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Huawei P20 Pro im Test: Die geile Cam mit Smartphone-Funktionen

Das Huawei P20 Pro wurde Ende März vorgestellt, Huaweis Antwort auf iPhone X, Galaxy S9 und Co. Bereits zur Vorstellung war klar, dass Huawei beim Pro-Modell des P20 mit einer Besonderheit aufwarten kann, einem Kamera-Setup mit 3 Linsen auf der Rückseite. Hinzu kommt noch die hohe Auflösung von 40 Megapixeln und schon hat man auf dem Papier das perfekte Kamera-Flaggschiff.

Seid Ihr nicht komplett von Social Networks abgeschottet, habt Ihr sicher auch schon einige Eindrücke zur Kamera aufschnappen können. Ich ebenso, deshalb wollte ich das P20 Pro auch unbedingt selbst ausprobieren. Das erste Smartphone dieses Jahr, das dieses Gefühl ausgelöst hat.

Natürlich besteht das Huawei P20 Pro nicht nur aus Kamera. Wie sich das Smartphone so im Alltag schlägt, habe ich mir also einmal genauer angeschaut – und mit dem iPhone X verglichen, ganz so, wie es Huawei auch gerne selbst macht – gar kein so einfacher Vergleich, da es sich um Smartphones unterschiedlicher Größe handelt, das Huawei P20 Pro ist trotz seiner Gesamtkompaktheit eine ganze Ecke größer und schwerer.

Optik und Haptik

Was uns auch direkt zum ersten großen Punkt bringt, die optische Erscheinung und das Anfassgefühl. Der Blick auf die Vorderseite des Huawei P20 Pro verrät es sehr schnell, auch Huawei setzt auf ein großflächiges Display mit Aussparung für Kamera und Hörmuschel. Dadurch entstehen sehr schmale Ränder um das Display, allerdings nicht gleichmäßig.

So kommt es, dass man auf der Vorderseite drei unterschiedliche Randbreiten wahrnimmt. Die Seitenränder sind sehr schmal, oben der Rand nicht ganz so und unten ist er breit genug, dass auch ein Fingerabdruckscanner seinen Platz auf der Vorderseite findet. Inwiefern also die Displayaussparung technisch nötig gewesen wäre, lasse ich einmal dahingestellt. Allerdings bin ich auch nicht von der Sorte Nutzer, die sich an einer Aussparung stören würden. Die drei Randbreiten finde ich da schon „störender“, obwohl auch diese nicht wirklich störend sind.

Der Metallrahmen, der Vorder- und Rückseite verbindet, verleiht dem Gerät nicht nur optisch eine gewisse Wertigkeit, sondern auch beim anfassen. Auf der rechten Seite des Rahmens sind die Buttons für Power und Lautstärke. Die Lautstärkewippe ist nicht geteilt, kommt aber mit deutlich spürbaren Druckpunkten, nicht dieses weich schwurbelige, wie man es manchmal bei Smartphones sieht.

Links ist der SIM-Slot zu finden, unten Aussparungen für Lautsprecher, Mikrofon und USB-C-Anschluss. Oben findet man noch eine IR-Schnittstelle und ebenfalls noch einmal ein Mikrofon.

Die Rückseite ist leicht abgerundet, was für eine angenehme Verbindung zum Metallrahmen sorgt, auch wenn man die Übergangskante noch spürt. Das wiederum werden die wenigsten überhaupt wahrnehmen, falls man das Smartphone in einer Schutzhülle verwendet. Ebenso gilt dies für die aus dem Gehäuse stehende Kamera auf der Rückseite. Eine Hülle entfernt diese quasi, sollte man sich daran stören.

Außer dem Kamera-Setup befindet sich sonst nichts auf der Rückseite. Wer keine Hülle nutzt, kann sich an der beeindruckenden Farbe und durchaus auch Oberfläche der Rückseite laben. Es gibt unter anderem mit Twilight eine Zwei-Farb-Option, die vielleicht nicht jedem gefällt, die aber durchaus einmal erfrischend zwischen all dem Grau, Silber und Gold daherkommt.

Ich hatte die blaue Variante hier, ein eher dezentes Blau, wobei durch die spiegelnde Oberfläche (siehe Bild) eh selten die echte Farbe sichtbar ist. Keine Farbe, die ich für den persönlichen Gebrauch wählen würde, ich stehe da tatsächlich eher auf die langweiligen dunklen Töne. Bei der Farbwahl kann man nur Lob für Huawei haben. Sie bieten für jeden etwas an.

Insgesamt fühlt sich das Huawei P20 Pro sehr wertig an. Alles ist fest und sauber verbaut und vermittelt dieses typische Gefühl von Technik in einem Stück. Das mag ich sehr. Verbesserungswürdig ist beim Thema Optik und Haptik wenig, aber das war auch beim Vorgänger schon so.

Die Größe des P20 Pro sollte man aber nicht unterschätzen. Während es durchaus kompakt ist (kompakter als ein iPhone 8 Plus), zählt es nicht zu den handlichsten Smartphones, noch einmal größer wird es bei Einsatz einer Schutzhülle.

Als jemand, der mit dem iPhone X (ohne Hülle) seinen Sweet Spot bei der Smartphonegröße gefunden hat, ist es etwas groß, aber nichts, woran man sich nicht gewöhnen würde.

