Marke legt, kommt aktuell am günstigsten mit dem LG V30 (Testbericht) und dem Huawei Mate 10 Pro (Testbericht) weg.

Ebenfalls auffällig ist, dass die Akku-Kapazität keine aussagekräftige Größe ist. Smartphones mit vergleichsweise kleinem Stromspeicher halten unter Umständen dennoch länger durch als Klopper mit Riesen-Akkus.

Der Grund dafür ist zum einen in der Software zu suchen. Das auf die Hardware perfekt optimierte iOS von Apple ermöglicht etwa dem iPhone 8 den letzten Platz in der Top-10 der Video-Wiedergabe. Die Kapazität ist mit 1821 mAh aber nicht einmal halb so groß wie die des Huawei Mate 10 Pro (4000 mAh), das bei diesem Test nicht unter den zehn stärksten Produkten landet.

Außerdem ist natürlich auch die Hardware mit dafür verantwortlich. Je nachdem, welche Inhalte dargestellt werden, brauchen OLED-Panels (z. B. iPhone X, Galaxy Note 8) mehr oder weniger Strom als gleich große LCDs. Displays mit höherer Auflösung und deren Grafikchips brauchen mehr Energie als Modelle mit niedrigerer Auflösung, was unter anderem das gute Abschneiden des Galaxy J3 erklärt. Und auch die ARM-Architektur und der Aufbau des SoC trägt einen entscheidenden Teil zur Energieeffizienz bei.

Bis neue Akkutechnologien marktreif sind und das Problem der kurzen Laufzeit nachhaltig lösen, werden wir wohl mit LiPo- und LiIo-Akkus (Lithium-Polymer und Lithium-Ionen) leben müssen; vermutlich noch einige Jahre. Dass mit diesen Technologien dennoch respektable Laufzeiten erreicht werden, ist vor allem der gesteigerten Effizienz und der höheren Akku-Kapazität geschuldet.

Wenn dieser Punkt ein entscheidendes Kauf-Kriterium ist, helfen die Messergebnisse bei der Entscheidung – auch, wenn die Werte natürlich im Labor entstanden sind und sich in der Praxis noch viele weitere Faktoren wie Umgebungstemperatur, Helligkeit und Qualität und Art der Funkverbindung mit einfließen.

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Kaufberatung: Die besten Hüllen für das Samsung Galaxy S9

Wer sein Samsung Galaxy S9 schützen will, hat die Qual der Wahl: Welche Hülle man für wie viel Geld kaufen sollte, zeigen wir in der Kaufberatung.

Grundsätzlich gibt es für die Auswahl der passenden Schutzhülle zwei Hauptkriterien: den Einsatzzweck und den persönlichen Geschmack. Wer sich den perfekten Schutz für sein Smartphone zulegen will, sollte sich im Vorfeld überlegen, was das Case eigentlich tun soll. Geht es eher um die Vermeidung von unschönen Kratzern? Dann sollte die Hülle in erster Linie nicht zu sehr auftragen. Oder soll die Hülle vor heftigen Einschlägen und Stürzen schützen? Dann sollte das Case nicht zu dünn sein und im Idealfall über verstärkte Ecken verfügen. Wichtig ist es auch darauf zu achten, wie weit sich die Hülle um das Smartphone schmiegt. Je nach Modell schützen die Hüllen dann nicht nur das Gehäuse, sondern gleichzeitig auch den Bildschirm des Smartphones.

Als zweites sollte man sich Gedanken über die eigenen Vorlieben machen. Soll das Case möglichst unauffällig oder so auffällig wie nur möglich sein? Material- und Farbauswahl sind in erster Linie Geschmackssache.

Wer das sexy Design seines Samsung Galaxy S9 (Testbericht) erhalten möchte, der braucht eine möglichst unauffällige Hülle. Das Case sollte transparent oder zumindest halbtransparent sein und nicht zu sehr auftragen. Sehr dünne Hüllen schützen allerdings eher vor Kratzern, als vor Sturzschäden. Wer den schlanken Cases nicht traut, sollte auf ein Modell mit verstärkten Ecken setzen.