Das Display

Kam das Huawei P10 noch mit einem klassischen Display im 16:9-Format, wird es beim P20 bekanntlich länger. 2240 x 1080 Pixel bekommt man – minus Aussparung – zu sehen. Die Diagonale beträgt 6,1 Zoll, bei der Displaytechnologie setzt Huawei auf OLED, eine weise Entscheidung – das Display sieht toll aus.

Das Display kommt auch mit einem Displayschutz, allgemein als Schutzfolie bekannt. Blasenfrei aufgebracht, ist man also normalerweise auch Nutzer eines solchen Schutzes, spart man sich das schon einmal.

Die Folie habe ich, wie auch beim P10 Plus letztes Jahr dennoch entfernt. Hatte ich eigentlich nicht vor, aber ein fetter Kratzer hätte sich auch auf den Bildern vom Gerät nicht so gut gemacht. Jedenfalls überwiegen meiner Meinung nach in meiner Welt die Vorteile, wenn die Folie entfernt ist.

Kann sein, dass ich mir das einbilde, aber ich nehme die Darstellung auf dem Display ohne Folie direkter und lebendiger wahr. Außerdem fasst es sich schlicht und ergreifend besser an, mit dem Finger über Glas statt über Kunststoff zu gleiten. Fettschmierer? Ja, lassen sich super am Shirt wegwischen.

In Sachen Darstellung kann man das Display aber auch ohne Entfernung der Schutzfolie beeinflussen, der Weg führt über die Einstellungen. Dort kann man zum Beispiel natürliche Farben einstellen, die Anzeige orientiert sich dann am Umgebungslicht und passt die Darstellung entsprechend an.

Auch Farbmodus und -temperatur lassen sich hier anpassen. Die Standardeinstellung „Lebhaft“ beim Farbmodus passt für meinen Geschmack aber schon sehr gut und auch der Standard bei Farbtemperatur passt für mich.

Ein Blaulichfilter für das schonende Lesen am Abend ist ebenfalls an Bord. Was sich in den Displayeinstellungen auch anpassen lässt: Die Darstellung der Aussparung. Bei Huawei hat der Nutzer nämlich die Wahl, ob die Aussparung sichtbar ist oder nicht.

Natürlich verschwindet dadurch die Aussparung nicht, der Bereich rechts und links davon wird aber mit schwarzem Hintergrund angezeigt, sodass die Aussparung eben nicht mehr so stark auffällt. Da ich keiner bin, den die Aussparung stört, habe ich es bei der Standardeinstellung belassen. Aber der Nutzer kann eben selbst entscheiden und muss dafür nicht auf Apps von Drittanbietern zurückgreifen.

Bedenken sollte man allerdings, dass der schwarze Balken sich mit Apps beißen kann. Instagram ist hier ein gutes Beispiel, UI-Elemente verstecken sich halb hinter einem schwarzen Balken, sie lassen sich allerdings problemlos berühren, auch wenn sie nicht angezeigt werden. Das wird einem auch bei anderen Apps unterkommen, aufgefallen ist es mir selbst eben bei Instagram:

Zusammengefasst gibt es am Display nichts zu bemängeln, die Darstellung ist top, was man allerdings bei einem Smartphone dieser Klasse auch erwarten darf, obwohl es keine Selbstverständlichkeit ist, wie das Pixel 2 letztes Jahr eindrucksvoll gezeigt hat.

Die Kameras

Die Kamera ist bei Smartphones heutzutage das, womit Hersteller beim Nutzer noch punkten können. Viel macht hier nicht nur die Hardware, sondern eben auch eine gut justierte Software. Das K in Kamera steht bei Huawei auch für „Künstliche Intelligenz“, die bei der Aufnahme von Bildern behilflich sein soll. Dazu steht im Kirin 970 SoC ein zusätzlicher Prozessor zur Verfügung, NPU genannt.

Vielleicht noch ein paar Worte vorneweg, bevor ich direkt auf die Kamera eingehe. Jeder fotografiert gerne, aber die wenigsten sind das, was man als Profi bezeichnen würde. Draufhalten und abdrücken, so wird die Smartphone-Kamera im Alltag genutzt. Hier muss der Hersteller gut sein.

Der „Profi“ kann mit nahezu jedem Smartphone, das einen manuellen Kamera-Modus bietet, beeindruckende Bilder anfertigen. So weit ist die Technik durchaus. Folglich habe ich die Kamera auch größtenteils im Automatik-Modus genutzt.

Gleichzeitig sollte man bedenken, dass es den meisten Nutzern völlig egal ist, ob ein Bild technisch sauber abgebildet wird. Ein Bild soll eine Stimmung verkaufen, einen Moment festhalten, häufig wird diese Stimmung noch durch den Einsatz eines Filters betont. Das Bild muss auf den Betrachter wirken, nicht auf das Farblabor.

Huawei setzt die KI unter anderem zu Erkennung von Szenen ein. Das Ganze läuft offline auf dem Gerät ab und sorgt dafür, dass Szenen eben erkannt werden und das Smartphone die passenden Einstellungen dafür automatisch auswählt.

Das funktioniert auch tatsächlich. So wird zum Beispiel nicht nur automatisch der Porträt-Modus aktiviert, sondern auch Essen der richtige Farbton verpasst. Sehr cool ist die Erkennung auch bei Makros. Geht man nah an ein Objekt, schaltet die Kamera automatisch auf die Tele-Linse um, um das Objekt näher fokussieren zu können. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Das sind alles Beispiele, die der Nutzer während der Aufnahme wahrnimmt. Er sieht direkt, dass die KI arbeitet. Oftmals hat man ja das Gefühl, dass dies alles mehr Marketing-Geblubber als tatsächlicher Nutzen ist. Wenn die KI dann auch noch für tatsächlich bessere Bilder sorgt, sollten eigentlich alle glücklich sein.

40 + 20 + 8 Megapixel befinden sich allein auf der Rückseite, das Zusammenspiel dieser drei Sensoren und der Huawei KI sorgt dann für „die Renaissance der Smartphone-Fotografie“. Die Kamera macht einfach Spaß. Starten, draufhalten, geiles Bild haben. Ich kann mich nicht erinnern, bei einem Smartphone schon einmal eine so hohe Ausbeute an „brauchbaren“ Bildern erhalten zu haben.

Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob man tagsüber oder bei Dunkelheit fotografiert, Huawei hat sich hier richtig ins Zeug gelegt, was der hohe Score im DxO Mobile Test ebenso andeutet. Was mich bei der Kamera aber am meisten beeindruckt hat – ich nehme das Kamera-Fazit sozusagen vorweg – ist die Schnappschuss-Fähigkeit.

Egal in welcher Situation, man muss nicht groß rumjustieren oder ewig warten, die Kamera ist dann da, wenn man sie benötigt und sie liefert Bilder, wie man sie benötigt. Porträts? Gelingen super. Nahaufnahmen? Einfach den Modus nutzen, in den automatisch gewechselt wird. Bilder bei Dunkelheit? Auf einer anderen Ebene als andere Smartphones.

So sehr auf einer anderen Ebene, dass es schwer zu zeigen ist. Denn sobald etwas Restlicht vorhanden ist, sehen die Bilder auch bei Dunkelheit wie Dämmerung aus (siehe Beispiel direkt über diesem Absatz, das war ein paar Minuten vor Nachtdunkelheit). Also eigentlich viel heller als man es zu diesem Zeitpunkt mit dem Auge wahrnimmt. Das ist generell positiv, kann aber auch störend sein, nämlich dann, wenn man tatsächlich einmal etwas dunkles festhalten möchte.

Das geht natürlich auch, erfordert dann aber eben manuelle Einstellungen, im Automatikmodus werden die Bilder generell eher hell. Dennoch gilt auch hier: Was die Cam abliefert, ist absolut vorzeigbar. Selbst wenn die Bilder nicht perfekt sind, sind sie besser als von anderen Smartphones.

Generell arbeitet Huawei bei den Aufnahmen mit einem Zusammenschnitt aus mehreren Bildern, sobald die Situation dies erfordert. Man erkennt dies daran, wenn man das Smartphone beim Auslösen noch still halten soll, der entsprechende Hinweis wird eingeblendet.

Ähnlich verhält es sich beim Nachtmodus. 4 Sekunden lang werden Aufnahmen angefertigt, die dann zu einem Bild gemixt werden. Das Ergebnis ist großartig und vor allem auch ohne Stativ und andere Hilfsmittel erreichbar.

Zoomen kann das P20 Pro auch, 3x und 5x stehen per Knopfdruck zur Verfügung. Das Ergebnis? Überzeugt mich und ich nutze die Zoom-Funktion dadurch sehr häufig, es ist einfach so praktisch. Das funktioniert übrigens nicht minder gut bei Dunkelheit, auch da kann man Dinge ruhig einmal näher heranholen.

Die Zoom-Funktion steht jedoch nur zur Verfügung, wenn man die Kamera für 10 Megapixel-Aufnahmen einstellt. Bei der 40 Megapixel-Auflösung gibt es keinen Zoom. Ob man nun 40 oder 10 nutzen sollte? Ich war mit 10 Megapixel super zufrieden, 40 Megapixel kann man immer noch aktivieren, wenn man direkt weiß, dass man die Aufnahme für etwas bestimmtes haben möchte.

Hier einmal zwei Dreier-Sets, jeweils 1x, 3x und 5x (fürs Blog komprimiert, auch bei Google Fotos zu finden). Einfach so, handgehalten, wie alle Bilder im Beitrag:





Und so sieht ein gezoomtes Bild im Automatikmodus bei starker Dämmerung (fast dunkel) aus:

Auch stehen nur im 40 Megapixel-Modus RAW-Aufnahmen zur Verfügung. Die RAW-Dateien sind dann bis zu 80 MB, sollte man bedenken, falls es mit dem Speicherplatz eng wird. Ich behaupte: Man wird RAW-Aufnahmen seltener anfertigen, da auch die anderen Bilder sehr toll sind. Aber man hat die Möglichkeit und in bestimmten Situationen ist das dann eben noch einmal besser. So soll es sein.

Dennoch gilt natürlich auch hier, dass die Bilder eben auch so wirken müssen, es ist nun mal auch so, wie man Bilder verwendet. Man lädt keine 80 MB RAW-Datei in ein Blog, ein Bild muss auch als brutal vermurkstes JPEG noch wirken. Gelingt hier sehr gut, meine ich.