Wer es gerne etwas auffälliger mag, kann mit seiner Hülle auch Aufmerksamkeit erregen. Hüllen in knalligen Farben oder mit bunten Aufdrucken ziehen Blicke auf sich und schützen gleichzeitig das Smartphone. Auch hier gilt: Dünne Hüllen sind zwar unauffälliger, schützen aber auch weniger vor harten Stößen als vor Kratzern.

Wer sein Samsung Galaxy schützen will und gleichzeitig Seriosität ausstrahlen möchte, entscheidet sich für eine Hülle mit konservativem Design. Wer neben seinem Gehäuse auch das Display schützen möchte, sollte sich für den Rundumschutz eines Flip-Cases entscheiden. Dass der Schutz trotz edler Optik nicht zu kurz kommen muss, zeigt beispielsweise das Case von Otterbox.

Neben dem Design und der Sicherheit sind auch Zusatzfunktionen ein wichtiger Entscheidungsfaktor bei der Auswahl der Smartphone-Hülle.

Wer auf seinem Smartphone auch Serien und Filme ansieht, der sollte ein Modell mit integriertem Aufsteller kaufen. Interessant finden wir auch das Konzept mit integrierter Magnethalterung für PKW. Wer gerne auf sein Bargeld verzichtet, der sollte sich eine Hülle mit integriertem Kreditkartenfach zulegen.

Mehr als acht verschiedene Schutzhüllen für das Galaxy S9 hat der US-amerikanisch-koreanische Hersteller Spigen im Portfolio. Zwischen 7,49 und 14,95 Euro kostet ein Gewand. Die einfachste und günstigste Hülle nennt sich Thin Fit. Wie der Name suggeriert, handelt es sich um einen dünnen Überzug. Gut gefallen hat uns auf Anhieb die Festigkeit der mattschwarzen Kunststoffhülle. Sie ist schnell aufgezogen und verleiht dem Gerät nicht nur Schutz, sondern auch einen besseren Grip. Darüber hinaus besitzt die Hülle eine kleine Metallplatte, die sich magnetisch mit einer Autohalterung verbindet.

Das Wallet S von Spigen ist eine Rundum-Hülle in Lederoptik und bietet zwei Kartenfächer. Mithilfe einer Seitenstütze lässt sich das Smartphone aufstellen und erleichtert so das Betrachten von Videos. Die Aufstellfunktion im Portmonnaie-Look wirken edel und sind den Preis von 12,99 Euro wert.

Besonders beeindruckt hat uns die Widerstandsfähigkeit der Hülle Neo Hybrid. Sie besitzt eine geriffelt harte und weiche Oberflächenstruktur und dämpft Stürze außergewöhnlich gut. Außerdem sitzt das Galaxy S9 sehr fest in das Case, sodass es bei einem Aufprall nicht herausspringt.

Die Hüllen von Spigen mit einer Metallplatte haben im Test keinerlei Auswirkung auf die drahtlose Ladefunktion des Smartphones gezeigt.

Auch Rhinoshield bietet Hüllen für das Samsung Galaxy S9 an: Insgesamt drei Cases. Die Produkte liegen in der mittleren Preisklasse. Der Crashguard schützt das Telefon seitlich und lässt die Front und den Rücken frei. Nachteil dieser Rundum-Stoßstange oder Bumper: Das schlanke Galaxy S9 macht sich voluminöser. Käufer sollten zudem wissen, dass das Auf- und Abziehen des Crashguard nicht einfach ist, wenn man die Technik dahinter nicht kennt. Ohne Witz: Auf YouTube zeigen Blogger, wie sich die Handyhülle am besten vom Telefon lösen lässt.

Die Solidsuit liefert Rhinoshield in zwei verschiedenen Looks: Carbon-Optik und Mattschwarz. Die Hüllen zeichnet eine besonders hohe Qualität aus. Sie schützen den Seitenbereich sowie den Rücken des Smartphones. Auch die seitlichen Tasten sind bedeckt und besitzen einen angenehmen Druckpunkt.

Alle Rhinoshield-Hüllen sind nach dem Militärstandard MIL-STD-810 zertifiziert und sollen Stürze von einer Höhe von bis zu 3,5 Metern überleben. Im Test hat das Galaxy S9 den Fall von 2 Metern Höhe auf Parkettboden überstanden.