Das zeigen auch folgende Bilder, die Caschy zur Vorstellung des Smartphones in Paris gemacht hat. Sie zeigen auch schön den Unterschied zwischen Schnappschüssen und jenen Aufnahmen, bei denen man sich etwas mehr Mühe gibt, vielleicht einen künstlerischen Aspekt mit verwirklicht. Auch zeigen die Bilder wunderbar die Stärke bei Monochrom-Aufnahmen, die das P20 ebenfalls anfertigen kann.





Das Album bei Google Fotos mit den im Beitrag vorhandenen und weiteren Bildern findet Ihr hinter diesem Link.

Die Frontkamera weiß ebenfalls zu überzeugen, 24 Megapixel stehen zur Verfügung, die ebenfalls nicht nur bei guten Lichtbedingungen gute Bilder liefern. Zur Verfügung stehen ebenfalls diverse Modi wie Porträt und natürlich auch der Beauty-Modus.

Was mir bei Selfies allerdings aufgefallen ist: Selbst wenn der Beauty-Modus deaktiviert ist, sehen die Bilder beschönigt aus. Das mag für das typische Selfie vielleicht ganz praktisch sein, meist filtert man ja eh noch einmal weiter, entspricht aber eben nicht zwangsläufig dem, was das menschliche Auge eigentlich sieht. Nichts, woran ich mich stören würde, aber ich halte es dennoch für erwähnenswert.

Die Kamera nimmt auch Video auf. 4K-Aufnahmen sind möglich, allerdings lässt Huawei in den Einstellungen wissen, dass der Bildstabilisator bei hoher Auflösung oder hoher Framerate nicht unterstützt wird. Nutzt man die Standard-Einstellung, arbeitet der Stabilisator aber sehr gut.

Auch eine Zeitlupen-Funktion gibt es, hier hat man die Wahl zwischen einer kurzen Super-Slowmotion-Aufnahme mit 960 Bildern pro Sekunde (32x) oder längeren Aufnahmen mit entweder 120 Bildern pro Sekunde (4x) oder 240 Bildern pro Sekunde (8x).

Super-Slowmotion hat mich nicht überzeugt, meiner Meinung nach kaum etwas, das man im Alltag gebrauchen kann, dazu ist die aufgenommene Sequenz zu kurz und die Anforderungen an die Umgebung zu hoch. Da muss schon sehr viel zusammenpassen, damit gute Ergebnisse entstehen.

Ich filme nicht allzu viel mit dem Smartphone, die Leistung ist für meine Belange mehr als ausreichend. Die Kameraqualitäten bezüglich Video zu beurteilen, überlasse ich allerdings lieber anderen.





Als kleines Fazit zur Kamera: Wow, ich bin zutiefst beeindruckt.

System und Leistung

Android 8.1 mit EMUI 8.1 und damit ist eigentlich auch schon fast alles gesagt. Huawei interpretiert Android mit EMUI auf seine eigene Weise, der eine behilft sich mit einem anderen Launcher, der andere sucht sich einfach ein passendes Theme. Auch hier muss man wieder den Blick auf die Masse richten. Huawei macht hier viel richtig, vereinfacht manche Dinge oder bietet zusätzliche an.

Ich nutze iOS als Hauptsystem, da kommt mir die Nähe des UI zu iOS natürlich gelegen. Das äußert sich bei kleinsten Kleinigkeiten, wie beispielsweise der nicht benötigten Bestätigung nach Eingabe der Geräte-PIN. Oder dem Herunterwischen auf dem Homescreen für eine schnelle Suche und App-Vorschläge.

Für den Android-Puristen ist EMUI sicher nicht ganz so toll, allerdings wird sich ein solcher auch durch die Anpassungsmöglichkeiten von Android zu helfen wissen. Android ist da sehr flexibel, wie in allen Bereichen.

Leistung hat das Huawei P20 Pro dank Kirin 970 und 6 GB RAM jedenfalls genug, auch für aufwändigere Tätigkeiten. Keine Klagen an dieser Stelle. Was auch immer ich mit dem P20 Pro angestellt habe, es hat ohne Murren mitgemacht. Für die Freunde synthetischer Tests habe ich mal noch ein paar Benchmarkbildchen eingefügt, ich selbst gebe da exakt nichts drauf.











Zum Abschluss von System und Leistung noch einmal die technischen Eckdaten des Huawei P20 Pro im Überblick:

  • Display: 6,1 Zoll, OLED, 2.240 x 1.080 Bildpunkte
  • SoC: Kirin 970
  • RAM: 6 GB
  • Speicherplatz: 128 GB
  • Triple-Hauptkamera: 40 + 20 + 8 Megapixel
  • Frontkamera: 24 Megapixel
  • Betriebssystem: Android 8.1 mit EMUI 8.1
  • Akku: 4.000 mAh
  • Schnittstellen: USB Typ-C, Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 4.2, GPS, NFC
  • Besonderheiten: Fingerabdruckscanner vorderseitig, Dolby Atmos, Schutzklasse IP67
  • Maße / Gewicht: 73,88 x 155 x 7,65 mm / 174 g
  • Preis: 899 Euro

Sound

In Sachen Sound nutzt Huawei das Gehäuse offenbar sehr gut aus. Auch bei hohen Lautstärken aus den internen Lautsprechern bleibt es verhältnismäßig klar und klingt auch nicht allzu blechern. Ein bisschen fülliger könnte es sein, aber was Huawei hier abliefert ist für ein Smartphone schon sehr gut. Das gilt auch für Gespräche über Lautsprecher.