Die Hüllen von EasyAcc zeigen, dass günstig oft auch schlecht ist. Preislich liegen sie wie die Spigen-Hüllen zwischen 6 und 10 Euro. Allerdings sind sie nicht sonderlich hochwertig. Ein Beispiel zeigt sich bei der Klarsichthülle für das Galaxy S9: Das Slimcase für 6,5 Euro ist zu weich und bremst damit keinen Sturz ab. Darüber hinaus zeigen sich an der Oberfläche schnell Fett und Schmutz.

Auch andere Hüllen von EasyAcc konnten uns in der Vergangenheit nicht ganz überzeugen.

Wer auf der Suche nach einer richtig guten Klarsichthülle für das Samsung Galaxy S9 ist und etwas mehr bezahlen möchte, sollte zur Presidio Clear von Speck Products greifen. Die Hülle ist dick, widerstandsfähig und zertifiziert. Im Test haben Hülle und Smartphone einen Sturz von über 2 Metern Höhe überstanden. Rund 20 Euro kostet das Markenprodukt des kalifornischen Schutzhüllen-Spezialisten.

Für den Preis von 30 Euro verkauft Speck auch sein bewährtes Presidio Folio. Diese Rundum-Hülle ist in drei verschiedenen Farbkombinationen erhältlich. Trotz der hohen Material- und Fertigungsqualität ist uns aufgefallen, dass sich die Klappe der Hülle nicht mühelos schließen lässt. Stattdessen müssen Nutzer den Deckel recht mühsam schließen. Ein kleiner Magnet an den Seiten wäre sinnvoll gewesen.

Zugegeben: Pitaka liefert nicht die günstigsten Hüllen, dennoch zeigten sie sich im Test als die widerstandsfähigsten. Das Pitaka Magcase für Galaxy S9 ist superdünn und hält dennoch viel aus. Der Grund für die Robustheit ist das Material: Kohlenstofffaser. Während das Case stabil ist, bietet es kaum Dämpfung, weshalb das Smartphone schon bei Stürzen aus einer Fallhöhe von 30 Zentimetern kaputtgehen können.

Die Magcase-Hülle passt sich dem Galaxy S9 perfekt an: Sowohl das geschwungene Display als auch die seitlichen Tasten liegen frei. Die Verarbeitungsqualität ist hoch: Das Case ist sauber und präzise geschnitten. Auch die Pitaka-Schutzhüllen integrieren eine kleine Metallplatte, die sich mit einer Hersteller-eigenen Halterung im Auto verbinden lässt. Drahtloses Laden oder Störungen beim Telefonieren haben sich dabei nicht bemerkbar gemacht.

Mit einem Preis von 89 Euro ist die Juice-Pack-Hülle von Mophie nicht gerade die günstigste, die man eben mal so unbedacht kauft. Das Schutzhülle integriert einen Akku mit zusätzlichen 2070 mAh, welche die Akkulaufzeit um 23 Stunden Video-Wiedergabe erweitern. Das ist ein echter Mehrwert. Allerdings sollte man vor dem Kauf eine Sache wissen: Durch die Juice-Pack-Hülle nimmt das schlanke Galaxy S9 eine wuchtige Dimension an. Neben einem eigenen Akku besitzt das Case auch integriertes Wireless Charging für Qi-Ladestationen.

Das Anbringen der Mophie-Juice-Pack-Hülle ist kinderleicht: Das Case lässt sich in zwei Teilen zerlegen und wieder zusammenschließen. Im geöffneten Zustand schiebt der Nutzer das Galaxy S9 hinein und verschließt die Hülle wieder. So sitzt das Telefon bombenfest und kann nicht herausfallen.

Sechs Hersteller und mehr als 32 Hüllen für das Samsung Galaxy S9 haben wir getestet. Doch welche soll’s nun sein? Wer etwas Gutes und Günstiges wünscht, für den sind die Hüllen von Spigen eine gute Wahl. Wer mehr ausgeben möchte und etwas Extra-Akku will, dem seien die Hüllen von Mophie zu empfehlen. Wer auf Nummer sicher gehen und das Galaxy S9 gegen alles in dieser Welt schützen möchte, sollte auf eine Hülle von Rhinoshield oder Speck zurückgreifen. Elegant und dennoch schützend ist Pitaka mit seinem Magcase.

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