Sound bekommt man sonst auch via Kabel oder Bluetooth aus dem Smartphone gelockt, verzichten muss man allerdings auf den direkten Anschluss eines Headsets mit 3,5 mm Klinkenanschluss. Nichts, was man nicht über einen Adapter lösen könnte. Oder man greift eben gleich zu den FreeBuds von Huawei, auch das ist eine Option, ebenso wie jedes andere BT-Headset.

Fingerabdruckscanner

Fingerabdruckscanner sind so 2017, der neue Trend heißt 3D-Gesichtsscan. Bis Android-Hersteller diese so einsetzen können wie es die Konkurrenz macht, vergeht noch ein bisschen Zeit. Bis dahin gibt es weiterhin Fingerabdruckscanner, Huawei schafft es beim P20 Pro diesen trotz des relativ schmalen Rahmens noch auf der Vorderseite unterzubringen.

Aber es gibt auch die Methode des Face Unlock, man kann das Smartphone also auch über die Frontkamera entsperren. Die Einrichtung ist schnell erledigt. Ebenso schnell ist der Hinweis weggedrückt, dass es sich dabei nicht um eine sichere Entsperrmethode handelt.

Wer nicht so ängstlich ist, findet in dieser Methode eine sehr schnelle Lösung. Sie steht dem Entsperren per Fingerabdruck in Sachen Geschwindigkeit nicht spürbar nach. Muss man für sich selbst herausfinden, was da besser zu einem passt.

Ich bevorzuge den Scanner eigentlich auf der Vorderseite, beim P20 Pro bin ich mir da aber noch nicht so sicher. Durch den schmalen Rand und das doch recht große Gerät, muss man viel zu weit nach unten, in meinem Fall sorgt das dafür, dass der Schwerpunkt des Smartphones oberhalb der Ablagefläche in der Hand liegt. Fühlt sich unrund an und kann bei Unvorsichtigkeit auch mal schnell zum Sturz des Smartphones führen.

Dennoch funktioniert der Scanner absolut zuverlässig und entsperrt das Smartphone auch rasend schnell. Es gibt quasi keine Verzögerung, auch wenn der Finger nicht ganz sauber aufgelegt wird. Huawei liefert seit geraumer Zeit die Geräte mit dem schnellsten Fingerabdruckscan. Das P20 Pro bildet da keine Ausnahme.

Schade, dass man keine Wahlmöglichkeit wie beim Mate 10 RS hat, dort ist sowohl rückseitig ein Fingerabdruckscanner verbaut als auch vorderseitig direkt im Display. Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau, der Scanner ist, so wie er ist, sehr gut.

Akku

Nichts an einem Smartphone ist so individuell wie die Akkulaufzeit. Schlechtes Netz, diverse deaktivierte Funkverbindungen und natürlich das individuelle Nutzungsverhalten sammeln so viele Faktoren, dass sich nicht pauschal sagen lässt, wie lange ein Akku nun durchhält.

4.000 mAh stecken im P20 Pro. Mit dem Akku wird eine echt lange Laufzeit erzielt, das ist beeindruckend. Natürlich kann man auch diesen Akku leer bekommen, auch an einem Tag, dann muss man sich aber schon ins Zeug legen.

Bei meiner individuellen Nutzung komme ich mit dem P20 Pro problemlos über zwei Tage. Zum Vergleich, ich komme mit dem iPhone X gut über den Tag, mehr aber auch nicht. Gut, hier muss man natürlich auch die Gerätegröße bedenken, in einem größeren Smartphone ist auch mehr Platz für den wertvollen Energiespeicher.

Schnellladung ist ebenfalls möglich. Bedingt durch die hohe Akkukapazität benötigt eine volle Ladung dennoch etwas länger. Bei mir war es so, dass ich kaum noch darauf geachtet habe, ob ich das Smartphone voll auflade. Solange ich mehr als 50 Prozent hatte, bin ich sorgenfrei aus dem Haus gegangen. Für mich ein ganz neues Gefühl.

Was nicht dabei ist: Kabelloses Laden. Die einen mögen es, die anderen finden es unsinnig. Ich versuche weiterhin, mich daran zu gewöhnen, kann aber super ohne leben. Kabel ran geht nun einmal viel schneller und macht das Smartphone auch während des Ladevorgangs nutzbar.

Sonstiges

Was gibt es sonst noch so zum P20 Pro zu sagen? Nicht mehr viel. Telefonieren kann man damit, auf Wunsch sogar mit zwei SIM-Karten. Im Test habe ich es nur mit einer betrieben, Telefonie war klar verständlich, auf beiden Seiten. Sowohl direkt am Ohr als auch über Lautsprecher.

Eine Infrarot-Schnittstelle bietet das Smartphone auch. Die passende App liefert Huawei gleich mit, so kann man zum Beispiel auch seinen TV oder andere Geräte mit IR-Fernbedienung mit dem Smartphone bedienen. Vielleicht ganz praktisch, falls man da Bedarf hat.

Fazit

Das Huawei P20 Pro macht vieles, was andere Smartphones auch machen. Aber Huawei schafft es mit der Kamera tatsächlich, sich von anderen abzuheben. Glücklicherweise im positiven Sinn. Mir ist egal, wie die Bilder entstehen, ob da viel herumgerechnet wird oder es sich um eine realistische Aufnahme handelt, die Bilder gefallen mir unglaublich gut. Mir ist auch egal, wie viele Linsen da nun zum Einsatz kommen oder wie hoch die Auflösung der Bilder ist. Das Endergebnis zählt. Und wenn das Ergebnis mit KI erreicht wird, hoffe ich, das da andere Hersteller sehr schnell nachziehen.

Ebenso weiß die Akkulaufzeit sehr zu gefallen. Es ist schon etwas anderes, ob man es gerade so ohne Zwischenladung über den Tag schafft oder eben auch noch mit halb leerem Akku ruhigen Gewissens das Haus verlassen kann. Tolle Sache.

Das Gesamtpaket, welches das Huawei P20 Pro darstellt, ist wohl mit das Beste, das man sich holen kann. Natürlich kommt es wie immer darauf an, was man selbst von einem Smartphone erwartet. Macht man keine Fotos, sind die Vorteile schnell dahin, aber selbst dann muss sich das P20 Pro nicht hinter anderen verstecken.

Ein Dauerläufer mit tollem Display (trotz fragwürdiger Aussparung), extrem mögiger Kamera und relativ kompakten Abmessungen. 899 Euro werden dafür aufgerufen, in der Gesamtheit ein mehr als fairer Preis. Zumal der Preis durch diverse Aktionen nicht in Stein gemeißelt ist. Mich hat das P20 Pro sehr positiv überrascht. Das ist schon ein immenser Sprung vom P10 Plus, das ich ja ebenfalls ausprobiert hatte.

Hut ab, Huawei, ich hätte nicht gedacht, dass mir ein Android-Smartphone 2018 so viel Spaß machen würde, wirklich erfrischend.

-> Zum Beitrag Huawei P20 Pro im Test: Die geile Cam mit Smartphone-Funktionen

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Google: Künstliche Intelligenz kann einzelne Stimmen in einer Menschenmenge erkennen

Wenn Menschen mehrere Stimmen gleichzeitig hören, ist es meist relativ einfach diese voneinander zu unterscheiden. Genau mit dieser Herausforderungen haben Stimmerkennungen noch zu kämpfen. Sind mehrere Personen im Raum, fällt es zum Beispiel Alexa sichtlich schwer, die eigentliche Frage zu verstehen und die korrekte Antwort zu geben. Google hat auf seinem Research Blog nun eine Technik vorgestellt, die in der Lage ist, genau diese Aufgabe zu bewältigen.

Dahinter steckt ein Deep-Learning-System, welches spezifische Stimmen erkennen kann, vorausgesetzt es sieht die Gesichter der sprechenden Personen. Das Team trainierte ein neuronales Netz mit verschiedenen gestellten Szenarien, bei denen mehrere Personen sichtbar sprechen und Hintergrundgeräusche präsent waren. Damit konnte die KI lernen, wie man die Stimmen voneinander trennt und in separate Tracks einteilt. Das Ergebnis ist gleichermaßen bemerkenswert wie unheimlich und wird in den folgenden Videos demonstriert:

Google schaut sich gerade an, wie man die Technik in seinen Produkten nutzen kann. Am naheliegendsten ist der Einsatz zur Transkription von YouTube-Videos und Co., was ebenfalls ziemlich gut funktioniert:

Ohne Google etwas Schlechtes unterstellen zu wollen, wissen wir dennoch, dass auch das US-Militär Googles KI-Technologien benutzt. Das wäre dann ein prima Beispiel, um die Überwachung und das Mithören von Gesprächen in Gruppen besser zu machen.

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NoiseMachines: Rausch-Generatoren satt (Regen, Ambient, Data Center)

Der Sound-Tüftler Stephane Pigeon stellt mit seiner Site NoiseMachines jede Menge verschiedenartiger Rausch-Generatoren zur Verfügung, mit denen man sich eigene akustische Rausch-Muster basteln kann, angefangen vom immer wieder nützlichen…

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Lenovo Ideapad 320: günstiges Notebook mit dedizierter Grafik

Das Ideapad 320 bietet eine dedizierte AMD-Grafikkarte, ist aber mit einem Preis unter 500 Euro verhältnismäßig günstig. Ob sich der Laptop so ausgestattet nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Zocken eignet, zeigt unser Test.

Mit Abmessungen von 378 × 260 × 22,9 Millimeter und einem Gewicht von 2,2 Kilogramm gehört das Ideapad 320 nicht gerade zu den mobilsten Laptops, ist aber noch einigermaßen transportabel. Auf der linken Geräteseite gibt es einen Ethernet-Anschluss, zwei USB-A-Ports (einmal USB 2.0 und einmal USB 3.0), einen HDMI-Ausgang, einen Klinken-Eingang für Kopfhörer und ein SD-Karten-Lesegerät. Rechts befindet sich nur eine Öffnung für ein Kensingtonschloss.

Das Gehäuse des Ideapad 320 besteht aus Kunststoff, die Verarbeitung ist größtenteils gut. Nur die in zusammengeklapptem Zustand schon bei leichtem Druck nachgebende Oberseite trübt das ansonsten gute Gesamtbild. Die Stereo-Lautsprecher sind unten angebracht und strahlen nach vorne ab. Vier Gummifüße sorgen für einen stabilen Halt.

Das Ideapad 320 gibt es in zig Ausstattungsvarianten. Mit verschiedenen Prozessoren von Intel (N3350, N4200, i3, i5 und i7), SSD oder Festplatte, verschiedenen Displayauflösungen (1366 × 768 und 1920 × 1080 Pixel), 4 GByte oder 8 GByte Arbeitsspeicher und unterschiedlichen Grafiklösungen (Intel HD Graphics 500, Nvidia GeForce 940MX und AMD Radeon 530). Zum Testen hatten wir eine Ausführung mit Intel-N4200-Chip, 4 GByte Arbeitsspeicher, 128 GByte großer SSD und der dedizierten Grafikkarte AMD Radeon 530, die über 2 GByte dedizierten Grafikspeicher verfügt. Der N4200-Prozessor hat vier Kerne, die mit bis zu 2,5 GHz takten. Die exakte Produktbezeichnung unseres Testgerätes ist Lenovo Ideapad 320-15IAP (80XR0094GE).

Im WLAN funkt das Notebook per 802.11 a, b, g, n und ac, mit anderen Geräten verbindet es sich per Bluetooth 4.1. Zur weiteren Ausstattung gehört ein Zweizellenakku (30 Wh), eine 0,3-Megapixel-Webcam, ein Mikrofon und Stereolautsprecher mit Dolby Audio. Als Betriebssystem ist Windows 10 Home eingerichtet. Lenovo lässt es sich nicht nehmen, dem Nutzer „Mehrwert“ in Form einiger Programme vorzuinstallieren. Dazu gehört LifeSafe von McAfee in einer 30-Tage-Testversion und einige Programme des Herstellers, beispielsweise um auf Einstellungen für Mikrofon, Kamera, Touchpad und Audio schnell zugreifen zu können.

Das matte Display des Ideapad 320 misst 15,6 Zoll in der Diagonalen. Die Auflösung bei unserem Testgerät betrug 1366 × 768 Pixel. Auf dem großen Display Dargestelltes wirkt somit verwaschen, es fehlt schlicht an ausreichend Schärfe. Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität sind zufriedenstellend, die Helligkeit könnte besser sein. Dabei profitiert das Notebook vom Verzicht auf ein glänzendes Display. Denn mit dem Matten Bildschirm lassen sich auch bei direkter Lichteinstrahlung die Inhalte noch lesen. Die 0,3-MP-Frontkamera dagegen ist qualitativ unterirdisch, sie genügt höchstens für einfache Videotelefonie.

Das Ideapad 320 hat eine Tastatur mit kurzem Hub und konkretem Druckpunkt – inklusive Nummernblock. Das Schreiben auf dem Keyboard ging uns im Test gut von der Hand, mit dem Touchpad sind wir allerdings nicht warm geworden. Wir empfanden die Navigation als zu schwammig, um damit wirklich gut arbeiten zu können. Die Windows-typischen Touchgesten mit mehreren Fingern sind integriert und funktionieren gut.

Der Intel-N4200-Chip sorgt in Verbindung mit 4 GByte RAM für eine zufriedenstellende Performance: Das System läuft die meiste Zeit flüssig und flott. Auch bei anderen kürzlich von uns getesteten Laptops hat uns diese Kombination in puncto Leistung gut gefallen (Acer Switch 3 Testbericht, Medion Akoya E3215 Testbericht, Trekstor Primebook P14 Testbericht).

Mit der dedizierten Grafikkarte laufen Spiele besser als beispielsweise auf dem Dell Vostro 15 (Testbericht) mit Core-i5-Chip und 8 GByte Arbeitsspeicher. Allerdings darf man auch nicht zu viel erwarten. Auf sehr niedrigen Qualitätseinstellungen zeigen sich auch einige aktuelle Titel wie Fifa 18 zumindest spielbar, richtiger Spielspaß wollte im Test allerdings nicht aufkommen. Mit einer Auflösung von 1366 × 768 Pixel und die Grafikqualität aufs Geringste reduziert leidet die Optik extrem. In Benchmarks schlägt sich das Ideapad dann wenig überraschend nicht sonderlich beeindruckend. Im PCMark 10 erreicht das Gerät 1591 Punkte, im 3DMark Time Spy 456, im 3DMark Cloud Gate 5186 und im 3DMark Fire Strike 1253 Punkte.

Die Stereo-Lautsprecher des Gerätes liefern einen recht ordentlichen Sound, wenn dieser auch tendenziell ein klein wenig mulmig ist. Für unterwegs verspricht der Hersteller bis zu sechs Stunden Akkulaufzeit im offiziellen Datenblatt. Wir kamen im Test auf fünf Stunden. Abhängig von der Displayhelligkeitseinstellung und der genutzten Anwendungen ist der Akku auch schon mal nach drei Stunden leer.

Für das Ideapad 320 in der von uns getesteten Konfiguration (Ideapad 320-15IAP 80XR0094GE) sehen wir eigentlich nur eine Zielgruppe: Nutzer, die einen möglichst günstigen Gaming-Laptop wollen. Wer ein gutes und preiswertes Arbeitsgerät sucht, der ist beispielsweise mit dem Trekstore Primebook P14 (Testbericht) oder dem Medion Akoya E3215 (Testbericht) in unseren Augen besser beraten. Was das Zocken angeht, ist die verfügbare Leistung auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Zwar schlägt sich das Ideapad 320 dank dedizierter Grafikkarte etwas besser als andere günstige Laptops. Aktuellere Titel sind auf dem Laptop zumindest flüssig spielbar, wenn auch auf niedrigsten Qualitätseinstellungen. Doch dann muss man arge Abstriche bei der Grafikqualität hinnehmen.

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Drohnen-Schnäppchen: DJI Spark, Star Wars, GoPro & Co.

Passend zum Beginn der Schönwetter-Jahreszeit sind wir kurz vorm Wochenende über gute Drohnen-Angebote gestolpert. Besonders günstig sind der Foto-Copter Spark von DJI und die Star-Wars-Drohnen von Propel.

Der bis vor kurzem kleinste Copter des Marktführers DJI, der Spark, ist aktuell bei Otto in allen Farben außer weiß für 299 Euro zu haben. Neukunden erhalten mit dem Gutscheincode 84883 zusätzlich 15 Euro Nachlass auf die erste Bestellung.

Bei anderen Händlern kostet der Spark mindestens 360 Euro, das entspricht einer Ersparnis von satten 17 Prozent – und ist gleichzeitig der günstigste Preis, zu dem der Spark jemals zu haben war (Preisverlauf: DJI Spark).

Da beim kleinen Set keine Fernsteuerung dabei ist, wird der Spark per Smartphone-App oder Hand- und Fingergesten gesteuert. Mehr Informationen dazu gibt's in unserem Testbericht: DJI Spark. Für deutlich mehr Reichweite sollte man sich allerdings die optionale Fernsteuerung dazu kaufen. Der Preis ist allerdings heftig, mindestens 130 Euro werden dafür fällig. Die Alternative – und für professionelle Piloten auch die bessere Entscheidung – ist das Fly-More-Set inklusive Zusatz-Akkus und Funke, doch hier ist das Angebot längst nicht so interessant. Eine gute Option ist das Set aus Copter und Fernsteuerung für aktuell 390 Euro.

Wer wirklich engagiert fliegen möchte, sollte zur Fly-More-Combo greifen. Wer einfach nur eine kleine, fliegende Kamera als regelmäßigen Begleiter sucht und keine große Reichweite braucht, macht aktuell ein echtes Schnäppchen.

Der Versuch des Action-Cam-Marktführers GoPro, auch im Drohnen-Segment Fuß zu fassen, hat viele Fehlschläge hinter sich: Zwei Wochen nach Markteinführung wurde das Produkt aufgrund von Absturzgefahr zurückgerufen, später kam es wieder in den Verkauf, Anfang des Jahres hat GoPro verkündet, aus dem Geschäft auszusteigen.

Es ist vielleicht nicht optimal, jetzt noch eine Karma zu kaufen. Das denken zumindest viele, daher ist der Preis im freien Fall – und ein perfektes Revier für Schnäppchenjäger. Unterm Strich gibt es zwar bessere Kamera-Copter, wie unser Testbericht GoPro Karma zeigt. Wirklich schlecht ist die Drohne aber nicht – und aktuell im Light-Kit bereits ab 599 Euro zu haben. Günstiger war sie nie, zeigt der Preisverlauf. Im Vergleich zur Markteinführung ist sie nun um satte 40 Prozent billiger.

Diese Modelle sind zwar mehr für Sammler und Freunde gepflegter Indoor-Action gedacht als für den professionellen Einsatz, aber die Ersparnis ist gigantisch. Als wir Ende 2016 zum Hands-on in London waren, kosteten die kleinen Drohnen im Look der verschiedenen Star-Wars-Raumschiffe 270 Euro, inzwischen ist der Tiefstpreis ab gut 83 Euro erreicht (fast 70 Prozent billiger).

Kamera- und Videofunktion gibt es nicht, dafür aber handbemalte Modelle, die mit viel Liebe, echten Soundeffekten und etlichen Überraschungen entworfen wurden. Als nettes Extra kann man mehrere der Propel-Flieger gegeneinander antreten lassen und sich per IR-Licht gegenseitig abschießen. Mehr Informationen dazu gibt es in unserem Testbericht: Star-Wars-Drohnen. Aber zugegeben: Mit Bürstenmotoren und ohne Live-Bild ist das im Vergleich zu Spark, Karma & Co. wirklich nur ein Spielzeug – aber für Star-Wars-Fans sicher ein perfektes Geschenk.

Wir die Preise diverser weitere Modelle wie Parrot Bebop 2 oder DJI Mavic Pro und Air untersucht, aber die größte Ersparnis gibt es bei den oben aufgeführten Drohnen. Schnäppchenjäger können bei allen drei Modellen zuschlagen. Unsere aktuelle Empfehlung als Allrounder bleibt aber die DJI Mavic Air, die aktuell ab etwa 800 Euro zu haben ist. Kein schlechter Preis, aber es war auch schon mal billiger.

Wichtig für alle Drohnenpiloten: Seit Apri 2017 gibt es neue Regel darüber, wo geflogen werden darf. Die Online-Karte des Anbieters Flynex zeigt die Verbotszonen. Zudem müssen über 0,25 kg Gewicht müssen mit einer Plakette versehen, ab zwei kg muss der Pilot einen Kenntnisnachweis liefern. Das Bundesverkehrsministerium hat einen Flyer mit den neuen Regeln hier veröffentlicht. Mehr Hintergrund zu den neuen Regeln haben unsere Kollegen der c't in diesem Artikel aufgeführt.

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